Eine empirische Bachelorarbeit schreiben – die besten Tipps und Tricks

Die wohl größte Hürde vor dem wohlverdienten Studienabschluss ist für viele Studierende das Verfassen einer empirischen Bachelorarbeit. Mit ein paar Tipps und Tricks ist der Weg dorthin nicht ganz so beschwerlich, wobei eines schon vorweggenommen werden kann: Eine gute Planung ist das halbe Leben!

Was ist eine empirische Bachelorarbeit?

Bei einer empirischen Bachelorarbeit steht das Beschaffen und Auswerten eigener Daten im Mittelpunkt. Anhand dieser Erkenntnisse wird die gewählte Fragestellung beantwortet. Dabei stehen empirische Methoden – beispielsweise Interviews, Fragebögen, Experimente und dergleichen – im Fokus.

Eine empirische Bachelorarbeit geht hinsichtlich ihrer Anforderungen über eine rein theoretische Bachelorarbeit hinaus. Bei dieser werden schon vorhandene Erkenntnisse neu verknüpft, um eine Fragestellung zu beantworten. Bei einer empirischen Bachelorarbeit hingegen wird dieser Rahmen um die eigene Forschungsarbeit erweitert. Daraus folgt, dass mehr organisatorische Arbeiten zu erledigen sind.

Forschungsfrage und Literatursuche

Für das Verfassen einer Bachelorarbeit steht in vielen Fällen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Knapp kalkulierte Abgabetermine in Kombination mit Vorlesungen, Hobbies und Freunden können dir das Leben richtig stressig machen. Umso wichtiger ist es, dir die Zeit bis dahin gut einzuteilen. 

Zu den ersten Schritten, die du erledigst, gehören: die Forschungsfrage genau formulieren, den theoretischen Rahmen abstecken und die Literatursuche. Diese drei Schritte setzt man üblicherweise nicht nacheinander. Vielmehr passieren diese parallel, denn sie bedingen einander.

Zu den häufigsten Fehlern, die in dieser Arbeitsphase passieren, zählt eine zu weit gefasste oder ungenau formulierte Forschungsfrage. Beides resultiert zum einen darin, dass das Arbeitspensum zu groß wird. Zum anderen führt es dazu, dass eine schlüssige Beantwortung schwierig wird. Überlege dir daher bereits beim Formulieren der Frage, welche Themen für die Beantwortung relevant sind und grenze sie gegebenenfalls ein.

Ein zu weit gefasstes Thema kann dazu führen, dass die Literaturrecherche endlos wird. Aber auch bei einem klar abgegrenzten Thema ist es möglich, dass du dich in der Literatur verlierst. Mach dir Notizen, welche Publikationen wichtig sind und sortiere unwichtige aus. Außerdem solltest du dir Fundstellen wichtiger Aussagen für dein Thema sofort notieren.

Ebenfalls hilfreich ist es, einen Zeitplan aufzustellen. Bis wann muss welcher Schritt abgeschlossen sein? Zudem kannst du die Zeit bis zur Abgabe auch strukturieren, indem du ein Exposé schreibst.

Studiendesign, Organisation und Auswertung

Hast du einen Überblick über das gewählte Thema bekommen, heißt es, das Studiendesign vorzubereiten. Dieser Schritt nimmt viel Zeit in Anspruch, denn durch die gewählte Methode sollten wirklich brauchbare Daten für die empirische Bachelorarbeit gewonnen werden.

Das Studiendesign muss in den wenigsten Fällen völlig neu erfunden werden. Hilfreich ist es, nach ähnlichen Studien Ausschau zu halten und sich von den gewählten Methoden inspirieren zu lassen. Der Versuchsaufbau, die Variablen oder die Probanden lassen sich meist gut anpassen, um die eigenen Ziele verfolgen zu können.  

Ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zu einer aussagekräftigen Untersuchung stellen Vortests – in vielen Fachrichtungen auch Pretests genannt – dar. Diese bieten die Möglichkeit, Fehler in der Konzeption rechtzeitig zu erkennen. Dadurch kannst du das Studiendesign korrigieren und die später gewonnenen Daten werden aussagekräftiger. Nicht oder zu spät erkannte Fehler können die gesamte empirische Bachelorarbeit zunichtemachen.

Bei sehr vielen empirischen Bachelorarbeiten musst du dich auf die Suche nach passenden Probanden für deine Datenerhebung begeben. Überlege dir im Vorfeld, wo du geeignete Versuchspersonen findest, wie du Termine organisieren möchtest und vor allem wie du die Auserwählten zum Mitmachen animieren kannst!

Zu guter Letzt beschäftigst du dich mit der Datenauswertung, bevor du dich ins Geschehen stürzt. Wichtige Fragen diesbezüglich sind: Welche Methode passt am besten zu deinen Daten und zu deinem Ziel? Verfügst du über die notwendigen Kenntnisse und Mittel oder musst du Hilfe – z. B. eine Statistik-Beratung – in Anspruch nehmen?

Schreibphase und abschließende Arbeiten

Nachdem du alle Vorbereitungen getroffen und die Datenerhebung abgeschlossen hast, beginnst du mit dem Schreiben. Um dich nicht im Dschungel deiner Notizen, Daten und Erkenntnisse zu verirren, ist hier ebenfalls eine strukturierte Vorgehensweise empfehlenswert.

Gliederung und Argumentation

Wie jede andere wissenschaftliche Arbeit muss auch eine empirische Bachelorarbeit eine klare Gliederung aufweisen. Beachte diesbezüglich Vorgaben deines Betreuers und Konventionen deiner Fachrichtung. Zudem achtest du darauf, dass die Länge der einzelnen Kapitel ausgewogen ist. Mithilfe einer gut strukturierten Gliederung fällt das Schreiben viel leichter.

Ein weiteres Hilfsmittel, um den roten Faden nicht zu verlieren, ist die logische Argumentation. Überlege nach jedem Gedankengang, ob er ein logisches Resultat des vorhergehenden ist. Behalte außerdem die Forschungsfrage immer im Blickwinkel, um nicht vom Thema abzuschweifen.

Korrigieren und Formatieren

Zuletzt richtest du dein Augenmerk auf einige abschließende Arbeiten:

Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und andere sprachliche Missgeschicke sind ein wissenschaftliches No-Go. Sofern du den Text selbst korrigierst, solltest du zwischen Schreiben und Korrigieren einige Tage vergehen lassen. Auf diese Weise siehst du deine Fehler besser. Die besten Resultate erzielst du allerdings mit einem professionellen Lektorat für eine Bachelorarbeit.

Dieselbe Sorgfalt solltest du beim Formatieren walten lassen. Beachte die formalen Richtlinien deines Instituts und gestalte deinen Text diesbezüglich.

Mit einer strukturierten Vorgehensweise lassen sich beim Verfassen einer empirischen Bachelorarbeit viele Hindernisse meistern. Auch wenn es auf den ersten Blick schwierig anmutet:  Lass deinen Forschergeist walten und stürz dich ins Abenteuer – es lohnt sich!


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