Foto: Markus Spiske/Unsplash

Informatikstudium - Erfahrungsberichte

Jonas und Nils studieren (Wirtschafts-)Informatik. In ›anders besser gleich‹ verraten sie: Ist das Studium wie erhofft? Dazu ihre Tipps, was sie beachten würden, hätten sie damals schon gewusst, was sie heute wissen. Und bitte:

 

»Vom ersten Semester an mitlernen!«

So sieht Christina Burdack, (20), 5. Semester Medieninformatik, das:

»In meinem Studium der Medieninformatik lerne ich die Grundlagen der Informatik mit den Schwerpunkten Mensch-Maschine-Interaktion, Verarbeitung von Audio, Video und Bild- sowie Computergrafik. Das finde ich besonders cool, da ich im Studium schon Einblicke in Arbeitsfelder bekomme, die mich besonders interessieren, später jedoch die Möglichkeit habe, auch in vielen anderen Bereichen der Informatik zu arbeiten. Man sollte sich allerdings darüber im klaren sein, dass es ein Informatik-Studium ist und man programmieren wird. Wer davon träumt, in der Medienbranche zu arbeiten und deswegen ‚Irgendwas-mit-Medien’ studieren möchte, ist hier eher falsch aufgehoben. Mein Rat an euch ist, vom ersten Semester an mitzulernen, die Grundlagenfächer nicht ewig vor euch herzuschieben und euch neben der Wahl des Studienfaches auch die Unterschiede an verschiedenen Hochschulen anzuschauen - denn das kann sehr viel ausmachen!«


Erkenntnisse und Anregungen von Nils Schuberth, (24), 6.Semester Informatik:

»Vor Beginn des Studiums stellte ich mir vor allem die Frage, ob ich den mathematischen Anforderungen gewachsen sein würde. Heute bin ich froh, diesen Weg gegangen zu sein, auch wenn der Arbeitsaufwand nicht zu unterschätzen ist. Man ist gut beraten sich über die Lerninhalte hinaus und unabhängig vom Studium in neue Themengebiete einzuarbeiten. Kontinuierliches Lernen und Aufarbeiten des Stoffs sollte man sich früh angewöhnen, da es in den meisten Modulen wenig gibt, das man mal so im Vorübergehen auswendig lernen und in der Prüfung runterbeten kann. Ein Platz als Werksstudent kann helfen frühzeitig praktische Erfahrung zu sammeln und die persönlichen Vorlieben auszuloten. Deshalb würde ich mich aus heutiger Sicht spätestens nach dem Grundstudium um eine Werksstudentenstelle bewerben.«


…und so sieht Jonas Csoboth, (26), 7. Semester Wirtschaftsinformatik, das:

»Vor Beginn meines Studiums dachte ich: ›Das wird chillig!‹ Relativ schnell musste ich allerdings feststellen, dass ich Studieren total unterschätzt hatte. Ein Studium bedeutet, dass du in erster Linie auf dich allein gestellt bist. Niemand nimmt dich an die Hand und gibt dir alle Infos die du brauchst, sagt dir wann du anfangen sollst zu lernen, keiner bestraft dich fürs Heute-lieber-Zuhause-bleiben oder erinnert dich an irgendwelche Fristen. Dementsprechend hart ist die Landung auf dem Boden der Tatsachen. Und noch härter ist es, alles aufzuholen, was man verschlafen hat. Auch wenn ich es dann doch gut hinbekommen habe, heute würde ich ein Studium anders angehen. Vorab über alles informieren, höhere Semester oder die Fachschaft um Hilfe bitten, ein eigenes Zeitmanagement festlegen, und so weiter. Wenn man sich an diese ›Studi-Basics‹ hält, so kann man trotzdem die entspannteste Zeit seines Lebens haben.«


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