Welche Bachelor-Abschlüsse gibt es?

Vor deiner Studienwahl solltest du wissen, welchen Bachelor-Abschluss du eigentlich machst.

Bachelor-Abschlüsse im Überblick

Bachelor of Arts (B.A.)

Gesucht: Ich suche ein Studium mit Weitblick, in das ich meine Gabe analytisch zu denken und mein Interesse am Umgang mit Methoden, Texten und Theorien einbringen kann. Außerdem interessiere ich mich für Sprachen und für gesellschaftliche Themen. Später möchte ich im Medienbereich, in kulturellen oder beratenden Einrichtungen tätig sein. Ich weiß, dass ich schon früh mit Praktika anfangen muss, weil der B.A. mich nicht für einen konkreten Beruf qualifiziert.

Gefunden in: Kultur- und Sprachwissenschaften, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften. Der B.A. bietet eine vielfältige Palette an Auswahlmöglichkeiten wie zum ›Angewandte Sportpsychologie‹ oder ›Kommunikationsgestaltung‹. Grob gesagt umfasst er alles, was nichts mit Technik, Informatik, Naturwissenschaften, Jura und Ingenieurwesen zu tun hat.


Bachelor of fine Arts (B.f.A.)

Gesucht: Individualität, künstlerische Ausdrucksweise und ordentlich viel Kreativität. Wenn ich etwas richtig gut kann, dann ist es Malen, Zeichnen und Gestalten. Darum möchte ich mich auch in diesem Bereich weiterentwickeln und viel über Kunst und deren Geschichte lernen. Ich möchte nicht nur nach vorgegebenen Strukturen studieren, sondern auch meinen eigenen Stil ausbilden und formen. Später möchte ich auf jeden Fall mein Geld mit Kunst verdienen. Ich sehe mich als freischaffenden Künstler oder im Museum, Theater, auch in den Medien – Hauptsache Kunst.

Gefunden in: Bildender Kunst wie Bildhauerei und Malerei oder Medienkunst und Mediengestaltung. Wichtig: Abitur reicht oft nicht aus – die meisten Hochschulen verlangen als Einstellungstest eine Mappe mit Bildern und Werken des Bewerbers. Na dann: an die Pinsel - fertig - los!


Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Gesucht: Sichtbare Erfolgserlebnisse. Darum suche ich, technikbegeisterter und kreativer Abiturient, ein Studium, das absolut praxisbezogen und anwendungsorientiert ist. Ich interessiere mich für Entstehungsprozesse und Problemlösungen. Ich will Maschinen entwickeln, an sämtlichen Produktionsschritten beteiligt sein und später für die Instandhaltung meines Produktes sorgen. Ich verfüge über einen kühlen Kopf und behalte auch bei sehr komplexen Zusammenhängen immer den Überblick. Obwohl ich ein Tüftler bin, kann ich gut im Team arbeiten. Auch wenn ich mit BWL und Jura nicht viel am Hut habe, weiß ich, dass ich ein paar wirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse brauche.

Gefunden in: Allen naturwissenschaftlichen und technischen Studienfächern wie Maschinenbau, Mechatronik oder Chemieingenieurwesen. Was früher der Dipl.-Ing. war, ist heute der B.Eng. – meistens zumindest: Technische Hochschulen vergeben öfter einen B.Sc. für ein Fach, das an Fachhochschulen mit einem B.Eng. abschließt. Auch hier gilt: Informieren.


Bachelor of Education (B.Ed.)

Gesucht: Ein späterer Arbeitsplatz, der lebendig ist. Ich besitze die Gabe, anschaulich erklären und auch schwierige Inhalte vermitteln zu können. Außerdem kann ich gut mit Menschen, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Mir ist bewusst, dass ich als Lehrkraft auch mal ein Machtwort sprechen muss, aber das gehört dazu und ich traue mir das auch zu. Logisch weiß ich, dass das Arbeitspensum von der Fächerkombi abhängt.

Gefunden in: Lehramt für alle Schularten. Die Abschlüsse B.Ed. und M.Ed. wurden bundesweit angeglichen und sind mittlerweile nicht mehr bundeslandspezifisch. Ob die Entscheidung zugunsten zweier Hauptfächer oder eines Haupt- und Nebenfachs fällt, bleibt jedem selbst überlassen. Auch die Festlegung für eine Schulform kann erst im dritten oder vierten Semester getroffen werden. Für den Lehrerberuf ist ein Masterstudium zwingend, an das sich das Referendariat anschließt. Bedenke: Aufnahmeprüfungen für Fächer wie Sport, Musik und Kunst. Einzelne Fächerkombinationen bei Hochschulen erfragen.


Bachelor of Science (B.Sc.)

Gesucht: Zukünftiger Experte sucht Studium! Ich sehe mich später in einer Führungsposition in der Wirtschaft, auch als Mathematiker oder Physiker in einem großen Unternehmen. Ach ja, Informatiker wäre auch was für mich. Ich möchte etwas ›Handfestes‹ studieren – der Praxisbezug ist mir sehr wichtig. Bitte alles anbieten, was mit mathematischen Lösungsansätzen, physikalischen Grundgesetzen oder chemischen Verbindungen zu tun hat, gerne auch inklusive wirtschaftswissenschaftlicher Elemente.

Gefunden in: Bekannten Studiengängen wie Informatik, Mathematik, Physik, aber auch in Betriebswirtschaftslehre oder Bioinformatik. Kurzum: Die Auswahl ist ziemlich groß und beim B.Sc. findet sich alles, was mit Naturwissenschaften und Informatik verknüpft ist. Aber Vorsicht: Was an der einen Hochschule als B.Sc. angeboten wird, findet sich an der anderen als B.Eng. oder sogar als B.A. wieder, da die Studieninhalte der einzelnen Hochschulen unterschiedlich sind. Gut recherchieren!


Bachelor of Laws (LL.B.)

Bis heute wird in den Rechtswissenschaften am ›alten‹ System mit Staatsexamen als Abschlussprüfung festgehalten. Nur wenige Hochschulen bieten den LL.B., also einen Bachelorgrad für Juristen, an. Der Beruf des Richters oder Staatsanwalts ist ohne den Master nicht möglich, eine grundlegende Änderung an diesem Konzept ist nicht in Sicht. Aber: Die Wirtschaft sucht nach Einsteigern, die neben juristischem Grundwissen auch einen großen Teil wirtschaftswissenschaftlicher Inhalte erlernt haben.


Bachelor of Music (B.Mus.)

Das vierjährige Studium richtet sich an zukünftige Berufsmusiker, Musikpädagogen und -lehrer oder auch Tontechniker. Im Mittelpunkt: die individuelle Ausbildung des Studenten. Die Aufnahmekriterien für das Studium sind dementsprechend knackig. Ob der Berufsstart erfolgreich wird, hängt vor allem von der Wirtschaft und dem Können ab. Nur nicht unterjodeln lassen!


Bachelor of Musical Arts (B.M.A.)

Die Uni Mainz bietet im Studiengang ›Elementare Musikpädagogik‹ die Verbindung von künstlerischen und pädagogischen Elementen an. Denselben Titel verleiht andererseits beispielweise die Hochschule für Musik in Karlsruhe für acht Semester Operngesang. Auch bei der Bewerbung für solcherlei Studiengänge wird das Abiturzeugnis allein noch nicht reichen – in Eignungsprüfungen müssen die Hochschulanwärter vorher instrumentale Stücke improvisieren und in Aufnahmegesprächen ihre musikalische Vorbildung unter Beweis stellen.


Bachelor of Science in Information Technology (B.Sc.IT)

Dieser Abschluss in der Tasche bedeutet: Programmieren ist ein Kinderspiel, Software-Entwicklung ein Ponyhof und Datenbanken sind ein Gedankenhappen für zwischendurch. Hier gibt‘s alles zum Thema ›Informationstechnologie‹. Noch spezieller wird es dann schließlich beim Bachelor of Science in Unternehmens- und IT-Sicherheit, dessen Absolventen kompetent Schwachstellen von IT-Systemen analysieren können.

Beim Bachelor of Science in Nursing geht es dagegen viel menschlicher zu, denn der bildet fürs Pflegemanagement oder die Betreuung dauerhaft eingeschränkter Menschen aus. Mittlerweile bringt der Bachelor of Science in Midwifery auch akademisch qualifizierte Hebammen hervor. Wer öfter mal in die Luft geht, sollte sich unbedingt für den Bachelor of Science in Aviation Management einschreiben und alles über Luftverkehrswirtschaft lernen


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