Du hast Fragen zum Thema BAföG? Wir haben die Antworten. Foto: @blankerwahnsinn/unsplash

Acht Antworten auf Fragen zum Thema BAföG

BAföG verstehen leicht gemacht: Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk beantwortet die 8 brennensten Fragen zum Thema BAföG

1. Habe ich Anrecht auf die staatliche Förderung BAföG?

Studierende im Vollzeitstudium an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Wer zum BA-Studienbeginn maximal 30, zum MA-Studienbeginn maximal 35 Jahre alt ist.

2. Wann muss ich BAföG beantragen?

BAföG erhältst  du mit Studienbeginn ab dem Monat der Antragstellung. Wer also ab Oktober an einer Uni studiert, muss spätestens in diesem Monat seinen BAföG-Antrag stellen, um für Oktober noch BAföG zu erhalten. Frist ist der Eingang des Antrags im Amt. Zur Fristwahrung reicht auch ein formloser Antrag, die Antragsformulare sind dann nachzureichen.

3. Wie komme ich vor dem Erstantrag an Geld, wenn’s dringend nötig ist?

Früher den BAföG-Antrag stellen. Kann der Erstantrag nicht innerhalb von sechs Wochen entschieden werden, können vier Fünftel der voraussichtlichen Förderung – unter Rückzahlungsvorbehalt – ausgezahlt werden.

4. Wie viel gibt’s maximal?

735 Euro pro Monat, sofern Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen sind. Die Förderungsdauer ist an die Regelstudienzeit geknöpft.

5. Wie viel schulde ich dem Staat später maximal?

Die Hälfte des individuellen Förderungsbetrags ist Zuschuss, also geschenkt, die andere Hälfte zinsloses Staatsdarlehen. Davon sind maximal 10.000 Euro zurückzuzahlen.

6. Wann muss ich zurückzahlen?

Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach Förderende. Sie ist einkommensabhängig, das heißt, Geringverdiener zahlen erstmal nicht zurück. Die Rückzahlung erfolgt in kleinen Raten, 105 Euro pro Monat. Auch möglich: alles auf einmal zurückzuzahlen. Das ist etwas günstiger.

7. Woran muss ich denken?

Ein BAföG-Bewilligungszeitraum läuft in der Regel über zwölf Monate. Danach muss ein Weiterförderungsantrag gestellt werden.

8. Was, wenn ich kein/ wenig BAföG bekomme, mir meine Eltern aber nichts mehr zahlen?

Drehen Eltern den Geldhahn zu, um Macht auszuüben, ist die Eltern-Kind-Beziehung ohnehin schwer gestört. Wer einen Antrag auf BAföG-Vorausleistung stellt, erhält erst einmal Vollförderung, damit das Studium nicht abgebrochen werden muss. Den vorausgeleisteten Unterhalt holt sich das Land von den Eltern zurück.

Die Antworten lieferte Stefan Grob, BAföG-Experte des Deutschen Studentenwerks. Weitere Infos zum Thema BAföG findest du auf www.studentenwerk.de


Anzeige

Anzeige