Zeichung: Kopf mit Gekrakel darüber

Bessere Noten im Studium

Zeitmanagement, Texte verstehen und von der Vorlesung wirklich profitieren – unsere Expertentipps machen's möglich

Mit Beginn des Studiums enden die Zeiten, zu denen dumpfes Büffeln und Auswendiglernen ein Fleißkärtchen, das Lob des Lehrers und gute Noten mit sich brachten. Vorbei die Zeit der fleißigen Streber, die auf soziale Kontakte und ein aufregendes Leben verzichtet haben, um mit großem Fleiß und maximalem Zeitaufwand die besten Zensuren zu ergattern.

Ab sofort ist Lernen mit Köpfchen gefragt – denn nur so macht Studieren Spaß, kommen Freizeit und studentisches (Nacht-)leben nicht zu kurz und rückt ein Prädikats-examen in greifbare Nähe. Studieren mit Köpfchen macht nicht nur Spaß, sondern schult darüber hinaus wichtige Kompetenzen, die dir später auch den Einstieg ins Berufsleben erleichtern und dir immer wieder von Nutzen sein werden. Unsere Expertentipps behandeln drei typische Problembereiche Studierender. Sie bringen dich auf den richtigen Weg und lenken dein Studieren in sinnvolle Bahnen.

Bessere Noten im Studium durch Selbst- und Zeitmanagement

Die Herausforderung eines Studiums besteht nur zum Teil in dessen Inhalt – für viele Studenten ist es fast schwieriger, mit der neu gewonnenen Freiheit umzugehen. Wenn es dir auch ohne Eltern und Lehrer gelingt, motiviert zu bleiben, alle Termine und anstehenden Aufgaben zu koordinieren und langfristig zu planen, ist dies bereits die halbe Miete. Die folgenden sechs Regeln helfen dir, auch auf weit entfernte Ziele motiviert hinzuarbeiten, deine Zeit wirklich sinnvoll zu nutzen und Terminchaos und Zeitdruck zu beenden:

  1. Splitte Hausarbeiten, Referate und andere große Projekte in kleine Teilaufgaben auf. So behältst du den Überblick und siehst, wie du deinem Ziel näher und näher kommst.
  2. Behalte anstehende Termine im Auge, indem du sorgfältig einen Wochen- und Semesterplaner führst. So stellst du sicher, dass du nicht von einem anstehenden Termin überrascht wirst und plötzlich eine Nachtschicht einlegen musst.
  3. Setze dir für jeden Tag und für jede Woche kleine Ziele, die dich aber deinen großen Zielen einen Schritt näher bringen.
  4. Bleib realistisch und plane wirklich nur das, was du auch wirklich in der Zeit schaffen kannst, die dir zur Verfügung steht.
  5. Sei großzügig zu dir – gönn dir Pausen und Belohnungen und plane diese von vornherein mit ein!
  6. Denk trotz der Anforderungen deines Studiums immer auch daran, dass diese Zeit sehr wichtig für die Entwicklung deiner Persönlichkeit ist. Achte darauf, dass dir neben dem reinen Lernen und Studieren genug Zeit für soziale Kontakte bleibt.

Schwierige Texte verstehen und Noten im Studium verbessern

Egal ob du eine Hausarbeit schreibst oder dich auf ein Referat oder eine Prüfung vorbereitest – ganz oft musst du dich durch lange, teils schwer verständliche Fachtexte kämpfen. Wenn du dabei enorm viel Zeit sparen möchtest, solltest du unbedingt Speed Reading erlernen. An dieser Stelle will ich dir aber eine klassische Lesestrategie vorstellen, mit der du selbst schwierigste Texte leicht verstehst und dabei auch noch super viel behältst: SQ3R! Der seltsame Name dieses Konzepts geht auf die fünf Phasen zurück, die du beim Lesen eines Textes durchlaufen solltest:

  1. Survey – Verschaffe dir einen Überblick über den Text, indem du Zusammenfassung, Klappentext und entweder das Inhaltsverzeichnis oder die Überschriften liest.
  2. Question – Formuliere für jedes Kapitel mindestens eine Frage, die dieses vermutlich beantwortet. So hältst du deine Konzentration hoch und gehst gezielt auf die Suche nach Informationen.
  3. Read – Beim Lesen solltest du stets einen Bleistift nutzen, um Wichtiges zu unterstreichen und Notizen zu machen. Außerdem ist eine solche Zeigehilfe das zentrale Werkzeug im Speed Reading.
  4. Recite – Am Ende eines jeden Abschnitts oder Kapitels nutzt du deine Unterstreichungen und Notizen, um eine kurze Zusammenfassung zu erstellen. Am besten fertigst du eine Zeichnung oder eine MindMap an. Dadurch bekommst du auch sofort eine Rückmeldung über das, was du verstanden hast und dir merken konntest.
  5. Review – Vor allem bei umfangreichen Texten solltest du diese am Ende nochmals als Ganzes betrachten und den Inhalt mithilfe deiner Zusammenfassungen wiederholen.Wenn du diese fünf Phasen bei allen wichtigen Texten durchläufst, wirst du nicht nur schwierigste wissenschaftliche Texte verstehen, sondern dir auch besonders viel merken können und so gut für Prüfungen vorbereitet sein.

Bessere Noten im Studium: von Vorlesungen profitieren

Neben der Selbstorganisation ist das Lernen aus Vorlesungen wichtiger Knackpunkt für viele Studenten. Wenn du es richtig angehst, kannst du von vornherein eine gute Wissensbasis legen und musst in der unmittelbaren Prüfungsvorbereitung nicht bei Adam und Eva anfangen. Gewöhne dir an, in Vorlesungen das Cornell-Note-Taking-System zu verwenden. Wichtiger Bestandteil dabei ist auch hier das Vorgehen in fünf Schritten:

  1. Record – während der Vorlesung Notizen machen.
  2. Reduce – möglichst zeitnah die eigenen Aufzeichnungen knapp zusammenfassen.
  3. Recite – an einem der nächsten Tage die Inhalte aus dem Gedächtnis wiederholen.
  4. Reflect – die Aufzeichnungen in das eigene Vorwissen einordnen und Verknüpfungen herstellen.
  5. Review – unmittelbar vor der nächsten Vorlesung kurz wiederholen.

Dieses System kostet dich pro Woche und Vorlesung nur wenige Minuten. Diese zahlen sich jedoch aus, wenn es am Ende des Semesters auf Prüfungen zugeht. Für die unmittelbare Prüfungsvorbereitung bietet es sich an, klassische Merktechniken für das einzusetzen, was du wirklich auswendig lernen musst. Körperliste, Loci-Methode und andere Techniken des klassischen Gedächtnistrainings helfen dir, Zeit zu sparen und Faktenwissen in Prüfungen wirklich parat zu haben.

Für komplexere Inhalte, die du durchdringen, verstehen und mehrfach durchdenken musst, solltest du dir eine produktive Lerngruppe suchen. Achte darauf, dass ihr euch nicht nur privat gut versteht, sondern auch wirklich an einem Strang zieht. Die lustigste Lerngruppe ist vergeudete Zeit, wenn nicht wirklich jedes Mitglied mit dem nötigen Ernst an die Sache herangeht.


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