Schreiben kannst du auch!
Schreiben kannst du auch! shutterhacks / Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0

7 Tipps für einen guten Schreibstil bei der Seminarbeit

Wissenschaftliche Arbeiten bestehen vor allem aus komplizierten Formulierungen? Nein! Mit diesen sieben Tipps wird deine Arbeit verständlich und gut!


Wenn man lauter kurze Sätze macht, dann klingt das nach Trottel. Haben sie uns in der Schule immer gesagt. Wie ein Trottel wollte Claus natürlich nicht dastehen. Also bemühte er sich bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten immer, gebildet zu klingen. Und wissenschaftlich natürlich. Ergebnis? Schlechte Schachtel-Texte mit schlechten Noten. Außerdem ein regelrechtes Grauen vor schriftlichen Arbeiten. Grund genug für Claus, die Notbremse zu ziehen: Claus lernt schreiben – dank dieser sieben Tipps:

Tipp 1:  Den Empfänger bedienen

Jede Leistung ist mit Mühe verbunden. Die Frage ist immer, wer sie auf sich nimmt. Alles, was du nicht als Sender leistest, muss der Empfänger tun. Beispiel: Wo du unklare Begriffe setzt, muss der Empfänger sie klären. Wo du im Satz den roten Faden verlierst, muss der Empfänger die losen Enden verknüpfen. Sorge dafür, dass deine Leser ohne Mühe durch den Text gehen können.

Tipp 2: Schreibe nichts, was du selbst nicht verstehst

Was du selbst nicht verstehst, kannst du auch nicht verständlich weitergeben. »Das Unverständliche ist dem Unverständigen verwandt«, schreibt Arthur Schopenhauer. Das kannst du ruhig auch auf das beziehen, was du liest. Nicht alles, was gedruckt dasteht, verdient es, gedruckt zu sein. Sei kritisch und verschone zumindest deine eigenen Werke vor dem, was nicht zu verstehen ist.

Tipp 3: Ordnung ist die halbe Arbeit

Mit dem Titel ist vorgegeben, was dein Thema ist. Halte dich daran. Präsentiere dein Thema so, dass der Leser ohne hin und her zu springen folgen kann. Erkläre nicht erst im fünften Kapitel, was du im dritten Kapitel als gegeben voraussetzt. 

Tipp 4: In der Kürze liegt die Würze

Hauptsatz und Nebensatz oder Nebensatz und Hauptsatz sind ein guter Rhythmus, weil lange und verschachtelte Sätze kein Merkmal von Wissenschaftlichkeit sind, sie sind nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Schreiben ein Stolperstein, da in Schachtelsätzen die grammatikalischen Anschlüsse und auch die Zeichensetzung daneben gehen. War das verständlich?

Tipp 5: Gewöhnliche Worte verwenden...

... und damit ungewöhnliche Dinge sagen. Auch dieser Rat stammt vom alten Schopenhauer. Den Effekt kannst du leicht prüfen, indem du dir einen Tag lang bewusst das Gegenteil antust. Achte einmal darauf, wie gestelzte, hochtrabende und aufgeblasene Redensarten oft die größten Nichtigkeiten enthalten. Wie wohltuend ist da ein schlichter und zurückhaltender Ausdruck. Wenn der dann noch einen bemerkenswerten Gedanken enthält, dann hast du schon gewonnen.

Tipp 6: So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Schreibe nur, was notwendig ist. Keine Floskeln, keine Phrasen, keine Plattheiten. So zeigst du dem Leser den allergrößten Respekt: Du lässt ihm seine Zeit.

Tipp 7: Schlusskorrektur und Hilfsmittel

Jeder Mensch hat seine kleinen Schwächen: Kannst du nicht auf den Punkt kommen? Kannst du ›das‹ und ›dass‹ nicht unterscheiden? Groß- und Kleinschreibung sind nicht so dein Ding und Kommas setzt du eher nach Lust und Laune? Dann geht’s dir so wie uns!

Doch dafür gibt’s Hilfen, die deine Arbeit leserlicher gestalten. Duden, rechtschreibgewandte Freunde oder Lektoren sollten über deine Arbeit schauen denn Sätze zum Beispiel ohne Zeichensetzung also ohne Punkte Kommas und Fragezeichen dienen nur in seltensten Fällen der Lesbarkeit was wiederum dazu führt dass dein Leser abschweift und deine Arbeit zur Seite legt.


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