Quelle: © unsplash.com | Wes Hicks

Ein Hoch auf die Prokrastination So hältst du dich erfolgreich vom Lernen ab

Der Kopf macht einfach dicht und du hast wirklich keinen Bock auch nur noch ein Wort zu lesen, geschweige denn noch irgendwas zu lernen. Der innere Schweinehund lässt dich heute wahrscheinlich nicht einmal in die Nähe des Schreibtischs. Heute ist wohl Prokrastination angesagt. Die sogenannte „Aufschieberitis“ hat sich wirklich zu einer Volkskrankheit unter den Studis entwickelt, mit der viele nahezu täglich zu kämpfen haben. Aber mach dir keinen Stress. Manchmal tut es gut, dem Schweinehund Recht zu geben und sich einfach mal um andere Sachen zu kümmern. Allerdings solltest du es mit der Prokrastination nicht einreißen lassen.

Filme und Serien streamen

Es ist wohl mittlerweile zu einem Klassiker geworden, sich mit diversen Streamingdiensten vom Lernen abzulenken. Allen voran steht natürlich der Medienriese Netflix, gefolgt von Amazon Prime und mittlerweile auch Disney+. Du kennst es wahrscheinlich auch: du bist wirklich total gefesselt von einer Serie und kannst dich wirklich gar nicht losreißen. Du siehst dir eine Folge nach anderen an. Wer soll denn dabei noch Zeit finden, um sich für die nächste Prüfung vorzubereiten?!

Noch interessanter wird es, wenn du dir beispielsweise die Netflix-Inhalte aus anderen Ländern anschaust. Hier findest du noch viele weitere Serien und Filme, von denen du möglicherweise bislang noch gar nichts gehört hast. Allerdings sind diese Inhalte normalerweise nicht in Deutschland verfügbar.

Jedoch kann man sie mit Hilfe eines sogenannten VPN-Client anschauen. Der sorgt zum Beispiel dafür, dass du sicher und verschlüsselt auf die amerikanischen Server des Streamingdienstes zugreifen kannst. Auf diese Weise kannst du das sogenannte Geoblocking umgehen, das verhindert, dass du die Inhalte aus dem Ausland auf deinem Gerät empfangen kannst.

Den Haushalt auf Vordermann bringen

Wenn du schon nicht an den Schreibtisch kannst, solltest du wenigstens deine Zeit nicht unbedingt wegschmeißen. Mit Sicherheit warten noch ziemlich viele Aufgaben in deinem Haushalt. In der Spüle wartet noch der Abwasch der letzten zwei Wochen, um den du dich wirklich dringender kümmern solltest, als um Statistik oder VWL.

Dein Bad hatte auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Hier kann es nicht schaden einmal eine umfangreiche Putzaktion in Angriff zu nehmen. Ganz ähnlich sieht es mit dem Rest der Wohnung aus. Wenn endlich mal Staub gewischt und gesaugt wurde, wird es sich bestimmt besser lernen lassen.

Und jetzt mal Spaß beiseite: Ordnung kann wirklich die Lernfähigkeit erhöhen. Laut einer Studie der University of Florida wirkt sich nämlich eine mangelnde Hygiene am Arbeitsplatz auf unsere Leistungsfähigkeit aus. Es ist vielleicht also gar nicht mal so schlecht, wenn du erst für Ordnung sorgst und dich möglicherweise danach an den Schreibtisch setzt.

Endlich ausmisten

Ständig nimmst du dir vor, endlich mal deinen Kleiderschrank auszumisten. Es ist wirklich an der Zeit, dass du diese Gedanken aus deinem System bekommst. Also warum nicht einfach mal machen, anstatt einfach die ganze Zeit nur deine Gedanken unnötigerweise daran zu verschwenden?! Vielleicht hast du danach ja dann auch wieder den Kopf frei, um dich an die eigentliche Arbeit zu machen.

Aller Anfang ist schwer, gerade beim Ausmisten. Am besten fängt man damit an, erst einmal alle Klamotten auf einen Haufen zu werfen und sich jedes einzelne Stück in die Hand zu nehmen und Fragen, ob man es denn überhaupt noch anzieht. Wenn nicht, dann hat sich die Sache erledigt und das Stück wird aussortiert. Das geht dann so lange so weiter, bis der Berg  weg ist und man nur noch die Sachen hat, die man wirklich anzieht.

Die aussortieren Sachen kannst du dann beispielsweise in eine Kleidersammlung geben oder sie auf dem Flohmarkt oder online weiter verkaufen. Das Wegwerfen von Klamotten ist nämlich eher wenig nachhaltig. Außerdem freust du dich bestimmt, wenn noch jemand anderes seine Freude mit deinen alten Klamotten hat.

Den inneren Gourmet rauslassen

Endlich mal wieder etwas richtig leckeres Kochen. Auch damit kannst du dich ziemlich gut und vor allem ziemlich lecker von deiner eigentlichen Arbeit ablenken. Meistens endet so etwas in einer regelrechten Kochorgie, die sogar noch mehr Ablenkung in Form eines Abwaschs nach sich zieht.

Immerhin ist es besser, als wenn du einfach nur so vor dich hin Fast Food in dich hineinstopfst. Achte darauf, dass du bei deiner Kochsession auf regionale Produkte setzt und vielleicht auf Fleisch verzichtest. So schonst du die Umwelt und deinen Geldbeutel und das obwohl du ganz schön am Prokrastinieren bist.

Sport machen

Wenn du deinen Kopf einfach nicht mehr beanspruchen kannst und willst, dann tu doch einfach was für deinen Körper. Das ewige Sitzen am Schreibtisch ist ohnehin nicht so gut für deinen Rücken und da kann ein bisschen Bewegung doch nicht schaden.

Meistens reicht bereits ein kleiner Spaziergang, um auf andere Gedanken zu kommen und vielleicht bist du danach wieder frisch und fühlst dich fit genug, um mit deinen Prüfungsvorbereitungen weiterzumachen. Denn Bewegung macht nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Kopf fit. Durch die frische Luft wird dein Gehirn wieder so richtig mit Sauerstoff versorgt und du bist wieder bereit, dich deinem Lernstoff hinzugeben.

Ein Beitrag der externen Autorin Anja Klein.


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