So machst du deine Wohnung einbruchsicher - drei günstige Tipps

Im Jahre 2014 wurden über 152.000 Einbrüche bei der Polizei angezeigt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, da nicht alle Einbrüche gemeldet wurden. Man kann allerdings schon mit geringem Kostenaufwand vorbeugen und dem Einbrecher die „Arbeit“ erschweren. Nichts ist zu 100 % einbruchsicher, auch wenn alle möglichen Vorkehrungen getroffen wurden. In 99 % aller Einbruchsversuche lässt der Einbrecher von seiner Tätigkeit jedoch ab, wenn er feststellt, dass Schutzvorkehrungen getroffen wurden. Je länger ein Einbruch dauert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Einbrecher auffällt und gefasst wird. Dem Risiko setzen sich professionelle Einbrecher nur selten aus und bevorzugen lieber leichte „Beute“. Um in eine Wohnung einzubrechen, muss man entweder durch die Türen (Eingangstür oder Balkontür) oder durch eines der Fenster eindringen. Dieses sind die Schwachpunkte und diese sind zu sichern. Selbstverständlich kann man sich eine einbruchsichere Eingangstüre einbauen lassen. Diese sind jedoch sehr teuer in der Anschaffung. Man kann sich allerdings mit geringeren Ausgaben effektiv gegen Einbrüche schützen. Hier drei günstige Tipps wie du deine Wohnung gegen Einbrüche schützt:

Tipp 1: Einen hochwertigen Türschlosszylinder einbauen

Die meisten Wohnungstüren sind mit einfachen Zylinderschlössern ausgerüstet. Gegen Einbrüche bieten sie allerdings so gut wie keinen Schutz. Es gibt massenweise Methoden um diese Zylinder zu knacken und professionelle Einbrecher kennen jeden Trick. Ein Blick reicht aus, um die Qualität des Zylinders zu erkennen. Genau in diesem Punkt liegt die Problematik, denn Einbrecher wissen meist was sie tun, und wie sie es zu tun haben. Bei einem minderwertigen Zylinderschloss muss der Einbrecher noch nicht einmal zu speziellem Werkzeug greifen (wie zum Beispiel Dietrich oder Bohrer). Eine einfache Zange reicht vollkommen aus, sobald der Zylinder nur ein kleines Stück hervorsteht und nicht bündig verbaut wurde. Dieses erzielt der Einbrecher indem er einfach die Blende abschraubt. Die Schwachstelle liegt in der Mitte des Zylinders und durch mehrmaliges Hin und Her biegen mit der Zange zerbricht der Zylinder in zwei Teile. Bei hochwertigen Zylindern ist dieses nicht möglich. Sie werden aus besonders festem Material hergestellt und haben derartige Schwachstellen nicht. Sie sind mit einem besonders einbruchsicheren System ausgestattet und die dazugehörigen Schlüssel können nicht von jedem nachgefertigt werden. Der Käufer des Sicherheitszylinders bekommt beim Kauf eine Original Sicherungskarte, mit der er den Besitz des Sicherheitszylinders nachweisen kann. Ohne diese Sicherungskarte können keine Ersatzschlüssel angefertigt werden.

Tipp 2: Zusatzschloss mit Sperrbügel oder Panzerriegel

Ein Zusatzschloss ist recht günstig in der Anschaffung und leicht zu montieren. Dieses Zusatzschloss wirkt sehr unscheinbar, aber es gibt der Eingangstür einen weiteren Sicherungspunkt und somit einen sichtbaren und effektiven Einbruchschutz. 99 % aller Einbrecher werden gar nicht erst versuchen eine doppelt gesicherte Türe aufzubrechen, da sie mindestens die doppelte Zeit benötigen, um das Schloss zu knacken. Da es sich zudem um ein Sicherheitsschloss handelt, ist es besonders schwer zu knacken. Wer allerdings auf noch mehr Sicherheit setzen möchte, ist mit einem Panzerriegel bestens bedient. Der Einbau vom Fachmann garantiert maximalen Schutz. Weiter läuft der Kunde nicht Gefahr die Türe, bei der Montage des Panzerriegels, zu beschädigen. Obwohl Panzerriegel sehr massiv sind, fallen sie kaum ins Auge, da sie in allen möglichen Farben erhältlich sind. Es empfiehlt sich ein Exemplar, in derselben Farbe der Eingangstür, zu montieren. Von außen sieht man lediglich den zusätzlichen Zylinder in der Mitte. Jeder erfahrene Einbrecher weiß ganz genau, dass hier ein Panzerriegel montiert wurde. Dieser ist wesentlich günstiger als eine neue Eingangstüre und bietet Einbruchschutz auf höchstem Niveau. Ein Panzerriegel ist aus besonders festem Metall gefertigt und bietet Schutz auf beiden Seiten der Eingangstüre. Ein Aushebeln der Tür ist praktisch unmöglich und ein Einbruchversuch mit einer Brechstange wird ebenfalls nicht erfolgreich enden. Da der Einbau eines Panzerriegels nichts für Laien ist, sollte er vom Fachmann durchgeführt werden. In Berlin empfiehlt sich ein Blick auf die Internetseite schlüsseldienst-berlin-24.de. Die Preise sind fair und den Kunden erwarten keine überraschenden Zusatzkosten. Zudem ist der Schlüsseldienst Prenzlauer Berg 24 Stunden im Einsatz.

Tipp 3: Tür- und Fensteralarm

Wer eine Wohnung im Erdgeschoss bewohnt, sollte sein Augenmerk nicht nur auf die Eingangstüre richten. Auch die Terrassentür und die Wohnungsfenster sind bei Einbrechern beliebt. Da viele Menschen Haustiere besitzen, sind Alarmsysteme mit Bewegungsmelder eher ungeeignet. Empfehlenswert sind Tür- und Fensteralarmgeräte, die einzeln angebracht werden, und zwar dort, wo ein Einbrecher eindringen könnte. Diese Geräte sind sehr günstig in der Anschaffung und kinderleicht anzubringen. Betrieben werden sie mit Batterien und mittels eines Schalters werden sie ein- beziehungsweise ausgeschaltet. Der Alarm Ton, der erzeugt wird, ist mit dem Lärm eines Düsenjets vergleichbar. Werte von 110 dB sind keine Seltenheit, sondern handelsüblich. Schließlich gilt es den Einbrecher nicht nur zu vertreiben, sondern auch die Nachbarn aufmerksam zu machen auf einen möglichen Einbruch. Die Batterien sollten alle 2-3 Jahre gewechselt werden, um sicherzugehen, dass die Alarmsysteme anschlagen, wenn ein Einbrecher einzudringen versucht.

Wer zusätzlich sichert spart letztendlich

Alle drei Tipps zusammengenommen werden kein Vermögen verschlingen sondern, sind Peanuts im Vergleich zu dem Verlust, den ein Einbruch mit sich bringt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass Versicherungen günstiger werden, wenn der Versicherte sich nachweislich gegen Einbruch schützt. Ein Haustermin mit dem Versicherungsmakler ist ratsam, denn er besichtigt die Wohnung und gibt die Daten an die Versicherung weiter, welche dann über die zukünftige Police entscheidet.

 

Ein Gastbeitrag von Markus Satzinger

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