Beruflich durchstarten in der Gegenwart - was wünscht die Generation Y sich von ihrem Arbeitgeber und was wird die baldige Generation Z verändern?

Die Generation Y will sich frei entfalten, auch und vor allem bei der Arbeit.
Die Generation Y will sich frei entfalten, auch und vor allem bei der Arbeit.

Mit der Generation Y vollzog sich ein Wandel in der Berufswelt. Denn die ehrgeizigen, selbstbewussten, jungen Arbeitnehmer haben gänzlich andere Vorstellungen vom Arbeitsleben als ihre Vorgänger, was sowohl Konflikte als auch neues Potenzial mit sich bringt. Doch wie genau müssen sich Unternehmen eigentlich gegenüber ihren Bewerbern darstellen, um attraktiv zu bleiben, was erwarten die Ypsilons vom Arbeitsmarkt und wie leicht fällt ihnen der Berufseinstieg wirklich?

Generation Y – wer gehört dazu?

Zur sogenannten Generation Y gehören vor allem all diejenigen, die sich um die Jahrtausendwende im Teenageralter befanden – darunter fallen die Jahrgänge von Mitte bis Ende der 1980er. Typischerweise wuchsen sie als Einzelkinder auf und sind in einer großen finanziellen Sicherheit herangewachsen, die ihnen die Generation X, die Vorgängergeneration, ermöglicht hat. Sie werden oftmals auch als Digital Natives bezeichnet, denn sie gelten als besonders technikaffin und haben sowohl Internet als auch Computer bereits sehr früh nutzen gelernt. Mittlerweile ist die Generation Y ein fester Bestandteil der Arbeitswelt und dementsprechend sehr relevant für Unternehmen. Im Kampf um die klügsten Köpfe und besten Spezialisten ist es entscheidend zu wissen, worauf die moderne, junge Generation Y im Berufsleben Wert legt.

Eine Definition

Ein genauerer Blick auf die Generation Y zeigt, dass diese sich in vielerlei Hinsicht von der vorherigen Generation X unterscheidet. Für letztere spielten Status und Prestige noch eine wichtige Rolle, die Y’s hingegen legen darauf kaum noch Wert. Für ihr Berufs- und Privatleben sind vor allem folgende Werte entscheidend und werden dementsprechend geschätzt:

Das ermittelte unter anderem die Kienbaum-Studie, bei der die Befragten darum gebeten wurden, ihre Top-5-Anforderungen an einen Arbeitgeber aufzulisten. Männer und Frauen haben dabei nochmals unterschiedliche Prioritäten: so legen männliche Mitarbeiter viel Wert auf ihre Karrieremöglichkeiten, während Frauen vor allem Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Blick haben.

Selbstbewusst, gut ausgebildet, motiviert…

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/264140/umfrage/dinks--anzahl-in-deutschland/ Im Durchschnitt hat die Generation Y eine hochwertige Ausbildung genossen, nicht selten gehörten auch Auslandspraktika und Studium dazu. Dies wurde ihnen in erster Linie durch den beruflichen Erfolg ihrer Eltern ermöglicht. Ypsiloner kennen ihre Eltern oftmals in der Rolle der gestressten und überarbeiteten Mütter und Väter, da diese häufig beide berufstätig waren – dafür war allerdings auch mehr Geld vorhanden. Darauf basierend entstand bei der Generation Y die Überlegung, ob so viel Arbeit überhaupt notwendig ist. Macht das Geldverdienen allein glücklich? Sind Sinn und Spaß an einer Tätigkeit nicht wichtiger? Gerade diese Denkweise ist ein wichtiges Kennzeichen der Generation Y, denn für sie ist eine fundierte, gute Ausbildung zwar wichtig, trotzdem legen sie im späteren Berufsleben mehr Wert auf eine ausgewogene Balance zwischen Leben und Arbeit – der sogenannten „Work-Life-Balance.

Zudem sind sich die Ypsiloner darüber im Klaren, dass sie auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt sind. Dafür sorgt nicht allein ihr Knowhow, sondern auch und vor allem der demographische Wandel. Durch das sogenannte DINK-Modell „double income, no kids“ haben sich die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt nochmals verschärft, dies jedoch zugunsten der Generation Y. In besonders hohem Maß gilt dies für Berufsgruppen wie etwa Ingenieure.

…und unzufrieden

Trotzdem sind das Berufsleben und die -erfahrungen der Y’s nicht durchgehend positiv. Tatsächlich gilt die Generation Y sogar als insgesamt sehr unzufrieden, was an verschiedenen Gründen liegt. Zunächst wachsen die Y’s grundsätzlich mit erhöhten Erwartungen auf, in dem Glauben, dass sie einzigartig und besonders sind und sie alles schaffen können, wenn sie es nur wollen. Daraus entstand eine hohe Erwartungshaltung, die mit einem einfachen Job oder einem guten Gehalt kaum zu befriedigen ist. Denn die Ypsiloner wollen mehr als nur Sicherheit und Wohlstand, sie möchten ihren persönlichen, großen Traum leben. Natürlich ist die Gefahr groß, dass Y’er an Illusionen festhalten.

Extremer Ehrgeiz, ein übertriebenes Selbstwertgefühl und daraus resultierende hohe Erwartungen sorgen dafür, dass die beruflichen Wünsche nur selten komplett erreicht werden können. Stattdessen sorgt die Realität vielmehr für Enttäuschung und Frustration. Darüber hinaus haben die Y’s aber noch ein weiteres Problem, das die ganze Generation betrifft: Das Bild der anderen.

Das beste Essen, der schönste Urlaub, die spannendste Arbeit - die Generation Y scheint im ständigen Wettstreit zu stehen.In keiner anderen Generation war es bisher so einfach, sich selbst vor der Öffentlichkeit darzustellen, dies natürlich möglichst positiv. Insbesondere die sozialen Medien bringen es mit sich, dass jeder nur Erlebnisse öffentlich teilt, die besonders herausragend und beeindruckend sind. Einerseits haben die Ypsiloner so das Gefühl, dass alle Gleichaltrigen besser als sie sind, andererseits führt dies zu Neid, Missverständnis und Enttäuschung. Selbst wenn der Start in die berufliche Karriere also durchaus gut war, fühlt sich alles unberechtigterweise nach einer Enttäuschung an – eine falsche Sicht der Dinge, an der ein sehr großer Teil der Generation Y leidet.

Berufseinstieg der Generation Y

Die Generation Y und ihr Berufseinstieg sorgen dafür, dass sich die Unternehmenskultur nachhaltig verändern wird und muss. Neue Aspekte sind vor allem die schnelle und einfache Online-Kommunikation, eine veränderte Art des Arbeitens durch das hohe Anspruchsniveau und ein insgesamt offeneres Miteinander im Betrieb, bei dem auch Freude und Anerkennung wichtige Konstanten sind.

Die Arbeitswelt verändert sich – gebraucht werden

Pioniere der modernen Arbeitswelt - die Digital Natives sind mit Smartphone und Co. großgeworden.Digital Natives Die Mitglieder der Generation Y werden oftmals auch als Digital Natives bezeichnet, denn sie sind im Zeitalter der Technik aufgewachsen, können Computer und weitere Endgeräte meist intuitiv verstehen und sind empfänglich für den Einsatz verschiedenster Soft- und Hardware. Das macht sie für moderne Unternehmen besonders wichtig, denn heutzutage geht bekanntlich kaum noch etwas ohne IT, Textverarbeitung, Internet und Automatisierung. Anders als die vorherige Generation, die sich an dieser Stelle vor allem mit neuen Inhalten schwertut und oft Mühe mit der Handhabung hat, können die Digital Natives neue Programme und technische Mechanismen im Betrieb häufig allein durch Autodidaktik verinnerlichen.

Gute Work-Life-Balance wird von vielen vorausgesetzt

Ob flexible Arbeitszeiten, Home Office oder Sabbaticals – für die Generation Y gehören Lebensgenuss und Leistung untrennbar zueinander. Zwar arbeiten sie gerne intensiv und motiviert, gleichzeitig haushalten sie jedoch mit ihren Kräften und versuchen so einerseits Stress und Erschöpfung zu vermeiden und wollen andererseits ihre persönlichen Bedürfnisse befriedigen. Oft ist es ihnen wichtiger, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, statt eine wichtige Position zu bekleiden. Insgesamt gehen sie bewusst weniger Kompromisse ein, worauf sich Arbeitgeber zwangsläufig einstellen müssen. Abseits dessen hat die Generation Y eine große Krisenerfahrung, aus der auch eine gewisse Erfahrung mit Unsicherheiten einhergeht. Das heißt, dass sie beispielsweise nicht mehr unbedingt unbefristete Verträge verlangen, sondern sich stattdessen sogar lieber möglichst viele Optionen offen halten.

Wirklich so anspruchsvoll?

Die Generation Y scheint allem Anschein nach also anspruchsvoll, leistungsorientiert, aber dennoch auf ihr Wohl bedacht zu sein. So zumindest vermitteln es Medien und auch die Generation Y selbst startet mit diesen Erwartungen in ihre berufliche Laufbahn. Nicht selten gestaltet sich die Realität jedoch anders als erwartet.

In der Regel ist der Einstieg schwieriger als früher

Das Klischee mag zwar etwas anderes behaupten, doch laut Studien sind auch die Ypsilons auf Sicherheit statt Risiko bedacht.Im Vergleich zu vor einigen Jahren ist der Berufseinstieg heutzutage insgesamt anspruchsvoller und schwerer geworden. Laut OECD haben derzeit von den Berufstätigen unter 25 knapp ein Viertel der Beschäftigen Zeitverträge, bei den Beschäftigten zwischen 25 und 35 liegt dieser Wert bei immerhin noch 13 Prozent. Diesbezüglich belegt Deutschland einen der Spitzenplätze, nur in den Niederlanden gibt es ähnliche Werte bezüglich der Befristungsquote von Arbeitsverträgen bei jungen Beschäftigten. Nun ließe sich sagen, dass die Generation Y genau diese Arbeitssituation wünscht, um flexibel zu bleiben – auch hier haben Studien jedoch Gegenteiliges in Erfahrung gebracht.

Studien zeigen: Geld und Sicherheit liegen auch heute weit vorn

Eine Umfrage der Unternehmensberatung Consulting Cum Laude hat 2014 1000 Vertreter der 18- bis 32-Jährigen aus den Fachrichtungen Naturwissenschaften, Ingenieurswesen, Betriebs- und Volkswirtschaft, Jura, Informatik, Psychologie und Soziologie befragt. Davon waren ein Drittel Studenten, ein Drittel Absolventen und ein weiteres Drittel starteten bereits in das Berufsleben. Die Ergebnisse sorgten für Überraschungen, denn knapp 30 Prozent der Befragten setzt noch immer auf alte Werte – sie wünschten sich eine solide Lebensgrundlage und Sicherheit für die Zukunft. Weitere 25 Prozent der Befragten wurden hingegen stark vom Wettbewerbsgedanken angetrieben. Sie wollen im Idealfall besser als die Bezugspersonen in ihrem Umfeld sein und legen viel Wert auf Anerkennung.

Lediglich 21 Prozent geben die Ansichten wieder, die für die Generation Y „typisch“ sind. Sie möchten sich in erster Linie wohlfühlen, haben aber keine klar definierte Zukunftsvorstellung. Veränderung, Flexibilität und Selbständigkeit sind für sie wichtig.

Ebenfalls für Überraschungen sorgte die Frage nach den beliebtesten Arbeitgebern. Am begehrtesten sind dabei Jobs im öffentlichen Dienst, danach folgen mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen. Auf den hinteren Plätzen befanden sich Unternehmensberatungen, Handels- und Dienstleistungsunternehmen und schließlich Versicherungen und Banken. Offensichtlich ist die Generation Y also durchaus noch an alten Werten der Arbeitswelt interessiert, auch die langfristige Bindung an ein Unternehmen wird laut der Studienergebnisse von vielen angestrebt. Nahezu alle Befragten waren sich jedoch darin einig, dass dafür ein gutes Arbeitsklima notwendig ist. Die wichtigsten Kriterien diesbezüglich sind Fairness, Wertschätzung und Vertrauen.

Entgegen vieler Vorurteile und Klischees müssen Unternehmen also nicht damit rechnen, dass ihnen die motivierten Nachwuchskräfte der Generation Y ausgehen. Jedoch ist eine grundlegende Anpassung der Unternehmenskultur mitunter notwendig – denn ohne ein offenes, freundliches Betriebsklima und einen fairen Führungsstil lässt sich das Potenzial der Ypsilons schnell verspielen, zumal die Konkurrenz auf dem Markt groß ist. Unternehmen, die ihre aktuelle Qualifizierung für die Generation Y einmal selbst testen möchten, können den eigens dafür entwickelten Test (S. 38 ff.) nutzen, der vom Zukunftsinstitut entwickelt wurde.

Probleme und Herausforderungen beim Berufseinstieg

Sind Ausbildung oder Studium endlich erfolgreich abgeschlossen, so beginnt mit der beruflichen Karriere ein völlig neuer Lebensabschnitt. Für Berufseinsteiger ist die Orientierung auf dem Arbeitsmarkt jedoch gar nicht so einfach, denn einerseits gibt es zwar mehr Einstiegschancen und Optionen, andererseits sind aber auch Konkurrenzkampf und Ansprüche gestiegen. Für den gelungenen Karrierestart gilt es daher einiges zu beachten.

Wie geht es nach dem Abschluss weiter?

Der Berufseinstieg ist ein großer Schritt, der aufgrund der vielen Möglichkeiten schnell für Verwirrung und auch erste Probleme sorgen kann. Welcher nächste Schritt ist der richtige? Wie kann die perfekte Stellenbeschreibung gefunden werden? Worauf sollte bei der Wahl des Berufseinstiegs überhaupt geachtet werden?

Klassische Möglichkeiten des Berufseinstiegs

Indirekte Wege zum neuen Job

Unter Umständen kann der Einstieg in den Job auch auf anderem Wege erfolgen. Beispielsweise durch eine Abschlussarbeit, die in Zusammenarbeit mit dem potenziellen Arbeitgeber geschrieben wird. Eine andere Alternative wäre der Weg über ehemalige Studenten und Kommilitonen. Wer dortige Kontakte regelmäßig pflegt, kann sich neue Chancen erarbeiten, indem ehemalige Kommilitonen sie bei ihren Arbeitgebern weiterempfehlen.

Oder doch lieber einen Alternativweg?

Finanzen: welche Ausgaben und Investitionen wirklich wichtig sind

Während Ausbildung und Studium meist eher ein bescheidenes oder sogar gar kein Gehalt mit sich bringen, so sorgt der erste echte Job für eine Auffrischung des Kontos. Viele Berufseinsteiger machen jedoch den Fehler und geben ihr redlich verdientes Geld zu schnell aus. Denn in Zukunft müssen zahlreiche Kosten gestemmt werden und nicht nur das, auch die kluge Altersvorsorge spielt nun eine wichtige Rolle.

Die erste eigene Wohnung und wichtige Kostenpunkte

Mit dem ersten eigenen Job wird meist auch die erste Wohnung bezogen. Trotz festem Gehalt sollte jedoch stets ein grundlegender Überblick über die (vielen) Kostenpunkte bestehen. Denn von nun an ist der Berufseinsteiger für sich selbst verantwortlich und muss dementsprechend Miete zahlen, die Stromkosten aufbringen oder für viele weitere Posten wie Internet, Handygebühren, Nahrungsmittel und Freizeitangebote aufkommen.

Geld anlegen, sparen und absichern

Berufseinsteiger sollten nicht nur wissen, wie ihre aktuellen Einnahmen und Ausgaben aussehen, sondern sich in jedem Fall auch für den Ernstfall absichern.

  • Geldanlage – was lohnt sich?
    Das Eigenheim und der Immobilienkauf dürften für die wenigsten Berufseinsteiger schon interessant sein, denn diese bringen zwangsläufig Schulden mit sich. Der Gang an die Börse zum Spekulieren lohnt sich nur dann, wenn das erste Geld fürs Alter bereits sicher angelegt ist. Wer möchte, hat aber dennoch zahlreiche weitere Alternativen: Darunter Aktienfonds, Bausparverträge, das klassische Sparkonto oder spezielle Banksparpläne. Zunächst empfiehlt es sich jedoch, einen Puffer von mindestens zwei Monatsgehältern anzulegen, sodass unerwartete Ausgaben bewältigt werden können, am besten mithilfe eines Tagesgeldkontos. Üppige Zinsen bringt dies zwar nicht mit sich, dafür liegt das Geld dort aber zumindest sicher und gut überschaubar. Darüber hinaus bietet gerade das Tagesgeldkonto noch weitere Boni für Berufsanfänger. So sind Ein- und Auszahlungen jederzeit möglich und das Konto selbst ist günstig, wenn nicht gar kostenlos. Ebenfalls denkbar sind zusätzliche Sparmöglichkeiten für Berufseinsteiger, die durch den Arbeitgeber unterstützt werden: Etwa die betriebliche Altersvorsorge oder vermögenswirksame Leistungen. Unter letzterem sind feste Beträge zu verstehen, die sich je nach Branche unterscheiden – dabei handelt es sich monatlich zwar „nur“ um ein paar Euro, über die Jahre hinweg wächst so aber ein stolzer Betrag an. Unter Umständen gibt der Staat außerdem noch eine sogenannte Arbeitnehmerzulage hinzu. Dies gilt für jeden, der über ein geringes Einkommen von weniger als 20.000 Euro im Jahr zum Versteuern verfügt.

Altersvorsorge nicht vergessen

Wer sich vor Altersarmut schützen will, sollte frühzeitig mit der Vorsorge beginnen.Es mag im ersten Moment bizarr klingen, dass Berufseinsteiger sich schon in so frühen Jahren um ihre Altersvorsorge kümmern sollen – doch ein Blick auf die heutige Rente zeigt: Sie ist alles andere als sicher und wer sich nur auf die gesetzliche Rente verlässt, steht im Alter womöglich vor dem Nichts.

Gerade für junge Sparer gestaltet sich die Suche nach der passenden Altersvorsorge jedoch als Herausforderung, denn ein großes Budget ist meist noch nicht vorhanden und es fehlt der Überblick bei all den Angeboten. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen für die Altersversorge mit jeweiligen Vor- und Nachteilen, darunter die Riester-Rente oder die Lebensversicherung. In jedem Fall wichtig bei der Auswahl eines passenden Konzepts:

  • Notwendige Versicherungen haben Vorrang. Sinnvoll sind unter anderem die Haftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Spätestens mit der Altersvorsorge anfangen, wenn im Berufsleben Fuß gefasst worden ist. Das sollte zwischen Anfang und Mitte 30 der Fall sein.
  • Heutzutage sind Beschäftigungsverhältnisse sehr wandelbar und können sich häufig ändern. Daher sollten möglichst flexible Verträge genutzt werden, die sich an die Lebensplanung anpassen lassen.

Langfristig im Unternehmen überzeugen

Das Vorstellungsgespräch ist geschafft, darauf folgt die schwierige Phase der Probezeit.Sind die Weichen für die Karriere gelegt und hat sich ein angemessener Job gefunden, so können Berufseinsteiger noch nicht aufatmen. Im Gegenteil, nun müssen sie sich im alltäglichen Betriebsleben beweisen und sowohl Vorgesetzte als auch Kollegen davon überzeugen, dass sie wirklich in das Unternehmen passen.

Verhalten im Betrieb

Pünktlichkeit ist vor allem in der Anfangszeit das A&O. Schon vor dem ersten Arbeitstag sollte daher genau bekannt sein, welche Zeiten wann gelten. Idealerweise können hier bereits Fahrgemeinschaften genutzt werden. Sie helfen nicht nur im Arbeitsalltag weiter, sondern auch dabei, erste Kontakte zu knüpfen. Auch Höflichkeit ist ein wichtiger Aspekt, denn immerhin zählt bekanntlich der erste Eindruck. Einsteiger können punkten, wenn sie freundlich, aufgeschlossen und offen sind, Interesse zeigen und sich im Zweifelsfall erst einmal zurückhalten, anstatt übers Ziel hinaus zu schießen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Aspekte, die bei einem erfolgreichen Berufseinstieg helfen können:

  • Sorgfalt und Engagement beweisen
  • Schweigen, statt mitlästern
  • Fehler eingestehen und Kritik annehmen
  • Mit Mitarbeitern in Kontakt kommen
  • Konflikte offen und ehrlich ansprechen
  • Um Feedback bitten und sich um die Umsetzung bemühen

Generation Z – ein neuer Umbruch

Kaum hat sich die Generation Y erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt positioniert und erste Erfahrungen gesammelt, da steht die neue Generation Z bereits in den Startlöchern. Sie vertreten abermals andere Werte als ihre Vorgänger und stellen den Personalbereich so erneut vor ganz neue Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten.

X, Y, Z – die derzeitigen Generationen im Überblick

Erstmals kam die Unterscheidung von Generationen dieser Form in den frühen 1950ern auf. Damals wurde der Begriff „Generation X“ von Robert Capa geprägt, einem amerikanischen Fotografen. Schon bald wurde die Bezeichnung als festes Schlagwort verwendet und nach der Generation X folgte die Generation Y und nun folgerichtig die Generation Z. Als Vorgängergeneration werden außerdem von zahlreichen Fachautoren zum Thema auch noch die sogenannten Babyboomers geführt:

Vor allem Arbeitgeber machten im Laufe der Jahre die Erfahrung, dass sich die Generationen stark in ihren Wertvorstellungen und ihrem Verhalten unterschieden. Die Suche und Akquise neuer Mitarbeiter unterzog sich daher in den letzten Jahrzehnten einem stetigen Wandel. So galt die Generation X als sehr ehrgeizig, materialistisch und ambitioniert, gleichzeitig aber auch skeptisch und zurückhaltend. Die Generation Y veränderte dementsprechend vieles, denn sie war und ist eher ichbezogen, weniger verbunden mit dem Arbeitgeber und versteht sich auf die mittlerweile allgegenwärtige Technik. Gleichzeitig ist sie aber auch idealistischer, teamorientierter und insgesamt positiver. Sie will im Team also ihre eigenen Träume verwirklichen.

Diese Veränderungen kommen auf Arbeitgeber zu

Die Generation Z ist neugierig und leidenschaftlich, wenn sie eine Arbeit findet, die sie erfüllt. Dabei legt sie jedoch Wert auf eine freie Entfaltung und möchte möglichst eigenständig an der Umsetzung arbeiten. Bevormundung und Einschränkungen durch den Arbeitgeber sind für sie ein wichtiger negativer Faktor, zudem hat sie kein Interesse an langen Bindungen außerhalb des Familien- und Freundeskreise.

Eine Frage der Autorität

Schon bald betritt die neue Generation X den Arbeitsmarkt.Oft wird behauptet, dass die Generation Z keine Führungsverantwortung besitzt. Dabei geht es nicht unbedingt darum, dass ein Arbeitnehmer der Generation Z keine Führungsposition bekleiden kann, sondern vielmehr um die Annahme, dass Verantwortung auf Werten basiert. Im Grunde fehlt den Z’s ein kollektiv werteprägendes Ereignis, wie es in den Vorgängergenerationen der Fall war. Stattdessen sehen sie sich einer Vielzahl von Ereignissen gegenüber, die sie durch eine globalisierte Sichtweise wahrnehmen – nämlich durch Blogger, YouTuber, Twitter und Co. Die klassische Tagesschau ist hingegen eine Informationsquelle, die von dieser Generation nur bedingt angesteuert wird. Sie sind also auf viele Kanäle ausgerichtet, nicht jedoch auf ein zentrales Medium. Ähnlich sieht es auch bei der Arbeit aus: Im besten Fall besteht diese aus Projektarbeit, bei der jeder Beteiligte sich voll und ganz einbringen kann. Verantwortlich ist dabei nicht nur eine Person, sondern jeder gleichermaßen für sich selbst. Das äußert sich darin, dass die eigenen Aufgaben im Netzwerk wahrgenommen werden und ein konkreter Auftrag sich so erfolgreich umsetzen lässt. Aus Führungsverantwortung wird so Teamverantwortung, dafür sind flache Hierarchien und ein transparentes Arbeiten nötig.

Keine langfristige Bindung und hohe Personalfluktuation

Während Personalschwankungen heute noch für ein eher schlechtes Image des Arbeitgebers sorgen, so muss dies zukünftig nicht zwangsläufig immer noch so sein. Denn die Generation Z, die wie bereits erwähnt, vor allem projektorientiert arbeitet, geht ohnehin von einer zeitlichen Befristung aus und ist darauf eingestellt, mehr als einen Job im Leben auszuüben. Dementsprechend bedeutet ein attraktiver Arbeitgeber also nicht mehr automatisch, einen sicheren (aber womöglich langweiligen) Job geboten zu bekommen.

Wertewandel als Chance verstehen

Ein Blick auf die vergangenen, aktuellen und zukünftigen Generationen macht deutlich, wie unterschiedlich Werte und Lebenseinstellungen ausfallen können. Unternehmen werden dadurch vor eine besondere und langwierige Herausforderung gestellt, die gleichzeitig aber auch eine spannende Chance sein kann. Aus diesem Grund sollten frühzeitig passende Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit den unterschiedlichen Generationen ein gemeinsames Miteinander ermöglicht wird. Allen voran die Work-Life-Balance, aber auch das transparente Arbeiten und die Chance auf die Auslebung von Stärken und Interessen der Mitarbeiter.

 

Ein Artikel vom externen Autor Marius Böller

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