»Ich will ein Stipendium!« Unser Experte für Stipendien, Corbinian Breu, erklärt, wie das funktioniert Foto: @alain_pham/unsplash

Stipendienguide: So bekommst du dein Stipendium

Experte für Stipendien, Corbinian Breu, erklärt in 5 Schritten, was du tun musst, um ein Stipendium zu bekommen

1. Stipendienguide: Kenne das Verfahren

Bei den meisten Stipendien läuft die Bewerbung in zwei Phasen ab: Zuerst kommt die schriftliche Bewerbung, bei der du ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf anfertigen musst. Bei einigen Stipendien müssen Bewerber ein Gutachten vom Professor einholen oder Fragen wie »Für welche Werte stehen Sie?« in einem Essay beantworten. Hat die schriftliche Bewerbung geklappt, wirst du zu einem Auswahltag oder -seminar eingeladen. Dort überprüft eine Jury anhand von Interviews, Vorträgen, Diskussionsrunden und Rollenspielen deine Eignung.

2. Stipendienguide: Vermeide den Big Mistake

Einer der größten Fehler sind Aussagen, mit denen sich Bewerber selbst bewerten. Ein Beispiel: In fast jedem Motivationsschreiben stehen Sätze wie »Ich bin interkulturell interessiert, aufgeschlossen und ein absoluter Teamplayer«. Das große Problem mit solchen Aussagen ist: Jeder könnte das von sich behaupten! Viel besser funktionieren deshalb Beschreibungen von Lebenslaufstationen, aus denen die genannte Eigenschaft hervorgeht. Daher solltest du etwa statt »Ich bin interkulturell interessiert« lieber deinen Auslandsaufenthalt oder deine Teilnahme an internationalen Projekten beschreiben.

3. Stipendienguide: Überzeuge im Lebenslauf

Grundsätzlich gibt es beim Lebenslauf zwei Formen: den tabellarischen Lebenslauf und den ausformulierten Lebenslauf. Beim tabellarischen Lebenslauf wird die For­matierung häufig unsauber ge­staltet. Ein anderer typischer Fehler ist, dass die einzelnen Lebenslaufstationen unzureichend beschrieben werden, sodass der Leser keine Ahnung hat, was der Bewerber bei einer bestimmten Stelle eigentlich gemacht hat. Deshalb: Lieber drei Mal Formatierung gegenchecken und von Freunden überprüfen lassen, ob die Stationen klar beschrieben sind.

4. Stipendienguide: Auswahlgespräch? Vorbereiten!

Interessanterweise laufen die Auswahlgespräche bei fast allen Interviews genau gleich ab. Zunächst stellen sich Bewerber selbst vor, anschließend werden einige Detailfragen zu speziellen Lebenslauf­stationen gestellt. Gegen Mitte des Interviews ändert sich der Fokus: Ab dann wird meistens über Themen diskutiert, zum Beispiel über das Tagesgeschehen oder die fachliche Ausrichtung des Bewerbers.

Diese drei Fragen kommen im Auswahlgespräch für Stipendien fast immer dran:

  1. Warum haben Sie sich für Ihr Studienfach entschieden?
  2. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  3. Warum sollten wir gerade Sie aufnehmen?

Experten-Tipp:

»Auch mal Fragen an den Interviewer stellen! Meistens müssen die Interviewer den ganzen Tag nur zuhören und freuen sich, wenn Bewerber auch an ihrer Person interessiert sind. Das hat bei mir immer sehr gut geklappt.«

5. Stipendienguide: Breit auf­stellen, nicht aufgeben

Was gibt es allgemein zu beachten? Erstens: Bewirb dich auf jeden Fall immer für mehrere Stipendien. Es gibt so viele Stipendien in Deutschland und mit einer einfachen Internetrecherche kannst du sofort drei bis fünf Stipendien finden, die zu dir passen. Zweitens: Mehrmals probieren! Bei manchen Stipendiaten hat es erst beim dritten Mal geklappt hat. Eine nochmalige Bewerbung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal an die Jury, dass du das Stipendium unbedingt möchtest.

Zur Person: Korbinian Breu erhielt während seines Studiums sieben Stipendien im Gesamtwert von über 50.000 Euro. Er war unter anderem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Max Weber-Programms und der Bayerischen EliteAkademie. In seinem E-Book ›Geheimnisse der Stipendiumsbewerbung‹ gibt Breu Tipps und verrät die Tricks, mit denen seine Bewerbungen erfolgreich waren. Erhältlich für 29,90 Euro auf stipendiumbewerbung.de


Anzeige

Anzeige