Frau blickt auf Notebookbildschirm mit VPN-Verbindung
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VPNs für Studierende: Macht das Sinn?

Als Studierender verbringst du viel Zeit auf den Servern deiner Uni. Hier findest du alle Informationen, um dich online auf Prüfungen vorzubereiten und Ankündigungen nicht zu verpassen. Was dabei nicht zu kurz kommen darf, ist die Sicherheit. Leider ist ein Datenklau mit nicht viel Aufwand verbunden. Einige Studierende nutzen deshalb ein VPN, um sich zu schützen.

Doch was ist überhaupt ein VPN und macht es wirklich Sinn, so einen Dienst als Student oder Studentin zu nutzen?

Was ist ein VPN

Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) ist keine hoch komplizierte Software, die du nur nach einem abgeschlossenen Informatik-Studium nutzen kannst. Ich erkläre dir kurz, was es mit dem Begriff auf sich hat.

Virtuell meint in diesem Zusammenhang nur, dass du dich nicht physisch (z. B. über ein Kabel) mit einem Netzwerk verbindest. Rufst du dann eine Website auf, wandern deine Daten zuerst zum VPN-Server und dann zum Server der Seite. Sie legen also sozusagen einen Zwischenstopp ein. Dieser ist wichtig, wenn die Verbindung mit dem VPN-Server wird verschlüsselt.

Aus diesem Grund sind diese Netzwerke privat. Deine Daten werden durch einen blickdichten, virtuellen Tunnel transportiert und so vor Dritten geschützt. In diesem Beitrag erfährst du, wie sicher deine VPN-Verbindung ist.


Die Vorteile eines VPNs für Studierende im Überblick

Die Einsatzmöglichkeiten eines VPNs sind vielseitig. Viele Nutzer verwenden einen solchen Dienst für Ihre Online-Sicherheit oder um die geografischen Sperren großer Streaming-Anbieter zu umgehen. Doch welchen Vorteil verschafft dir ein VPN als Student?

 

Virtuell mit dem Uni-Netzwerk verbinden

Du kennst es sicher auch: Du bereitest dich Zuhause auf eine anstehende Prüfung vor und benötigst die entsprechende Literatur, auf die du aber nur Zugriff erhältst, wenn du dich in das Netzwerk deiner Uni einwählst. Oder die neue Anmeldephase für die nächsten Kurse steht an. Werden diese freigeschaltet, musst du an vielen Unis schnell sein, um deinen gewünschten Platz zu bekommen.

Mit einem VPN musst du dafür nicht länger zur Uni fahren. Über den Dienst klinkst du dich ganz bequem von zu Hause in das Netzwerk der Uni ein und erhältst so vollen Zugriff auf die gesamte Uni Bibliothek und kannst doch online in die Kurse einschreiben.


Öffentliche WLANs sicher nutzen

Möchtest du auch von unterwegs für die Uni recherchieren, dann nutzt du sicher auch hin und wieder öffentliche WLANs. Diese stehen inzwischen fast überall zur freien Verfügung.

Das kann aber auch gefährlich werden, denn diese Netzwerke sind nicht immer ausreichend gesichert. Dass sich viele Menschen gleichzeitig damit verbinden, erhöht die Gefahr, dass Nutzer es missbrauchen, um sensible Daten zu stehlen.

Auch hier hilft ein VPN. Aufgrund der verschlüsselten Verbindung kannst du auch auf wichtige Dokumente zugreifen, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko in Kauf zu nehmen.


Zugriff auf Quellen, die in Deutschland nicht verfügbar sind

In vielen Studiengängen kann es hilfreich sein, auch Quellen aus dem Ausland zu nutzen. Dabei stößt du mitunter auf das Problem der Ländersperre. Manchmal sind gewisse Daten nur an einem bestimmten Standort verfügbar. Das sogenannte Geoblocking verhindert, dass auch Menschen aus anderen Ländern diese nutzen.

Über ein VPN kannst du dich mit einem VPN-Server aus beispielsweise Japan verbinden. Du erhältst dadurch eine japanische IP-Adresse und es sieht so aus, als wärst du tatsächlich dort. Die Quelle ist dann nicht mehr gesperrt und du kannst problemlos auf alle japanischen Webseiten zugreifen. Wie sich die Anbieter im VPN-Test schlagen, liest du in diesem Artikel.

 

Während Auslandssemester deutsche Quellen aufrufen

Das Problem mit der Ländersperre macht sich auch während eines Auslandssemesters bemerkbar. Mit einem VPN deiner Uni kannst du auf das interne Netzwerk zugreifen. Im Ausland hast du aber das zusätzliche Problem, dass du deutsche Seiten und Dienste nicht mehr nutzen kannst. Das gilt vor allem dann, wenn du die EU verlässt.

Mit einem gut funktionierendem und verlässlichen VPN bist du aber bestens auf ein Auslandssemester in Mexiko oder an einem anderen Fleck der Erde vorbereitet.

 

Fazit: Ein VPN für Studierende macht auf jeden Fall Sinn

Für dich als Studierende macht es definitiv Sinn, ein VPN zu nutzen. Du kannst dich von überall aus mit dem Uni-Netzwerk verbinden, WLANs sicher nutzen und außerdem weltweit auf Quellen zugreifen. So bist du nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler unterwegs.

 

Ein Gastbeitrag von Alexander Baetz

 


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