@pexels.com / Eugene Chystiakov

Erfahrungsbericht - Wirtschaftsinformatik/ Geowissenschaften

Hier verraten erfahrene Studis: Was war im Studium anders, was besser und was genauso, wie sie es sich vorgestellt haben? Diesmal: Wirtschaftsinformatik & Geowissenschaften.

 

»Weniger nerdig und eigenverantwortlicher als gedacht«
Lorenz Bialas studiert im 4. Semester Wirtschaftsinformatik an der Georg Simon Ohm-Hochschule

»An meiner Hochschule baut alles auf viel Eigeninitiative und Eigenverantwortung auf: Ich kann sehr frei entscheiden, welche Kurse ich belege und welche nicht. Die Pflichtveranstaltungen sind überschaubar und eine Kontrolle über die während des Semesters erbrachten Leistungen und Hausaufgaben gibt es nicht. Das hatte ich so nicht erwartet. Umso wichtiger ist es, von Anfang an am Ball zu bleiben und vor allem die Lehrveranstaltungen zu besuchen  – nur abhängen und ab und zu mal in die Uni gehen, das funktioniert in meinem Studiengang definitiv nicht. Dafür muss ich mich zuhause auch nicht ›totlernen‹ – nur während der Prüfungsphase ist das Lernpensum höher, aber schaffbar. Was ich mir anders vorgestellt hatte, ist der PraxisAnteil: Ich dachte, wir programmieren viel mehr und lernen hauptsächlich durch die praktische Anwendung. Außerdem hatte ich befürchtet, meine Kommilitonen könnten reichlich nerdig sein, aber das ist überhaupt nicht der Fall – vielleicht liegt das auch daran, dass wir nicht nur IT lernen, sondern auch einen BWL-Anteil integriert haben. Alles in allem gab es für mich keine bösen Überraschungen oder große Enttäuschungen – wie gesagt: Das eigenverantwortliche Arbeiten ist die größte Herausforderung.«

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»Nach dem Grundstudium kommt der interessante Teil«
Sebastian Baumgärtel promoviert in Ingenieursgeologie nach seinem  Studium im Fach Geowissenschaften an der FAU Erlangen-Nürnberg

»Ich habe mich aufgrund meiner Interessen  für ein Studium im Fach Geowissenschaften entschieden. Mit 120 Studierenden waren wir ein vergleichsweise kleiner Studiengang. Anders als erwartet herrschte dadurch eine sehr persönliche und familiäre Atmosphäre. Besonders begeistert hat mich, dass sich unsere Fachschaft so engagiert: Die Mitarbeiter haben sich super um die Studierenden gekümmert und hatten für jeden immer ein offenes Ohr. Das hatte ich nicht erwartet, denn meine älteren Freunde haben mir vor Beginn meines Studiums von riesigen Hörsälen mit etlichen Zuhörern und einem anonymen Studentendasein erzählt. In den ersten zwei Semestern musste ich mich etwas durchkämpfen, denn Mathe war noch nie meine Stärke. Auch die Grundlagen in anderen naturwissenschaftlichen Fächern waren anfangs etwas trocken, doch nach dem Grundstudium kam der interessante Teil. Bei den Schwerpunkten, die ab dem vierten Semester gewählt werden können, ist wirklich für jeden etwas dabei. Ein Studium im Fach Geowissenschaften wird oft unterschätzt, denn es geht um viel mehr als nur um Steine: Wenn du gerne Zeit in der Natur verbringst und Spaß daran hast, dich mit aktuellen Themen sowie mit der Geschichte der Erde zu befassen, ist dieser Studiengang definitiv etwas für dich.« 
  


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