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Erfolgreich die Bachelorarbeit schreiben

So bringst du dein Studium zu einem gelungenen Abschluss!

Die Bachelorarbeit ist der krönende Abschluss deines Studiums oder der Grundstein für den nächsten Schritt. Auch wenn im Studium schon einige Arbeiten geschrieben wurden, ist diese große schriftliche Aufgabe dennoch eine Herausforderung, der man sich stellen muss. Am besten gelingt das, wenn man sich so gut wie möglich organisiert und schon vor der Arbeit alle Schritte geplant hat.

 

Grundlegendes über die Bachelorarbeit

Mit der Bachelorarbeit wird das Bachelorstudium angeschlossen. Es ist meist die erste große, schriftliche Arbeit, die im Studium abgeschlossen werden muss. Von den 180 ECTS des Bachelor-Abschluss hat die Arbeit einen Anteil von 6 ECTS bis12 ECTS. Sie umfasst 20 bis 60 Seiten und wird in zwei bis vier Monaten angefertigt. Sie enthält mindestens:

  • das Deckblatt
  • ein Inhaltsverzeichnis
  • die Einleitung
  • den Hauptteil
  • den Schlussteil
  • ein Quellenverzeichnis
  • die eidesstattliche Erklärung

Der Weg zur Bachelorarbeit

1. Vorbereitung, Thema und Betreuer finden

Natürlich hängt das Thema stark vom Betreuer und seinen Schwerpunkten ab und hat sich vielleicht im vorhergehen Semester schon herauskristallisiert.   Manchmal wird eine Bachelor-Arbeit in einem Unternehmen geschrieben und sollte dann an dessen wissenschaftlichen Interessen ausgerichtet sein. 

2. Exposé schreiben und Zeitplan erstellen

Durch das Exposé ist der Fahrplan der Arbeit klar. Hier bekommt der Betreuer einen ersten Überblick über deine Arbeit inklusive Forschungsstand und Fragestellung, Material und Gliederung. Es umfasst drei bis fünf Seiten.

Der Zeitplan sollte nicht zu engagiert, sondern realistisch sein. Hierzu gehört auch das Einplanen von zeitlichen Pufferzonen. Mit Excel lässt sich ein solcher Plan recht leicht erstellen und muss dann nur noch eingehalten werden – letzteres stellt manchmal die größte Herausforderung dar und trainiert die Selbstdisziplin.

3.   Literaturrecherche

Ob es ausreichend Literatur zum Thema gibt, sollte ebenfalls im Voraus recherchiert werden. Es gibt verschiedene Methoden, um die passenden Bücher zu finden.

Das Schneeballprinzip:

Wenn du ein besonders gutes Buch zum Thema deiner Bachelorarbeit gefunden hast, kannst du anhand von dessen Literaturverweisen weitere, nützliche Quellen finden. Auch deren Quellenangaben bringen dich zu neuer Literatur. So arbeitest du dich durch die Verweise.

Die systematische Recherche:

Hierbei suchst du systematisch alles heraus, was mit deinem Thema zu tun hat, von Nachschlagewerken über die Suche in Bibliographien und die Recherche über neue Entwicklungen. Oft hilft dir schon die Online-Schlagwortsuche in der Bibliothek, doch auf sie solltest du dich nicht allein verlassen. Am besten mischst du die beiden Methoden, um auf eine breite Literatur verweisen zu können.

Falls die verfügbaren Exemplare eines Buches in der Unibibliothek bereits ausgeliehen sind oder schnell zurückgegeben werden müssen, weil jemand sie vorbestellt hat, besteht auch die Möglichkeit, die Werke gebracht zu kaufen. Das klappt ganz gut bei studibuch oder momox, wo du deine Bücher auch wieder verkaufen kannst, wenn du sie nicht mehr brauchst.

4.   Blockaden überwinden

Blockaden beim Schreiben wird es mit großer Wahrscheinlichkeit geben. Hier sind die persönlichen Skills gefragt, um sie überwinden zu können. Meistens kommen Schreibblockaden daher, dass man Angst hat, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein oder zu viele Fehler zu machen. Hier hilft es, sich immer kleine Teilschritte vorzunehmen und diese Schritt für Schritt abzuarbeiten. Auch autogenes Training oder Meditation helfen, sich geistig zu entspannen, während ausgleichender Sport die Gehirntätigkeit ebenfalls anregt und sich durch körperliche Anspannung der Geist entspannen kann. Ab und an eine Party hilft natürlich auch, doch in der Schreibphase sollte man es damit nicht übertreiben.

Die Arbeit muss nicht im ersten Durchgang perfekt sein!

5. Wissenschaftlich schreiben und Argumentieren

Die wissenschaftliche Ausdrucksweise ist das entscheidende Element einer Bachelorarbeit und unterscheidet Fachtexte von belletristischen oder journalistischen Texten. Beachte dies: Du musst in deiner Bachelorarbeit keine neuen, wissenschaftlichen Erkenntnisse haben, sondern sollst unter Beweis stellen, dass du zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Lage bist.

Wissenschaftlich zu arbeiten bedeutet zum Beispiel, niemals anhand seines Bauchgefühls zu argumentieren, sondern sich immer auf Fakten zu verlassen. Auch persönliche Wertungen haben in einer solchen Arbeit nichts zu suchen. Aus einem Sein folgt kein Sollen, das wäre ein naturalistischer Fehlschluss. Natürlich kannst du durch die Wahl des inhaltlichen Schwerpunktes deine Meinung untermauern, doch dem Leser kann zugetraut werden, selbst seine Schlüsse zu ziehen.

Wissenschaftlich zu schreiben bedeutet nicht, andauernd Fachwörter oder verschachtelte Sätze zu verwenden. Lass deine Sprache klar und verständlich sein und setze Fachbegriffe dort ein, wo sie einen Gegenstand am besten beschreiben.

6. Korrektur lesen lassen

Ohne zuverlässige Korrekturleser kommt man nicht weit. Damit sie es leichter haben, lässt man die Arbeit bereits einmal drucken, zum Beispiel bei Print Now, die Broschüren bereits ab einer Auflage von einem Stück drucken.  Frage am besten bei Kommilitonen, oder auch bei Freunden, die ebenfalls studiert haben, ob sie bereit sind, deine Arbeit zu lesen. Rechtschreibfehler oder logische Schwierigkeiten sollten an der Seite angestrichen werden.

7.   Korrektur und Abgabe inklusive Pufferzeit

Wenn die Arbeit von anderen gelesen wurde und die Anmerkungen verfasst sind, geht es an die letzte Fassung. Auch hier sollte wieder eine Pufferzeit eingeplant werden, denn am Ende kann die Aufregung noch einmal steigen. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, an dem man einfach ein Ende setzen muss. Theoretisch kann man eine Bachelorarbeit unendlich lange verbessern, doch zum Glück gibt es einen Abgabetermin und damit ein wohlverdientes Ende.

Ein Gastbeitrag von Anja Klein.


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