Als Student ein Auto nutzen - Spartipps im Überblick

Das Leben als Student ist nicht einfach. Das Geld ist zumeist knapp, gelebt werden soll auch noch und nicht jeder hat das Glück, die Uni gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Kommt jetzt auch noch ein Nebenjob hinzu, ist die Fahrerei ein einziges Grauen. Da hilft es, wenn zumindest ein eigenes Auto vorhanden ist. Aber wie soll der Wagen finanziert werden? Dieser Artikel gibt einige Spartipps rund um das Auto, den Unterhalt und natürlich die Anschaffung.

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Manchmal kann ein eigenes Auto auch für Studenten eine große Ersparnis sorgen.

Sparpotenzial durch das Wohnen bei den Eltern

Die beste Möglichkeit, um neben dem Studium ein Auto zu finanzieren, ist der Verzicht auf die eigene Wohnung. Das mag zwar im ersten Augenblick abschreckend klingen, immerhin möchten Studenten rasch auf den eigenen Beinen stehen, doch hat das Leben in den elterlichen vier Wänden seine Vorteile:

  • Geringere Kosten - obwohl Eltern teilweise erwarten, dass die studierenden Kinder ihren Teil der Kosten tragen, so sind diese deutlich günstiger, als der Unterhalt einer eigenen Wohnung. Oftmals müssen die Kinder nur die Kosten für ihre Smartphones, Mobilfunkverträge oder weitere Verträge selbst zahlen.
  • Mehr Zeit - wer keine eigene Wohnung hat, hat mehr Zeit. Klingt seltsam? Eigentlich nicht, denn jetzt braucht nur das eigene Zimmer sauber gehalten werden - nicht aber eine komplette Wohnung. Auch entfallen die Einkäufe und Besorgungen, die mit einer eigenen Wohnung im Zusammenhang stehen.
  • Mehr Zeit für Jobs - wer sich nicht großartig damit beschäftigen braucht, eine WG oder eigene Wohnung zu reinigen und alles in Schuss zu halten, kann mehr Stunden in einem Nebenjob arbeiten. Das Geld kann nun fast vollständig für den Wagen genutzt und muss nicht wieder in die Miete gesteckt werden.

Grundsätzlich haben Studenten, die zu Hause bei ihren Eltern leben, mehr Zeit, Geld und können sich oft besser auf das Studium konzentrieren, da die Geldsorgen zu großen Teilen wegfallen.

Günstige Möglichkeiten der Autobeschaffung

Doch was ist, wenn ausreichend Geld da ist, und der Wagen angeschafft werden kann? Hier gibt es natürlich viele preisliche Unterschiede und Studenten können wieder einiges einsparen. Der erste Wagen braucht kein Neuwagen zu sein. Wer sich nicht auf ein Modell versteift und wem es egal ist, ob das Auto noch klasse aussieht, bekommt oft mühelos für unter 4.000 Euro ein solides Auto. Generell sollte aber bei Gebrauchtwagen darauf geachtet werden, dass die Fahrzeuge noch gut in Schuss sind. Sehr günstige Gebrauchtwagen älteren Baujahrs erweisen sich im Nachhinein gerne als Geldvernichtungsmaschinen, da ständig Reparaturen anfallen. Beim Gebrauchtwagenkauf gilt Folgendes:

  • Vergleich - die Preise von Gebrauchtwagen sollten immer miteinander verglichen werden. Hier gilt es, nicht nur auf den Preis zu schauen. Wichtig sind die Angaben rund um das Auto. Wie hoch ist der Kilometerstand, ist es gepflegt, liegen Vorschäden vor?
  • Prüfung - gerade diejenigen, die Fahrzeuge von privat kaufen, sind gut beraten, infrage kommende Fahrzeuge durchchecken zu lassen. Der TÜV bietet solche Gebrauchtwagenchecks zu günstigen Preisen an. Fällt während der Prüfung etwas auf, kann mitunter der Kaufpreis um diesen Wert gesenkt werden. Übrigens gibt es private Halter, die die Prüfung selbst haben durchführen lassen.

Eine andere Möglichkeit ist, in einen kleinen Neuwagen zu investieren. Auch hier gibt es Möglichkeiten, die die Kaufkosten senken:

  • EU-Wagen - diese Wagen wurden wahlweise für das Ausland hergestellt und nun wieder nach Deutschland eingeführt oder aber, sie werden erst nach dem Kauf durch einen deutschen Käufer importiert. Oftmals unterscheiden sich die Preise einzelner Modelle drastisch von denen, die in Deutschland ausgewiesen sind. Es lohnt sich, bei einem Autohaus oder auf Webseiten wie take-your-car gezielt nach EU-Importe zu fragen. Doch Vorsicht: Fahrzeuge, die fürs Ausland gedacht waren, haben teils eine andere Sonderausstattung. Wird der Wagen direkt im Ausland erworben und nach Deutschland eingeführt, empfiehlt es sich, einen Händler damit zu beauftragen. Denn mit dem Import fallen etliche Behördengänge an.
  •  Jahreswagen - selbst in deutschen Autohäusern gibt es günstige Neuwagen. Jahreswagen gehören zwar nicht mehr wirklich zu diesen, doch handelt es sich bei ihnen um sehr neuwertige Modelle. Da die Fahrzeuge jedoch nicht frisch vom Band kommen, werden sie deutlich günstiger abgegeben.
  • Wagen mit Tageszulassung - diese Autos wurden noch weniger gefahren als Jahreswagen. Nicht selten steht der Kilometerstand beinahe auf null, doch da das Fahrzeug vom Autohaus einmal angemeldet worden ist, kann es nicht mehr als Neuwagen verkauft werden.


Der Kauf des Autos sollte immer mit ausreichend Zeit erfolgen. Nur so können Studenten Schnäppchen finden. Dabei gilt, dass der Preis keinesfalls alleine entscheiden sollte. Gerade bei Gebrauchtwagen muss die Qualität des Fahrzeugs stimmen.

Weitere Spartipps im Zusammenhang mit einem Auto

Steht das Auto auf dem Hof, sind die Ausgaben natürlich nicht vorbei. Im Grunde genommen fangen sie jetzt erst an, denn nun muss regelmäßig getankt, gewartet und Geld für die Versicherung gezahlt werden. Aber es muss doch Wege geben, selbst an diesen Ausgaben zu sparen? Natürlich:

  • Versicherung - der Versicherungsvergleich sollte niemals umgangen werden. Hier können Studenten etliche hundert Euro sparen, wenn sie es richtig machen. Wer ohnehin bei den Eltern wohnt, sollte beispielsweise schauen, ob das Fahrzeug nicht über die Eltern versichert werden kann. Auf diese Weise umgehen Fahranfänger die hohen Kosten, die durch die niedrige Schadensfreiheitsklasse anfallen. Auch geben Versicherungen oft Rabatte, wenn ein Versicherungsnehmer mehrere Fahrzeuge bei ihr versichert.
  • Tanken - selbst beim Tanken lässt sich sparen. Apps helfen beispielsweise, günstige Tankstellen in der Nähe ausfindig zu machen. Wichtig ist, möglichst vorausschauend zu tanken und dann zuzuschlagen, wenn die Preise niedrig sind.
  • Werkstätten - jedes Fahrzeug muss zwischendurch in die Werkstatt. Wer nicht unbedingt Wert darauf legt, alles in den Vertragswerkstätten reparieren zu lassen, kann in freien Betrieben oft Geld einsparen. Und bei Gebrauchtwagen gilt: Bietet die Werkstatt an, gebrauchte Ersatzteile zu verwenden, lohnt sich die Überlegung. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist es oft nicht notwendig, werksneue Ersatzteile einzubauen.
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Wer genau rechnet, kann die Kosten niedrig halten.

Fazit - ein Auto kostet, doch sparen ist drin

Wer klug vorgeht, kann sich trotz des Studiums ein Auto leisten. Oftmals helfen die Eltern oder Großeltern mit und wer anbietet, zwischendurch das Einkaufen zu übernehmen oder die Eltern zu einem Termin zu bringen, erhält sicher hin und wieder eine kleine Hilfe zum Unterhalt.

Ein Beitrag des externen Autoren Tobias Neubauer

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