Foto: Bill Oxford/Unsplash

Alles was du über das Jura-Studium wissen solltest!

Better call Saul für Anfänger: Wissenswertes rund ums Jura-Studium

Was heißt das?
›Jura‹ heißt offiziell Rechtswissenschaften. Im Studium lernst du zum Beispiel das Handwerkszeug, um mit Paragraphen, Verträgen und Gesetzen zu arbeiten sowie Konflikte zu lösen beziehungsweise vorzubeugen. Es geht also um jede Form von Regeln für das gemeinsame Miteinander.

Was ist das? 
Das Studium für Richter und Anwälte in spe. Dein angestrebter Abschluss ist das Staatsexamen, die Basis für Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt. Auch ein Bachelor und Master sind möglich, häufig in Kombination mit Wirtschaft. Damit wirst du kein Richter oder Anwalt, sondern arbeitest z.B. in der Rechtsberatung.

Spannend für wen?
Gernelerner! Lesen, lernen, lesen, reproduzieren und verstehen – da schlägt dein Herz höher?  Bingo. Man sagt: Ein inzwischen emeritierter Jura-Professor hat grob überschlagen, dass sich Studenten im Laufe ihres Studiums im Minimum etwa 20.000 Seiten an Literatur zu Gemüte führen müssen.

Wo studiert man das?
Klassischerweise an der Uni. Nur dort kannst du über Grund- und Hauptstudium erstes und zweites Staatsexamen machen – die Voraussetzung für  Anwalt, Richter & Co. Alternativen: Ein Jurastudium kannst du auch mit einem Bachelor of Laws (LL.B.) oder Master of Laws (LL.M.) abschließen, und zwar an einer Uni, einer FH oder dual. Richter oder Anwalt ist dann zwar nix, doch: die freie Wirtschaft ruft! Und: Auch an ausgewählten Privathochschulen kannst du Rechtswissenschaften studieren.

Was lernt man?
Im Grundstudium, meist vier Semester, lernst du die Basis der verschiedenen Rechtsgebiete: Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht, Strafrecht. Im Hauptstudium geht es an Vertiefungen dieser Gebiete und Spezialisierungen wie Familien-, Arbeits- oder Erbrecht.

Wie viele studieren das?
In Deutschland gab es – an 32 juristischen Fakultäten und sechs juristischen Fachhochschulen – im August 2015 circa 126.000 Jura-Studenten

Wo arbeitet man?
In großen, internationalen oder kleineren Kanzleien; viele Kanzleien spezialisieren sich außerdem auf einige Rechtsgebiete. Oder selbstständig als Anwalt mit eigener Kanzlei. Im Staatsdienst als Richter oder Staatsanwalt. Oder bei großen Unternehmen mit Rechtsabteilungen.

Jobgarantie?
Momentan schwierig, da die Anforderungen an Jura-Absolventen hoch sind. Häufig werden Prädikatsexamen (Abschluss mit neun bis zwölf Punkten) erwartet, die allerdings die wenigsten Studierenden erreichen. Durch gesellschaftliche Veränderungen erweitern sich aber zahlreiche Einsatzbereiche für Juristen, die Anforderungen sind momentan ebenfalls im Umbruch. Daher: Verlass dich auf deine Leidenschaft, wenn dein Herz für die Rechtssprechung schlägt.

Was wird man?
Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt, Notar oder Rechtsberater.


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