Mündliche Prüfung: Mit diesen Tipps meisterst du sie!

Willst du deine mündliche Prüfung einfach nur überstehen oder greifst du nach der Eins mit Sternchen? Die Grundregeln sind immer dieselben! Mit diesen Tipps bestehst du deine mündliche Prüfung locker!

Viele Studierende fürchten mündliche Prüfungen ganz besonders: Sie sind schwierig einzuschätzen und oft ist nicht so klar, was die Prüfer erwarten. Die Fragen müssen sofort und unter den erwartungsvollen Blicken der Prüfer beantwortet werden. Wenn du die Besonderheiten der mündlichen Prüfungssituation kennst, kannst du dich ideal vorbereiten und hast große Chancen auf eine gute oder sehr gute Note. Folgende Tipps helfen dir, das Beste aus der mündlichen Prüfung herauszuholen:

Tipp 1 -  Die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

Informiere dich anhand der Studien- und Prüfungsordnung über die formalen Rahmenbedingungen der Prüfung. Vergewissere dich, dass du alle nötigen Scheine hast und die Fristen zur Anmeldung einhältst. Beachte unbedingt auch die Webseiten deiner Prüfer und bereite den Besuch der Sprechstunde gut vor, damit du die richtigen formalen und inhaltlichen Fragen stellen kannst. Besonders wichtig ist übrigens ein erster, positiver Eindruck, den du beim Prüfer hinterlassen solltest. Sei höflich, fasse dich kurz und bereite dich gut vor – ein souveränes Auftreten und durchdachte Fragen lassen dich klug und motiviert erscheinen!

Tipp 2 - Lerntipps für die mündliche Prüfung

Priorisieren!

Gerade wenn die Zeit knapp ist oder vieles auf einmal zu tun ist, solltest du mit einem Zeitplan arbeiten, täglich Prioritäten setzen und diese kontrollieren. Ein ganz simpler Trick bewährt sich immer: Beginne mit der wichtigsten Aufgabe des Tages!

Teile die Inhalte in kleine Häppchen ein und setze dir Nahziele. Plane realistisch und rechne auch ausreichend Pausen ein.

Die 3D-Strategie

Eine Vorbereitungsmethode, die abwechslungsreich ist und verschiedene Kompetenzen schult, ist die 3D-Strategie: Denken-Diskutieren-Dokumentieren.

›Denken‹:

  • Was weißt du schon?
  • Wo sind deine Wissenslücken?
  • Kennst du die neuesten Forschungsergebnisse?
  • Welche Theorien sind grundlegend?
  • Wie ist das Prüfungsthema im größeren Themengebiet verankert?
  • Welche offenen Frage willst du noch klären?

›Diskutieren‹: Suche dir eine Lerngruppe oder Einzelpersonen, mit denen du über das Prüfungsthema diskutierst. Alle Facetten sollten beleuchtet und kontrovers dargestellt werden. So erhältst du nicht nur einen breiten inhaltlichen Überblick, sondern trainierst auch rhetorische Fähigkeiten, die für die mündliche Prüfung wichtig sind.

›Dokumentieren‹: Nun sollen die Themen zu Papier gebracht werden, zum Beispiel als Lernkärtchen.

Tipp 3 - Hindernisse bewältigen

Zeitdruck? Das kann helfen:

In jeder Phase des Studiums und der Prüfungsvorbereitung wirst du mit Hindernissen zu kämpfen haben – das ist völlig normal! Wenn du Zeitdruck hast, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: angefangen bei kurzfristigen Zeitsparmaßnahmen (Hobbies und Freizeit kürzen, Wohnung nicht putzen etc.) bis hin zum Verschieben des Prüfungstermins.

Motivationstief überwinden

Einem Motivationstief entkommst du am besten, indem du dir deine Ziele bewusst machst, abwechslungsreich arbeitest und dein Interesse am Thema weckst. Teile den Lernstoff in ganz kleine Einheiten ein und wechsele die Lerninhalte ab.

Tipps gegen das Aufschieben

Das weit verbreitete Aufschiebeverhalten stellt oft das größte Hindernis dar.

Folgende Maßnahmen können dir helfen:

  • Arbeite mit einem detaillierten Zeitplan und Teilzielen, kontrolliere und belohne erreichte Ziele.
  • Spring ins kalte Wasser! Fange einfach an – ohne Nachzudenken. Nach wenigen unangenehmen Minuten läuft es oft ganz von selbst.
  • Schaffe dir Rituale, zum Beispiel eine Tasse Tee und der Lieblingssong bevor du dich an den Schreibtisch setzt.
  • Arbeite unperfektionistisch: Sei nicht zu streng zu dir selbst. Es ist besser nur zehn Minuten zu arbeiten, als gar nicht zu arbeiten. So kommst du zwar langsam voran, aber immerhin geht es voran.
  • Und: vermeide Ablenkungen wie Handy oder Internet.

Was tun bei Prüfungsangst?

Manche Studierende kämpfen mit Prüfungsangst, die sich auch in prüfungsähnlichen Situationen wie beispielsweise Referaten zeigt. Leichte Prüfungsangst lässt sich einfach in den Griff bekommen. Umgebe dich mit entspannten und optimistischen Personen – das beruhigt. Bereite dich gewissenhaft vor, das gibt Sicherheit. Mach dir bewusst, dass es nur eine Prüfung ist, die schon Tausende vor dir bestanden haben und dass eine Wiederholung auch kein Weltuntergang wäre.

Die Prüfer haben auch Interesse daran, dass du bestehst: Keiner meint es böse mit dir und jeder durchgefallene Prüfungskandidat bedeutet erneute Arbeit für alle.

Der Tag der Wahrheit: das Prüfungsgespräch

Die meisten mündlichen Prüfungen bestehen nicht aus einem reinen Frage-Antwort-Dialog, sondern lassen sich viel mehr beeinflussen, als du denkst. Wenn möglich, beginne mit deinem Lieblingsschwerpunkt und schöpfe deine Sprechzeit aus.

Denke laut, wenn du einen Gedanken erst entwickeln musst. Wenn du die Antwort nicht weißt, kannst du beispielsweise um die Wiederholung der Frage bitten oder eine Alternativantwort anbieten. Manchmal darf man die Frage auch später im Verlauf der Prüfung nochmal aufgreifen.

Nimm Kritik oder verunsichernde Körpersprache nicht persönlich, verliere nie die Fassung und achte auf deine Sprache. Wenn die Prüfer selbst zu viel reden, klinke dich höflich ein. Es ist deine Prüfungszeit!

Nach der Prüfung: Auswerten und aus Erfahrungen lernen

Nimm dir nach der Prüfung Zeit, um sie auszuwerten. Die Erkenntnisse geben dir wichtige Hinweise für weitere Prüfungen, die du in deinem Leben noch bewältigen wirst. Wie haben die Prüfer die Note begründet? Welche Konsequenzen ziehst du daraus? Was kannst du das nächste Mal (noch) besser machen?

Denn eines ist sicher: Jede Prüfung ist eine Vorbereitung für die nächste!


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