Günstig verreisen als Student

Als Student verreisen?

Foto: Oliver Ponsold/ Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0
Reisen als Student

Otto Normalstudent ist neidisch und das Objekt seines Neids ist Otto Normalverbraucher. Denn Otto Normalverbraucher kann etwas, was Otto Normalstudent nicht kann: Otto Normalverbraucher fährt sommers 14 Tage nach Mallorca und verbringt die kalte Jahreszeit in den Alpen beim Ski und Après-Ski. Otto Normalstudent würde gerne dasselbe tun, hat aber ein Otto-Normalstudentenproblem: chronischen Budgetmangel.

Traurig aber wahr: Reisen kostet Geld. Und das in der Regel nicht wenig. Hinzu kommt, dass der Preis meistens in Relation zur Entfernung des Reiseziels steht. Wollte Otto Normalstudent seinen Urlaub in Übersee verbringen, kämen als günstigste Option wahrscheinlich eine Anreise schwimmenderweise oder als blinder Passagier auf einem Fischkutter in Frage. In beiden Fällen könnte der Urlaub dann aber auch schon beendet sein, bevor er überhaupt begonnen hat.

Damit dir das nicht passiert und du sicher, günstig, trockenen Fußes und ohne Heringsmief in den Klamotten an dein Traum-Urlaubsziel gelangst, haben wir auf den folgenden Seiten einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die es dir ungeachtet der Höhe deines Bafög-Satzes ermöglichen, schon in Kürze Margheritas an weißen Sandstränden zu schlürfen, auf dem Snowboard durch den pulverigsten Pulverschnee deines Lebens zu pflügen oder mit der Kamera im Anschlag durch Tempelruinen zu flanieren.

Viel Spaß!

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Reisetipp für Studenten: Darwin / Australien

»Wer denkt, dass Sonnenuntergänge kitschig sind, sollte nach Darwin in Australien fliegen, dort zum Mindil-Beach-Sunset-Market begeben, ein Chickencurry kaufen, sich zwischen den hundert anderen Schaulustigen am Strand einen Platz suchen und darauf warten, dass die Sonne zu Didgeridoo-Klängen im Meer versinkt.«


Tipp von Evelyn

Erschwinglich anreisen über Interrail

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Erschwinglich anreisen über Interrail

"Trampen ist gefährlich", hat schon Mama immer gewarnt. Sicherer ans Ziel kommst du mit der Bahn. InterRail heißt das Angebot, das sich seit mittlerweile mehr als vierzig Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreut und - vergleichsweise - günstiges Reisen in bis zu 30 europäische Länder inklusive der Türkei ermöglicht. Ob Ein-Land-Pass, Global-Pass, Flexi-Pass oder Konsekutiv-Pass: InterRail bietet eine Fülle an Möglichkeiten für Reisewütige. Preislich ist für den deutschen Studenten, abhängig von Alter und Reiseziel, von etwa 140 bis 930 Euro so ziemlich alles drin. Eine ideale Reisemöglichkeit also für alle, die das notwendige Vertrauen in das Zeitmanagement der Bahn aufbringen können.

Mehr Infos unter: www.bahn.de/p/view/angebot/paesse/interrail/preise

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Günstig unterkommen

Couchsurfing

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Couchsurfing

Nirgendwo kommt man billiger unter als zuhause. Und seit es Couchsurfing gibt, muss es nicht einmal mehr das eigene Zuhause sein. Das Prinzip ist einfach: Über eine Online-Plattform nimmt man Kontakt mit Leuten auf, die am Wunschziel oder zumindest auf dem Weg dorthin einen Schlafplatz anbieten. Ist man fündig geworden, heißt es hinfahren, kennenlernen, für lau nächtigen. Wer noch Bedenken hat, sich bei wildfremden Menschen einzuquartieren, kann in der Regel bereits auf den Profilen der potenziellen Gastgeber einiges über selbige in Erfahrung bringen und Bewertungen anderer Couchsurfer lesen. Zudem bieten Portale wie www.couchsurfing.org die Möglichkeit der Verifikation, also der freiwilligen Identitätsbestätigung mittels Kreditkarte.

Jugendherberge

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Hostel

Der Klassiker unter den günstigen Urlaubsunterkünften. Der Grundgedanke hinter den Jugendherbergen: Es soll jungen Menschen ermöglicht werden, auch mit kleinem Budget die Welt zu bereisen. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft, für die einmal jährlich eine geringe Gebühr erhoben wird. Für Personen unter 26 Jahren wird ein Betrag von 12,50 Euro fällig, Mitglieder ab 27 Jahren zahlen 21 Euro. Bei Ehepaaren und eheähnlichen Gemeinschaften zahlt jeweils nur einer der Partner die 21 Euro. Dafür gibt es dann die Möglichkeit kostengünstiger Übernachtungen in 4.500  Jugendherbergen weltweit. Aber Achtung: Bei Übernachtungen in ausländischen Jugendherbergen muss jeder Gast eine eigene Mitgliedskarte vorlegen, für Ehepaare genügt eine Familienkarte nicht. Allerdings besteht in diesem Fall die Möglichkeit, kostenlos weitere Mitgliedskarten anzufordern.

Mehr Informationen findest du unter:
www.jugendherberge.de
oder www.djh-mitgliedschaft.de

Camping

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Camping

Wer sich damit anfreunden kann, auf ein richtiges Dach über dem Kopf zu verzichten und in Sachen Komfort einige Abstriche zu machen, verbringt seinen Urlaub im Zelt. Das ist nicht nur günstiger als eine Ferienwohnung oder ein Hotel, sondern lässt dich die Luftveränderung im Urlaub auch hautnah erleben. Leider gilt das aber ebenso für aufziehende Tiefdruckgebiete. Hobby-Survival-Spezialisten und wetterresistente Frischluftfanatiker finden weitere Infos beispielsweise unter www.camping.info oder www.campingfuehrer.adac.de

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Reistipp für Studenten: Jakobsweg ›Camino del Norte‹

»Cudillero ist ein malerischer Küstenort im Norden Spaniens, gelegen am Jakobsweg ›Camino del Norte‹. Die 6.000-Seelen-Gemeinde ist praktisch in den El Picon, einen 785 Meter hohen Berg, gebaut, so dass sich die Häuser wie Treppenstufen an der Küste entlangschlängeln. Hier wohnt die Muße des Lebens, behaupten die Einheimischen – und daran zweifelt niemand, der je in Cudillero war.«

Tipp von Thomas

Work & Travel

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Work & Travel

Im Urlaub arbeiten? Wer dieses Paradoxon nicht scheut, kann auch Reisen an entferntere Ziele antreten. Der Trick bei der Sache: Durch Gelegenheitsjobs im Zielland wird der Trip direkt gegenfinanziert. Gerade bei jungen Erwachsenen ist diese Form des Reisens sehr beliebt. Im Gegensatz zu Au-Pair-Programmen entfällt das Gebundensein an einen Ort und es fällt leichter, Land, Leute und Sprache kennenzulernen.

Wer sich für Work & Travel entscheidet, muss aber auch mit den Nachteilen leben können. So werden zum Beispiel erforderliche Visa im Regelfall nur bis zu einem Höchstalter von 30 Jahren ausgestellt. Außerdem sollte man prinzipiell damit rechnen, dass sich die Jobsuche, die im Zielland vor Ort stattfindet, über mehrere Wochen hinziehen kann. Ein entsprechendes Startbudget ist also unverzichtbar.

Work-&-Travel-Angebote werden meist von Studienreisen-Anbietern organisiert, die mit Jobagenturen in den Zielländern zusammenarbeiten.


Mehr Infos findest du unter anderem bei
www.auslandsjob.de, einem unabhängigen Fachportal rund um das Thema Work Travel, sowie auf www.working-holiday-visum.de, wo du mit allen wichtigen Infos rund um das obligatorische Working-Holiday-Visum versorgt wirst. Außerdem bietet auch www.stepin.de Infos und Angebote rund um Work & Travel sowie High-School-Programme weltweit.

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Billig aber blind: Blind Booking

Foto: epSos .de / Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0
Blind Booking

Last-Minute-Urlaub für die Generation Bungee-Jumping und Extrem-Bügeln: Risikofreudige buchen blind. Wie das funktioniert? Du buchst, weißt aber nicht, wo das Reiseziel liegt. Fest steht lediglich, wann du startest und von wo. In vielen Fällen legst zu Beginn eine Rubrik wie 'Party', 'Shopping' oder 'Kultur' fest und bekommst am Ende deiner Buchung ein Reiseziel zugelost. Gegen einen kleinen Aufpreis kannst du bestimmte Reiseziele ausschließen. Blind Booking wird beispielsweise von Germanwings angeboten.

Mehr Infos gibt es unter: www.germanwings.com/skysales/BlindBooking.aspx

 

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Reistipp für Studenten: Korsika

»Von mir kommen gleich zwei Vorbeischau-und-Genießen- Tipps: Wer auf Korsika weilt, muss unbedingt in den Gumpen entlang des Flusses Solenzara abtauchen – das Wasser aus den Gebirgsbächen ist fast so klar wie Kristall. Am besten Zelt einpacken und in diesem Paradies übernachten. Mein zweiter Tipp ist das Café ›Tomaselli‹ in Salzburg. Hier gibt’s neben leckerer Melange, Mokka, Sacher und Linzer das echte Kaffeehaus- Kultur-Erlebnis pur.«

Tipp von Julia

Günstige Gesamtpakete

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Günstige Gesamtpakete

Wer keine Lust hat, sich seinen Urlaub flickenweise selbst zusammenzubasteln, kann auf diverse Anbieter zurückgreifen, die sich auf Reisen für Studenten spezialisiert haben. Neben Rabatten und partyrelevanten Reisezielen bieten Veranstalter wie STA Travel oder Unitours immer wieder auch Specials und Aktionen für Studenten.

Weniger studentenspezifisch, aber ebenfalls immer einen Blick wert, sind außerdem Websites wie www.urlaubsguru.de, auf denen Schnäppchenangebote verschiedenster Reiseanbieter gesammelt werden.

 

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ISIC – Internationaler Studentenausweis

In der Regel lassen sich als Student immer irgendwelche Rabatte abgreifen, zumindest solange man seinen Studentenausweis noch nicht vertändelt hat. Und tatsächlich funktioniert das sogar international. Ihr benötigt lediglich die sogenannte International Student Identity Card, einen international anerkannten Studentenausweis. Mit diesem erhaltet ihr in mehr als 110 Ländern weltweit Vergünstigungen in allen möglichen Bereichen, vom Museum bis hin zur Autovermietung.

Die ISIC gibt es für 12 Euro in Studentenwerken oder online unter www.isic.de

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Jochen Albrecht

Dieser Text stammt aus der Feder von:

Jochen Albrecht

albrecht(at)audimax.de
Telefon: 0911-2377938

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