gelbes Verkehrsschild, Mann wird vom Blitz getroffen

Ärger mit dem Professor: Was du tun kannst!

Auch zwischen Studenten und Dozenten gibt es manchmal Ärger. Wie sich der am besten lösen lässt, weiß Professor Korff von der FH Münster

  • Du findest, deine Klausur wurde unfair bewertet?
  • Dein Prof kann dir nicht einleuchtend erklären, woher die schlechte Note in deiner Bachelorarbeit stammt?
  • Du möchtest dich darüber beschweren. Aber wo geht das am besten?

Eines vorneweg: Um zu vermeiden, dass es überhaupt zu Ärger kommt, hilft es, sich an der Evaluation zum Ende des Semesters zu beteiligen. Je mehr Studenten ihre Dozenten bewerten, umso besser wird erkennbar, wo Verbesserungsbedarf besteht. Deine Dozenten kannst du entweder bei der hochschulinternen Evaluation bewerten, oder du bewertest deine belegten Kurse auf MeinProf.de

Ärger mit dem Professor? Gespräch suchen!

Wenn dir dann doch einmal der Kragen platzt, hilft es, zunächst das Gespräch mit dem Prof zu suchen – unter anderem dafür ist seine Sprechstunde ja da.  Das empfiehlt auch Prof. Dr. Richard Korff von der Fachhochschule Münster, der als Mitglied der Beschwerdekommission Bindeglied zum Präsidium der Hochschule ist:

»Wir leben an der FH Münster eine offene Gesprächskultur. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Gremium doch relativ wenige Fälle zu bearbeiten hat.«

Sollte das nicht weiterhelfen, hat Professor Korff einige Tipps für dich auf Lager – schließlich besitzt nicht jede Hochschule eine eigene Beschwerdekommision:

»Studierende können sich jederzeit an den Prüfungsausschussvorsitzenden ihres Fachbereichs oder ihren Dekan wenden. Ebenso hat jeder Fachbereichsrat studentische Mitglieder, die ebenfalls mit einbezogen werden können. In jedem Fall, so unsere Erfahrungen, lassen sich die meisten kleineren und größeren Probleme an der Hochschule  ›auf dem kleinen Dienstweg‹ klären.«

Ruhe bewahren ist also die Devise.

Das beweist sich auch an der FH Münster als guter Weg und zeigt sich darin, dass die Beschwerdekommission im Schnitt nur vier Fälle pro Jahr bearbeiten muss – die sich oft als harmloser herausstellen als sie zunächst scheinen.

»Bei den Beschwerden geht es meist um organisatorische Probleme. Es geht aber auch um konkrete Beschwerden über einzelne Professoren. Wir hatten Fälle, in denen Studierende die mangelnde Vergleichbarkeit von Klausuren oder schlechte Skripte kritisierten. Bisher«, freut sich Professor Korff, »gab es allerdings nur wenige Beschwerden, die auf ein unangemessenes persönliches Verhalten oder einen schlechten Umgangston von Professoren schließen lassen.«


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