iPhone, Block, Kuli und Kreditkarte liegen auf einem schwarzen Tisch.
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BAföG-Reformpläne: Das musst du wissen

Immer weniger Studierende haben Anspruch auf BAföG und die Höchstsätze reichen kaum noch zum Leben – die Große Koalition will mit Reformplänen dagegen steuern

Dem Eckpunktepapier des Bundesbildungsministeriums zufolge will die Regierung folgende Änderungen am BAföG vornehmen:

  • Der Höchstsatz soll von 735 auf 850 Euro monatlich angehoben werden.
  • Die individuellen Bedarfssätze sollen bis 2020 um sieben Prozent steigen.
  • Die Wohnkostenpauschale soll von 250 auf 350 Euro angehoben werden.
  • Die Einkommensfreibeträge sollen in zwei Schritten um neun Prozent erhöht werden.
  • Auch die Vermögensfreibeträge sollen erhöht werden.

Damit will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Zahl der BAföG-Empfänger erhöhen und diese besser unterstützen, da unter anderem die Mieten und die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Bis zum Frühjahr soll der Gesetzesentwurf fertiggestellt werden, damit das Gesetz ab Herbst 2019 in Kraft treten kann.

BAföG-Reform: Kritik

Laut einer neuen Studie des Moses Mendelssohn Instituts sind aber selbst die neuen Höchstsätze in zwanzig Hochschulstädten nicht ausreichend, um alle Kosten zu decken. In diesen Städten studiert mehr als ein Drittel der Studierenden. Zöge man nämlich die Kosten für die Krankenkasse vom neuen Höchstsatz ab, blieben nur noch 764 Euro übrig. Betrachtet man die vier teuersten Studentenstädte, reicht dieses Geld nicht annähernd aus: In München brauchen Studierende mindestens 1.000 Euro pro Monat zum Leben, in Frankfurt am Main 885 Euro, in Stuttgart 860 Euro und in Hamburg 850 Euro.


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