Schnelles Wissen: Jura-Studium

Alles rund um das Thema Jura

Grafik von zwei Figuren

Was bedeutet Jura?

›Jura‹ heißt offiziell Rechtswissenschaften. Im Studium lernst du zum Beispiel das Handwerkszeug, um mit Paragraphen, Verträgen und Gesetzen zu arbeiten sowie Konflikte zu lösen beziehungsweise vorzubeugen. Es geht also um jede Form von Regeln für das gemeinsame Miteinander.

Was ist das?

Das Studium für Richter und Anwälte in spe. Dein angestrebter Abschluss ist das Staatsexamen, die Basis für Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt. Auch ein Bachelor und Master sind möglich, häufig in Kombination mit Wirtschaft. Damit wirst du kein Richter oder Anwalt, sondern arbeitest z.B. in der Rechtsberatung.

Für wen ist Jura spannend?

Gernelerner! Lesen, lernen, lesen, reproduzieren und verstehen – da schlägt dein Herz höher? Bingo. Man sagt: Ein inzwischen emeritierter Jura-Professor hat grob überschlagen, dass sich Studenten im Laufe ihres Studiums im Minimum etwa 20.000 Seiten an Literatur zu Gemüte führen müssen.

Was lernt man im Jura-Studium?

Im Grundstudium, meist vier Semester, lernst du die Basis der verschiedenen Rechtsgebiete: Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht, Strafrecht. Im Hauptstudium geht es dann an die Vertiefungen dieser Gebiete und Spezialisierungen wie Familien-, Arbeits- oder Erbrecht. Illustrationen: leremy/fotolia.com Was bringt das?

Was wird man nach dem Jura-Studium?

Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt, Notar oder Rechtsberater.

Hast man eine Jobgarantie als Jurist?

Momentan schwierig, da die Anforderungen an Jura-Absolventen hoch sind. Häufig werden Prädikatsexamen (Abschluss mit neun bis zwölf Punkten) erwartet, die allerdings die wenigsten Studierenden erreichen. Durch gesellschaftliche Veränderungen erweitern sich aber zahlreiche Einsatzbereiche für Juristen, die Anfoderungen sind momentan ebenfalls im Umbruch. Daher: Verlass dich auf deine Leidenschaft, wenn dein Herz für die Rechtssprechung schlägt.

Wo arbeitet man als Jurist?

In großen, internationalen oder kleineren Kanzleien; viele Kanzleien spezialisieren sich außerdem auf einige Rechtsgebiete. Oder selbstständig als Anwalt mit eigener Kanzlei. Im Staatsdienst als Richter oder Staatsanwalt. Oder bei großen Unternehmen mit Rechtsabteilungen.

Wo Jura studieren?

Klassischerweise an der Uni. Nur dort kannst du über Grund- und Hauptstudium erstes und zweites Staatsexamen machen – die Voraussetzung für Anwalt, Richter & Co. Alternativen: Ein Jurastudium kannst du auch mit einem Bachelor of Laws (LL.B.) oder Master of Laws (LL.M.) abschließen, und zwar an einer Uni, einer FH oder dual. Richter oder Anwalt ist dann zwar nix, doch: die freie Wirtschaft ruft! Und: Auch an ausgewählten Privathochschulen kannst du Rechtwissenschaften studieren.

Wie viele studieren Jura?

In Deutschland gab es – an 32 juristischen Fakultäten und sechs juristischen Fachhochschulen – im August 2015 circa 126.000 Studenten der Rechtswissenschaften. Das sind etwa fünf Prozent aller Studenten.

Checkliste: Steckt ein Jurist in dir?

Du hast Interesse an rechtlichen Fragestellungen. Books, please! Du liest gern und magst Textarbeit! Du hast Spaß an präzisester Textauslegung. Ein sehr spezifischer und differenzierter Umgang mit Sprache sind dein Ding. Analytisches Denken? Volltreffer! Hohes Abstraktionsvermögen? Ebenso! Ohne viel (auswendig) lernen kein Jura! Du hast kein Problem damit, dass du viel mit Unfrieden, Streitigkeiten und der ›dunklen Seite‹ der Gesellschaft konfrontiert bist.


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