Wie du mit Misserfolg zurecht kommst!
Wie du mit Misserfolg zurecht kommst! martinak15/ Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0

Versagen: Wie du mit Misserfolg zurecht kommst!

Du hast versagt? Eine Niederlage erlitten? Bist gescheitert? Kein Problem: Das passiert jedem Mal. Wiederaufzustehen, das ist die Kunst!

Niederlage erlitten? Null problemo!

Das passiert jedem. Wiederaufzustehen, das ist die Kunst. Manchmal kann das Studentenleben wirklich frustig sein. Zum Beispiel hast du massig gelernt und kommst nicht durch die Prüfung. Hast du gelesen wie blöd und trotzdem das Referat verbockt. Hast du dir genau überlegt, was du in der Sprechstunde sagen möchtest und trotzdem rumgestottert. Da bist du nicht alleine. Und drum gleich zu Anfang der Rat des Fachmenschen: Wer Niederlagen erlebt, sollte nicht ›Augen zu und durch‹ praktizieren. In sich zu gehen, das tut manchmal Wunder.

»Man darf sich nicht auf die Niederlage als solche konzentrieren«, erklärt Christian Zielke. Zielke ist Professor für Kommunikation sowie Gründer und Leiter des ›Zielke Instituts‹, Nicht hängen lassen Niederlage erlitten? Null problemo! Das passiert jedem. Wiederaufzustehen, das ist die Kunst. einer Art Schule des Lebens. »An den Hochschulen werden Fachkompetenzen vermittelt, die einem für die ersten drei Berufsjahre etwas nutzen«, erklärt Zielke. »Aber auf die wirklich wichtigen Fragen, zum Beispiel den Umgang mit Niederlagen, wie man den richtigen Partner findet oder sein Vermögen aufbaut, geben deutsche Hochschulen keine Antworten. Hier in Deutschland konzentriert man sich viel zu sehr auf das Negative, auf die schlechten fünf Prozent«, wettert Zielke. »Die positiven 95 Prozent werden überhaupt nicht wahrgenommen. Das zieht sich auch durch das ganze Bildungssystem – statt Stärken zu fördern, werden Schüler und Studenten immer wieder auf ihre Schwächen hingewiesen.« Zielkes Vorbild ist Amerika: Dort ginge man die ganze Sache genau andersherum an als im miesepetrigen Deutschland: »In den USA konzentriert man sich auf die 95 guten Prozent.« Also: Yes, we can auch?!

Zielkes Rat lautet: Du sollst den Spieß umdrehen. Beispiel vergeigte Prüfung: Anstatt dich zu fragen, was alles schief gelaufen ist, solltest du dir die Frage stellen: Was könnte ich besser machen? »Das Gehirn«, erklärt Zielke, »funktioniert in dieser Beziehung relativ einfach: Es stellt Fragen und will Antworten. Also kommt es darauf an, welche Fragen man sich stellt.«

Außerdem gilt: An Niederlagen kannst du wachsen – und das ist mehr als eine Floskel. Wer in seinem Leben schon einiges erlebt – und überwunden – hat, den haut so schnell nichts mehr aus den Latschen. Und wenn man aus den Misserfolgen noch eine Lehre ziehen kann – umso besser. »Man sollte beispielsweise nach einer missglückten Prüfung in sich gehen und darüber nachdenken, was besser hätte laufen können«, erklärt Prof. Dr. Rainer Holm-Hadulla, Professor für Psychotherapie an der Uni Heidelberg und Leiter der psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks. »Ich plädiere dafür, sich die Prüfung noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, zu überlegen, wie man sich im Gespräch gefühlt hat und auch noch einmal seine Vorbereitung zu überdenken«, erklärt Holm-Hadulla.

Und auch wenn dir das komisch vorkommt: in Sachen Niederlagen verdauen ist Oliver Kahn das Vorbild schlechthin. Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, die Zukunft aber beeinflussen und deswegen stets an Kahns Ausspruch denken: »Immer weiter, immer weiter machen.«


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