Finanzierungsmöglichkeiten im Studium

Studieren kostet Geld. Das nicht alle haben. Weil: Lernen anstatt arbeiten! Es gibt Abhilfe.

Geld im Studium

Das Deutsche Studentenwerk hat sich das in seiner 20. Sozialerhebung angeschaut und kommt zu folgendem Ergebnis: 794 Euro im Monat. Wenn du weg von Mama wohnst. Wie das kommt? Durchschnittlich so:Miete: 298 €, Ernährung:165 €, Klamotten: 52 €, Lernmittel: 30 € , Auto/öffentliche Verkehrsmittel: 82 €, Gesundheit: 66 €, Telefon/Internet/Rundfunk- und Fernsehgebühren: 33 €. Freizeit/Sport/ Kultur: 68 € .

Family-Guys

Jetzt Klartext in Sachen Eltern: Sie ‚müssen’ zahlen, laut Gesetz sind sie dazu verpflichtet, deine erste Ausbildung zu finanzieren. Bis zu 670 € Unterhalt sind für Nichtmehr- Zuhause-Wohner vorgesehen, abhängig vom Einkommen deiner Eltern. Voraussetzung: Du musst die Regelstudienzeit einhalten. Circa 87 Prozent der Eltern pampern hierzulande ihre studierenden Kinder – mit durchschnittlich 476 € pro Monat!

Wer kriegt Stipendien?

Du musst nicht Mr. & Mrs. Superstreber Brain sein! Stipendien bekommen nicht nur engagierte Hochbegabte – im Grunde kann sich jeder dafür bewerben. Denn viele Stiftungen vergeben ihre Förderung unabhängig von guten Noten. Auswahlkriterien können beispielsweise der Geburtsort, der Beruf der Eltern oder das Studienfach sein. Es lohnt, sich auch bei kleineren, eher unbekannten Stiftungen zu bewerben.

Was ist BaFöG?

BaFöG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Der Staat stellt finanzielle Mittel zur Verfügung, damit jeder unabhängig seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung machen oder ein Studium aufnehmen kann. Ob und wie viel Geld du bekommst, hängt von deiner finanziellen Situation und der deiner Eltern ab, außerdem davon, ob du noch zu Hause wohnst. Im August diesen Jahres wurde das BaFöG angehoben, jetzt unterstützt dich der Staat mit maximal 735 Euro pro Monat. 50 Prozent davon müssen unverzinst zurückgezahlt werden.

Bildungskredit Gibt’s auch:

Das Bildungskreditprogramm. Hilft ebenfalls bei der Ausbildungsfinanzierung, ergänzend bzw alternativ zum BAföG. Der Bildungskredit ist von deinem Einkommen und Vermögen oder dem deiner Eltern unabhängig. Deine finanzielle Situation wird vorher nicht durch eine Bonitätsprüfung abgecheckt. Der Bildungskredit wird monatlich im Voraus in gleich bleibenden Raten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausbezahlt. Du kannst klassischerweise monatliche Raten von 100 Euro, 200 Euro oder 300 Euro beantragen. Du zahlst ihn nach einer mit der ersten Auszahlung beginnenden Frist von 4 Jahren in monatlichen Raten von 120 Euro zurück.

Stipendien wofür?

Es gibt unzählige Arten von Stipendien. Gefördert werden z.B. ganz allgemein die Lebenshaltungskosten, Sprachkurse, Studiengebühren oder Praktika.

Wo gibt es Infos?

Sehr praktisch: stipendienlotse.de. Die Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit großer Datenbank und viel Hilfestellung. Oder: mystipendium.de Ein Projekt der Initiative für transparente Studienförderung, als Start-Up gestartet, heute (nach eigenen Angaben) Europas größte Stipendienplattform.


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