Pixabay.com © JESHOOTS-com CCO Public Domain | Studium und Liquidität sind für einige Studenten schwer miteinander vereinbar. Ein genauerer Blick zeigt: Es geht auch anders!

Studium und Liquidität: Was Du tun kannst

Während des Studiums ist die Kasse des Öfteren klamm? Mit diesem Problem bist Du nicht allein. Sowohl Studenten als auch Azubis müssen finanziell in einigen Belangen kürzertreten. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass mit dem Studium Verpflichtungen anstehen, die das Geld verdienen erschweren: Dazu gehören neben dem eigenständigen Lernen die Anwesenheitszeiten in der UNI sowie Praktika. Alles raubt Zeit. Doch Studium und Liquidität müssen nicht immer zwei Dinge sein, die sich widersprechen. So gibt es folgende Möglichkeiten, um einem finanziellen Dilemma aus dem Weg zu gehen:

  • Staatliche Unterstützung
  • Kredite und Pfandhäuser
  • Studentenfreundliche Jobs

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Was auf den ersten Blick nach bereits bekannten Methoden aussieht, hält zum Teil Überraschungen bereit. Lese also aufmerksam rein!

Staatliche Unterstützung: Mehr als nur Bafög

Das Berufsausbildungsförderungsgesetz (Bafög) ist den Studenten als finanzielle Förderung die bekannteste Anlaufstelle: Hier findet eine staatliche Unterstützung statt, die mit der Höhe variiert. Wichtige Kriterien für das Erlangen von Bafög:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Bleibeperspektive
  • Alter bis 30 Jahre (bei Master-Studiengängen bis 35 Jahre)
  • Dein Vermögen darf ein Limit von 7.500 Euro nicht überschreiten
  • Das Einkommen der Eltern muss in einem Rahmen sein, der ihnen die Finanzierung Deines Studiums nicht erlaubt; eine Ausnahme bildet das elternunabhängige Bafög

Letzten Endes ist durch das Bafög eine Unterstützung von bis über 800 Euro pro Monat möglich. Auch wenn Du bei Deinen Eltern wohnst, hast du Anspruch auf Bafög, wenngleich es sich um verminderte Sätze handelt.

Neben dem Bafög ist eine Dir zustehende Unterstützung bis zu Deinem 25. Lebensjahr das Kindergeld. Solltest Du nachweisen können, dass Deine Eltern Dir keine finanzielle Hilfestellung leisten, kannst Du die Überweisung des Kindergeldes auf Dein Konto beantragen. Das Kindergeld wird NICHT in die Beurteilung hineinbezogen, ob Du Bafög bekommst. Somit ist der Erhalt beider finanzieller Unterstützungen parallel möglich.

Zu guter Letzt seien die Perspektiven für ein Stipendium erwähnt: Dieses ist insbesondere dann eine Option, wenn Du im Ausland oder an renommierten Universitäten studieren möchtest. Ebenso ist es bei einzelnen Auslandssemestern eine lukrative Finanzierungsmöglichkeit.

Kredite und Pfandleihhäuser

So abwegig und riskant dies für Studenten klingen mag, können diese finanziellen Mittel sehr sicher sein und das Studium immens fördern. Denn Kredite verschaffen – je nachdem, über welchen Zeitraum sie laufen – lang- oder zumindest kurzfristige Sicherheit. So ist volle Konzentration aufs Studium möglich. Durch die Aufnahme von Privatkrediten ist sogar eine einfache und wenig bürokratische Möglichkeit gegeben, den ganzen Bachelor zu finanzieren. Wichtig hierbei: Die Zinssätze und benötigten Beträge genau kalkulieren und abwägen, ob eine Rückzahlung nach dem Studium möglich sein wird! Nur dann verschafft ein Kredit die erhofften Vorteile sowie Sicherheit und Sorgenlosigkeit während des Studiums.

Pfandleihhäuser wiederum sind eine Anlaufstelle, wenn man eigenes Vermögen hat. Als unter Studenten besonders beliebt erweisen sich dabei KFZ-Pfandleihhäuser und Autopfandhäuser, die nach Betrachtung des jeweiligen Fahrzeugs direkt die Pfandsumme rausgeben, wobei man selbst mit dem Auto weiterfahren darf. Als vielversprechende Kreditalternative gewinnen diese Modelle viel Ansehen, da sie Dir Geld liefern, obwohl Du Dein Auto behalten darfst.


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Studentenfreundliche Jobs

Bestimmte Jobs, die speziell auf Studenten ausgerichtet sind, zeigen immer wieder, das als Student flexible Arbeitszeiten und guter Verdienst absolut im Bereich des Machbaren liegen. Dabei stechen allem voran die folgenden Jobs aus der Menge heraus:

  • Studentenjobs bei Daimler
  • Erste-Hilfe-Kursleiter
  • Online-Texter

Die Studentenjobs bei Daimler sind bereits maximal populär unter Studenten. In den Semesterferien bewerben, im Idealfall die Nachtschichten ergattern und um die 3.000 Euro im Monat abstauben – netto! Natürlich lässt sich das nur in den Semesterferien durchziehen, aber genau das macht die Jobs so beliebt. Wer Glück hat, bekommt alternativ über beispielsweise die DEKRA ein anderes Modell, wobei nur an einem Tag in der Woche gearbeitet wird und der Verdienst dennoch weit über dem eines Minijobs liegt. Hier ist natürlich darauf zu achten, dass ein Einfluss aufs Bafög besteht.

Erste-Hilfe-Kursleiter wiederum haben einen leicht größeren Luxus. Denn sie arbeiten definitiv nicht in Nachtschicht-Modellen und sind meistens als Freiberufler gemeldet. Die Selbstständigkeit geht aufgrund des Studentendaseins nicht mit Nachteilen und hohen Kosten einher, solange die monatlichen Grenzen von 450 Euro nicht überschritten werden, wobei in den Semesterferien ein höheres Einkommen erlaubt ist. Potenzieller Stundenlohn: Zwischen 20 und 30 Euro!

Zuletzt die Online-Texter: Hier startet man in der Regel klein, hat aber beim Verdienst – Talent zum Schreiben und konstante Weiterentwicklung vorausgesetzt – alle Möglichkeiten, sogar sehr hohe Stundensätze zu erreichen. Dies ist die wohl flexibelste Art, zu arbeiten, da die Arbeit an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich ist.

Ein Beitrag der externen Autorin Anja Klein.