Foto: Jonathan Francisca/unsplash

Klischee oder Wahrheit: Bank und Versicherung

NICHTS ALS DIE WAHRHEIT

Unsere Klischee-Wahrheit-Checks. Diesmal: Bank und Versicherung

Bank: 

Klischee

Trocken, trockener, Bank! Zugeknöpft im unbequemen Anzug oder Kostüm steht der*die typische Bankangestellte hinterm Tresen, hilft Rentner*innen bei Überweisungen, zahlt Geld ein oder aus. Die Abläufe sind immer dieselben – Vielseitigkeit ist unauffindbar. Während der Ausbildung schauen die Azubis ihren erfahrenen Kolleg*innen über die Schulter. Wenn sie selbst mal ran dürfen, halten sie meistens den ganzen Betrieb auf, denn Selbstständigkeit und Eigeninitiative wird in der Bank nicht gelehrt.

Wahrheit

Katharina Seebauer ist Kundenbetreuerin bei der Targobank

»Bereits zu Beginn meiner Ausbildung durfte ich den Kunden bei Überweisungen helfen und später eigenständig Termine übernehmen. Heute berate ich unsere Kunden zu den verschiedensten Anliegen: Dabei geht es etwa um die Finanzierung eines Jetskis oder eine medizinische Behandlung von zwei kranken Hausgänsen. Der Alltag ist nicht einseitig. Ich bin mir sicher, dass auch die nächsten Jahre noch vieles zu bieten haben.«


Versicherung:

Klischee

In Versicherungen läuft der Alltag üblicherweise so ab: Der Kaufmann*Die Kauffrau für Versicherungen sitzt den lieben langen Tag am Telefon, erzählt Leuten die Geschichte vom Pferd und versucht so, den Zuhörer*innen Versicherungen aufzudrängen, die sie gar nicht brauchen. Die einzige Abwechslung bietet die Prüfung von Anträgen und die Arbeit mit Kundendaten – auch nicht gerade spannend. Azubis lernen zwar mehrere Abteilungen kennen, sind nach ihrer Ausbildung aber trotzdem in einer Position angewurzelt und kommen da schwer wieder raus. Abwechlung gleich null. Weiterbildung gibt es ebenso wenig wie ein internationales Umfeld. Sowieso ist die Versicherungsbranche ja ein öder, trockener und eintöniger Arbeitsbereich.

Wahrheit

Tim Winkelmann, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei Universa Versicherungen

»Ein guter Versicherungskaufmann tauscht sich permanent mit seinem Kunden aus. Dabei geht es nicht darum, unnötige Versicherungen zu verkaufen, sondern sich von der aktuellen Lebenssituation oder dem aktuellen Risikoprofil ein Bild zu machen. Nur wer seinen Kunden versteht, kann die passenden Lösungen anbieten. Hier helfen zahlreiche Fortbildungen, die es ermöglichen, über den Tellerrand hinauszublicken. Denn kein Kunde ist wie der andere. Das macht den  Beruf vielseitig und spannend. Es ist wichtig, dass auch Azubis diese Denk- und Arbeitsweise verinnerlichen und dabei ihre eigene Kreativität einfließen lassen.«


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