Musik studieren - das sollten Interessenten mitbringen

Das musikalische Talent oder Interesse in diese künstlerische Richtung zum Beruf machen, ist in verschiedenen Aufgabenbereichen möglich. Musikpädagogik oder Musikproduktion als Studium sind zwei von ihnen. Wer möchte, kann sich musikalisch auch mit einem Fernstudium weiterbilden, um beispielsweise mehr zu Musikinstrumenten zu erlernen oder sein theoretisches Basiswissen zu verbessern.

Musik studieren
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Musikalische Berufschancen: es gibt unzählige Möglichkeiten

Das Fach „Musik“ bietet unzählige Lerninhalte und Spezialisierungsmöglichkeiten. Abhängig davon, ob ein Master Studiengang oder ein Anfänger-Kurs belegt werden soll, sind die Zugangsvoraussetzungen variabel. Ebenso vielseitig wie die Tonleiter und Instrumente sind auch die Betätigungsfelder rund um das Studienfach „Musik“.

Musikalisches Fachwissen ist beispielsweise nicht gefordert, wenn es um einen Anfängerkurs geht. Möchten die Kursteilnehmer allerdings fortgeschrittene Lerninhalte nutzen, wird zumindest eine instrumentale Grundfertigkeit vorausgesetzt. Das bedeutet, Schlagmuster oder Grundakkorde sollten beim selbstgespielten Instrument (beispielsweise Gitarre, Klavier oder Schlagzeug) sitzen.

Kindererzieher beispielsweise sollten musikalisches Grundverständnis mitbringen, denn dies ist bei der kindlichen Förderung in Krippe, Kindergarten oder Vorschule besonders wichtig. Wer als Musiklehrer ins Berufsleben einsteigen möchte, benötigt natürlich deutlich mehr Musikkenntnis und spielt sogar ein Instrument. Ein Digitalpiano ist ein besonders einfacher Einstieg, denn es ist deutlich platzsparender als ein akustisches Klavier.

Musikpädagogik: das sollten Musik-Studierende mitbringen

Mit dem Studium der Musikpädagogik stehen verschiedene berufliche Werte ginge offen. Vermittelt werden nicht nur theoretische, sondern auch praktische Kenntnisse zu Instrumenten, Musikstilen und der Musikgeschichte. Lerninhalte eines Musikpädagogik-Studiums sind beispielsweise:

  • Musikvermittlung
  • Rhythmik
  • Musikpsychologie

Hinzu kommen auch Lerninhalte wie Fachdidaktik oder Sprecherziehung. Damit das Studium der Musikpädagogik zum Erfolg wird, sollten Studierende bereits einige wichtige Grundvoraussetzungen mitbringen. Neben den klassischen Zugangsvoraussetzungen (beispielsweise abgeschlossene Hochschulreife und Lebenslauf) sind natürlich auch musikalische Kenntnisse interessant.

Abhängig vom gewählten Studiengang müssen die Bewerber beispielsweise Fähigkeiten beim Spielen eines oder mehrerer Instrumente nachweisen. Hinzu kommen weitere Anforderungen, die abhängig vom Bildungsträger definiert werden können. Solche Anforderungen sind beispielsweise:

  • Konzertkritiken erstellen
  • Zuordnung von Musikstücken in einem Bewerbungsgespräch

Während viele Bewerber in anderen Berufen Probleme mit der Rechtschreibung haben und deshalb häufig durchfallen (im Polizeiberuf beispielsweise), fehlt es den Bewerbern musikalischer Studiengänge häufig an Übung, wenn es um das Spielen von Instrumenten geht. Wer sich optimal auf seine Bewerbung und das Vorführen seiner spielerischen Fähigkeiten vorbereiten möchte, sollte bereits im Vorfeld üben.

Musikwissenschaften als Studienfach

Es gibt an der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg auch die Möglichkeit, Musikwissenschaften zu studieren. Hierbei geht es weniger um Pädagogik, sondern vielmehr um die Musikgeschichte und Forschung selbst. Studierende erhalten Einblick in die einzelnen Musikepochen und können als Absolventen in unterschiedliche Berufsfelder gehen. Hierzu gehören beispielsweise Kulturmanagement sowie die Musikvermittlung, welche durch Mitarbeiter bei Kulturämtern, in Opern, im Künstlermanagement und anderen Bereichen möglich ist. Denkbar ist durch das Studium der Musikwissenschaft auch eine Anstellung im Verlagswesen, beispielsweise als Musikjournalist oder in redaktioneller Arbeit beim Funk und Fernsehen.

Ein Musikinstrument spielen: die besten Lerntipps

Einige Studien zeigen, dass die musikalische Früherziehung bei Kindern viele positive Auswirkungen haben kann. Sie fördert beispielsweise:

  • Intelligenz
  • Kreativität
  • Sprachgefühl

Auch durch die Bundesregierung wurde dies mit der Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ bereits gefördert. Nicht jedes Kind hat allerdings bereits in jungen Jahren damit begonnen, ein Instrument zu spielen. Dennoch ist es möglich, sich mit musikalischem Interesse und Begabung für einen Studiengang rund um die Musik zu bewerben. Dafür wird häufig die Spielfähigkeit von mehr als einem Instrument verlangt. Mit den richtigen Tipps ist es gar nicht so schwer, beispielsweise Klavier, Gitarre, Flöte oder andere Instrumente zu erlernen.

Ein Instrument erlernen: der Einstieg

Wer völlig neues musikalisches und instrumentales Terrain für sich entdecken möchte, sollte sich zunächst mit den Grundlagen vertraut machen. Bei dem Klavier sind es beispielsweise die Anordnung der Tasten, bei der Gitarre die einzelnen Saiten.

Zunächst reicht häufig schon probieren ohne Notenblätter oder gar ein vollständiges Musikstück aus. Einfach mal beim Klavier in die Tasten hauen oder an den Saiten der Gitarre zupfen. Um später jedoch ganze Stücke spielen zu können, ist auch die Notenlehre besonders wichtig. Wer gar keine Kenntnisse in diesem Bereich hat, muss natürlich erst einmal lernen, wie der Bass- und/oder Violinenschlüssel aussieht, welche Noten daraus resultieren und vieles mehr.

Übung in Tagesablauf einbauen

Theoretisches Musikwissen ist noch lange keine Praxis. Um ein Instrument zu erlernen, sind tägliche Übungsstunden am besten. Anfänger liegen dabei häufig einen enormen Ehrgeiz an den Tag, verlieren aber schnell die Lust, wenn es vielleicht nicht ganz so gut klappt wie erhofft. Deshalb gilt: Gerade am Anfang ist weniger Übungszeit mehr. 10-15 Minuten reichen völlig aus, um das theoretische Wissen zur Notenlehre und dem Musikinstrument selbst in der Praxis zu probieren.

Ein Beitrag unseres externen Autors Felix Bertram.


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