Staatliche Berufe

Berufseinstieg beim Staat. Ausbildung und Studium im öffentlichen Dienst

Wie läuft der Berufseinstieg?

Du absolvierst in der Regel ein dreijähriges Studium (gehobener Dienst). Normalerweise entscheidet man sich frühzeitig für ein Beamtenverhältnis, absolviert einen zweijährigen Vorbereitungsdienst, wird dann für mindestens zwei Jahre auf Probe eingestellt und wenn alles passt zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Das heißt dann auch: du hast keinen Arbeitsvertrag, kannst also nicht kündigen. Würdest du vom Staatsdienst wegwollen, müsstest du deine Entlassung beantragen. Im Gegenzug kannst du auch nicht gegen deinen Willen entlassen werden.

Wie geht das?

Grundsätzlich sind Ausbildung und Studium im öffentlichen Dienst dual. Sie verbinden also theoretische Lehrgänge an Verwaltungsschulen oder Fachhochschulen mit konkreter Arbeitspraxis in einer Behörde.

Hast du ein Beispiel?

Nicht nur eins! Du kannst an der Hochschule der Deutschen Bundesbank das dreijährige duale Bachelorstudium „Central Banking“ belegen und wirst Beamter im gehobenen Staatsdienst. Oder du studierst bei der Bundeswehr: Entweder zum nicht-technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung – dafür machst du ein Studium bei der Hochschule des Bundes. Oder du willst offizierstechnisch in der „Truppe“ einsteigen – dann wartet die Universität der Bundeswehr in München oder Hamburg auf dich. Oder du studierst „Arbeitsmanagement“ an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit.

Was gibt's da für Sparten?

Nichttechnischen Dienst und technischen Dienst. Nichttechnischer Dienst ist z.B. Verwaltungsarbeit, aber auch Polizei- und Justizvollzug. Technischer Dienst sind z.B. Ingenieure, Mechatroniker, Naturwissenschaftler, aber auch Feuerwehrleute.

Was gibt’s denn da für Jobs? Die Bandbreite ist riesig: Öffentliche Verwaltung, Jobs in der Energieversorgung, der Wissenschaft, Bildung und Forschung, Gesundheit, bei Vereinen, Verbänden und Stiftungen, bei Landes- und Bundesbanken oder Versicherungen. Vom Kanalarbeiter bis zum Nuklearmediziner, von der Erzieherin über den Bundeswehr-Offizier bis hin zum Staatssekretär im Finanzministerium ist alles dabei.

Wie kann man beim Staat studieren?

Die meisten Studiengänge, die in den öffentlichen Dienst beim Bund, im Landesdienst oder in der Kommunalverwaltung führen, werden an den Hochschulen des Bundes und der Länder für öffentliche Verwaltung angeboten.«

Was ist gut am Staatsdienst?

Krisensicher, unkündbar und vernünftig bezahlt. Plus sicherer und hoher Rente.

Welcher Dienst?

Mit Fachabi oder Abi startest du im gehobenen Dienst (im Bereich nichttechnischer Dienst). Für den technischen Dienst im gehobenen Dienst brauchst du ein abgeschlossenes Studium. Kommt also erst später in Frage, das Studium kannst du beim Staat absolvieren.

Ist man automatisch Beamter?

Nein, es gibt Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst. Beamter wirst du außerdem erst nach einer „Test“-Phase.

Was genau heißt „öffentlicher Dienst“?

Staatsdiener und Auge des Gesetzes: Du übernimmst die Aufgaben des Staates (drum sagt man auch “Staatsdienst”), führst Gesetze aus oder überwachst, dass sie eingehalten werden.


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