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Erfahrungsberichte - Soziale Arbeit/ Kommunikationsdesign

ANDERS-BESSER-GLEICH?

Diesmal in ›Anders – Besser – Gleich‹: Studenten reden Klartext über ihr Studium. Ob Soziale Arbeit oder Design – beides für dich gecheckt. Los geht’s

 

Lernen, wer ich bin
Corina setzte nach ihrem Bachelor in Soziale Arbeit noch einen Master in Abenteuer- und Erlebnispädagogik drauf.

»Als ich mein FH-Studium der Sozialen Arbeit begann, hatte ich mir vor allem eines gewünscht: Praxis. Nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr hatte ich Lust auf die Arbeit mit Menschen. Dass das Studium dann doch sehr theorielastig ist, war mir vorher nicht bewusst. Während des Studiums wurde mir außerdem klar, welche große Spannbreite eigentlich abgedeckt wird: Mit einem Bachelor in Sozialer Arbeit können Absolventen von der Arbeit mit Kindern bis zu menschenfernen Verwaltungsaufgaben im Arbeitsamt sehr unterschiedliche Berufe ergreifen. Das macht die Inhalte zum Teil etwas unspezifisch, dafür stehen einem danach viele Wege offen. Positiv überrascht hat mich, dass wir zwar nicht mit Menschen, aber am Menschen – nämlich uns selbst – gearbeitet haben. Soziale Arbeit hat mir dabei geholfen, mich selbst kennenzulernen und meinen Umgang mit anderen Menschen reflektieren zu können. Die eigene Persönlichkeit spielt besonders im pädagogischen Bereich eine wichtige Rolle – hierfür hat mich das Studium sehr gut vorbereitet. Was voll meinen Erwartungen entsprach, war die Art und Weise, wie das Studium aufgebaut war. Ich hatte viele Entscheidungsfreiheiten, etwa welche Schwerpunkte ich setze. Dabei war ich nicht an ein vordefiniertes System gebunden. Zudem war das projektbasierte Arbeiten, also das Planen und Analysieren von eigenen Projekten, ein fester Bestandteil des Studiums.« 

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Mehr als Zeichnen
Elisa studiert Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Kampagnendesign an der Fachhochschule Aachen.  

»Wir malen im Studium nicht nur, sondern lernen die Grundkenntnisse der Gestaltung: Einsatz von Farben und Formen, Bedienung der Kamera, Auswahl der passenden Schrift, Gestaltung von Webseiten sowie die Basics in den Adobe-Programmen. Wichtig ist, dass jeder Studierende immer am Ball bleibt, denn wir müssen stetig zeigen, was wir erarbeitet haben: Jede Woche präsentieren wir den aktuellen Stand unseren Dozenten und bekommen Feedback. Daran musste ich mich erst gewöhnen, aber ich habe gelernt, Kritik positiv für mich zu nutzen. Denn unser Ziel ist es immer, mit unserem Design einem Produkt Aufmerksamtkeit zu schenken. Mein Tipp: Nimm die Kritik nicht persönlich, sondern sehe sie als Entwicklungsprozess. Zwei Dinge haben mich besonders positiv überrascht. Zum einen die geringe Kursgröße. So ergibt sich ein gutes, hilfsbereites Miteinander – auch mit den Dozenten. Zum anderen der große Praxisbezug. Es gibt immer wieder Projekte für reelle Kunden und Kampagnen, das bereitet uns gut auf das spätere Arbeitsleben vor. Was ich gar nicht erwartet hatte, war die inhaltliche Bandbreite von Logodesign bis bin zu Interaktivem Design. Nach und nach können wir uns immer weiter spezialisieren. Zudem profitieren wir vom interdisziplinären Austausch mit den Produktdesign-Studenten – das bringt neue Blickwinkel und Ideen in gemeinsamen Projekten hervor. Designstudenten sollten auf jeden Fall kreativ sein und sich in andere Menschen hineinversetzen können. Außerdem ist ein gewisses Interesse am medialen Bereich und den aktuellen Trends von Vorteil.« 
 


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