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Faktenwissen: Was ist MINT?

MINT? Nie gehört? Was es ist, warum es wichtig ist, was du können solltest: dein kleiner Spickzettel für zwischendurch.

MINT-Fächer

Was ist das? Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese vier Felder sind eng vernetzt: Informatik ohne Mathe geht nicht, technische Errungenschaften ohne naturwissenschaftliche Erkenntnisse auch nicht und so weiter. Deshalb haben sie ihr eigenes Kürzel: MINT.

Zukunftsträchtig? Ja, weil die Wirtschaft für MINT-Fachbereiche dringend Nachwuchskräfte sucht. Genauer? Im Februar 2016 waren ca. 161.000 MINT-Stellen unbesetzt: Das ist die MINT-Fachkräftelücke.

Variabel? Unbedingt! Die Grenzen zwischen den Fachbereichen sind fließend. Heißt für dich: Mit einer MINT-Ausbildung bist du nicht dauerhaft auf einen bestimmten Job festgelegt.

Nur für Genies? Es ist hilfreich, mit Mathe, Physik & Co. nicht auf Kriegsfuß zu stehen. Was nicht heißt eins mit Stern im Zeugnis, sondern Interesse an einer analytischen Herangehensweise und Denkart. In der Praxis zählen Kreativität, Sorgfalt und die Begeisterung, abstrakte Formeln in konkrete Anwendungen zu übersetzen, genauso.

Nur für die Harten? Sagen wir mal so: Für die Mathe-Chemie-Physik-Asse ist MINT studieren von Anfang an kein Problem. Für den zweifelnden ›Normalfall‹ (»Naja, ganz ok, ich bin so zwischen zwei und drei, aber ich weiß nicht, ob ich das ewig weiterlernen möchte«) gilt: Gerade in den ersten Semestern kann das Studium hart sein,  aber Vorteil: Du merkst schnell, ob du klarkommst. Und wenn du klarkommst, dann bleibt das auch für den Rest deines Bachelors so. Für alle anderen gilt: Besser probiert als gleich »Nein« gesagt.

Technik

Damit sind in erster Linie die Ingenieurwissenschaften gemeint. Teppichböden, die Stürze erkennen und Alarm auslösen, Autos, die miteinander kommunizieren, Nagellack, der wochenlang hält – nur drei von tausenden Beispielen, die zeigen, wie alles zusammenhängt: Mathematische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse bilden die Basis, die IT liefert die Anwendbarkeit und die Ingenieure basteln an der Umsetzung. Und nicht nur die: Heizungs- und Lüftungstechniker, Verfahrenstechniker, Mechatroniker oder Nanotechnologen sind ebenfalls dabei.

Mathe

Klar, zum Dönerkaufen und Wechselgeld ausrechnen brauchst du keine Stochastik. Grundsätzlich aber sieht’s so aus: Jede neue Idee, ob und wie sie funktioniert, muss erst mal berechnet werden. Und das geht nur mit Mathe. Ob Marsmission oder Möbeldesign, ob Versicher­ungslogik oder Cloud Computing, ob sichere Flieger oder Wolkenkratzer: Mathe inside!

Naturwissenschaften

Bio, Chemie und Physik sind keine separierten Wissenschaften mehr, die nur ihr eigenes Fachgebiet beäugen. Im Gegenteil, es gibt 'ne Menge Schnittstellen zu benachbarten Bereichen wie Medizin oder Informatik: Krankheitserkennung und -behandlung, Lebensmittelherstellung oder die Entwicklung neuer Speichermedien.

Informatik

Angewandte Informatik ist mega-wichtig, sie steckt einfach überall drin und kommt dank Digitalisierung und Internet der Dinge immer mehr im Alltag an. Informatiker sind mittlerweile hochgefragt, der Arbeitsmarkt leergefegt und das Studium für viele entsprechend verlockend, weil spannende und anwendbare Inhalte plus richtig gute Jobaussichten. Mehr Infos deshalb auf den Seiten 18/19.


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