Cool, cooler, Croupier: 10 Studentenjobs, die richtig rocken

Pizza ausliefern? Kellnern? Callcenter-Mitarbeiter? Die Liste typischster Studentenjobs ist lang. Doch auch abseits von Restaurants und Bürowürfeln gibt es Studentenstellen – und zwar solche, die zumindest dafür sorgen, dass die Kommilitonen die Augenbraue hochziehen, wenn man ihnen davon erzählt. Die coolsten dieser Berufe trägt der folgende Artikel zusammen und bewertet auch, wie man damit vor den Kommilitonen dar steht.

Als Entrée ein wenig Statistik 

Dass zumindest die Gastronomie in den Studentenstädten ohne eingeschriebenes Personal arm dran wäre, ist bekannt. Aber wie sieht es eigentlich generell aus?

Studentenjobs und die Wirtschaft

Gut, dass es das Studentenwerk gibt. Denn dort führt man regelmäßige Erhebungen durch, die aktuellste stammt von 2012. Deren Ergebnis ist eine ziemlich präzise Zahl, 62 Prozent aller Studierenden gehen Erwerbsarbeit nach. Sei es, um das Budget aufzupolieren oder aus schierer Notwendigkeit. Auch ob der weiter steigenden Studierendenzahlen lockt das die Wirtschaft. So manches Unternehmen, das viele ins „Studentenschema“ passende Stellen hat, verlagert in Hochschulstandorte, weil man dort genau die Klientel „jung, flexibel, gebildet“ findet. 

Studentenjobs und die Politik

Für die Politik sind Studentenjobs ein gefundenes Fressen. Denn je mehr sich selbst versorgen, desto weniger benötigen Bafög. Aus diesem Grund sind bis zu 20 Wochenstunden versicherungsfrei, lediglich in die Rentenversicherung muss eingezahlt werden. 

Studentenjobs und die Rechtslage

Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Studentische Hilfskräfte dürfen zu keinen geringeren Konditionen arbeiten, als vergleichbare Mitarbeiter. Es gelten die gleichen Arbeitsschutzregeln ebenso wie Bestimmungen zu Pausen etc. Und das Gleichheitsgebot sorgt dafür, dass auch bei den Stundenlöhnen und sonstigen Ansprüchen kein Studi schlechter gestellt ist, als andere Mitarbeiter. Doch nun genug Theorie, Bühne frei für rockige Studentenjobs.

Jobbeschreibung 

Dafür bezahlt werden, dass man Menschen in Feierlaune durch die besten Szeneschuppen der Stadt führt? Genau das ist die Quintessenz des Party-Touristenführers. 

Dabei sollte man allerdings nicht die Realität aus den Augen verlieren, der Job erfordert so einiges:

  • Intime Kenntnisse der Party-Hotspots (nicht nur typischer Studi-Kneipen)
  • Die Fähigkeit, sich noch mit vier Long-Island-Ice-Tea im Bauch gewahr zu werden, dass man gerade arbeitet und sich dementsprechend zu verhalten
  • Routine im Umgang mit Betrunkenen
  • Grundfähigkeiten als Seelsorger, Kindergärtner, Dolmetscher, Streitschlichter
  • Die Fähigkeit, eine Kneipentour spannend auszugestalten und nicht nur als Aneinanderreihung von Locations. 

Und damit fallen Partylöwen durchs Raster. Der Job ist etwas für Leute, die ihren Durst unter Kontrolle haben und echten Mehrwert beim Feiern bieten können. 

Arbeitszeiten

Wann gehen Leute feiern? Genau, wenn andere schlafen. Dementsprechend ist es als Party-Touristenführer wichtig, nachts fit zu sein – auch dann, wenn man eigentlich lernen oder sich für Klausuren ausschlafen müsste. Und auch, wenn Firmen, die Touristenführer anbieten, das Programm in einen bestimmten Zeitrahmen bringen, zeigt sich in der Praxis doch, dass „hier zehn Minuten“, „dort eine Pinkelpause“ das Ganze oft zur open-End-Veranstaltung machen. 

Arbeitsaufkommen 

Im Gegensatz zum Tellerschleppen ist der Party-Touristenführer ein entspannter Job. Bloß muss man viel reden (können). Wer das drauf hat, kann die Locations genießen und nebenbei noch Geld verdienen. 

Coolness-Faktor

Charlie Sheen mit Lonely-Planet Guide. Denn welcher Student findet es nicht zumindest ein wenig cool, fürs Partymachen bezahlt zu werden?

2 - On-Board Kurier

Jobbeschreibung 

Es gibt Dinge, die sind so sensibel, dass man sie nicht herrenlos fliegen lässt, wie Forschungsergebnisse oder Schmuck reicher Persönlichkeiten. Diese Begleitung übernehmen On-Board-Kuriere. Auf den ersten Blick klingt es nach dem perfekten Studentenjob. Dauernd in Action, und jede Menge Länder sehen. Doch die Realität ist oft weniger schillernd, nicht selten wird die Ware am Zielflughafen einem Boten in die Hand gedrückt und es geht direkt wieder zurück. Dazwischen gibt es aber auch natürlich Perlen, wenn man zwangsweise „festsitzt“, auf Firmenkosten untergebracht wird und so gratis Urlaub macht. 

Arbeitszeiten

Realistisch gesehen ist der On-Board-Kurier ausschließlich was für die vorlesungsfreie Zeit. Denn man muss nicht nur auf Abruf verfügbar sein, sondern eine Flugreise kann eben auch mehrere Tage verschlingen, je nachdem, wohin es geht. 

Arbeitsaufkommen

Stress und Langeweile in hektischer Folge sind das Markenzeichen dieses Jobs. Man bekommt seinen Anruf, übernimmt am Flughafen die Ware, hat den Boarding-Stress und muss dann die Zeit im Flugzeug totschlagen. Am Zielort dann das gleiche Spiel. Das kann trotz Handgepäck-Gewichtsgrenzen ziemlich schlauchen. 

Coolness-Faktor

Transporter meets Snakes on a Plane. Zumindest klingt es gut, wenn man anderen erzählt, dass man durch die Weltgeschichte jettet – dass man in Wirklichkeit von den meisten Zielorten nur die Flughäfen kennt, kann man ja unter den Teppich kehren.

3 - Casino-Croupier

Jobbeschreibung 

Immer schick angezogen, säckeweise Trinkgeld und die Kontrolle darüber, ob jemand tausende Euros gewinnt oder verspielt – so zumindest die Theorie darüber, was ein Croupier so macht. Und in der Tat sind Croupiers diejenigen, die das Roulette-Rad drehen, Karten ausgeben usw. Allerdings haben sie in der Realität keinerlei „Kontrolle“ über den Spielausgang. Am besten beschreibt man diesen Job als Spielmanager, der den korrekten Ablauf überwacht. Unabdingbar ist es dazu: 

  • Absolut seriös und verschwiegen zu sein 
  • Distanziertheit auch bei großen Gewinnen und Verlusten zu wahren
  • Ein richtig gutes und schnelles Zahlenverständnis zu haben und die Fähigkeit, still im Kopf zu rechnen, um die Gewinnsummen korrekt auszuzahlen
  • Grundlegende Kenntnisse der typischen Casinospiele (Baccara, Black Jack, Poker, Roulette etc.) Ein Fachmann muss man allerdings nicht sein. Denn zum Croupier-Job gehört es, dass man im Casino erst mal umfassend ausgebildet wird. 

Arbeitszeiten

All night long. Viele Casinos öffnen erst in den Abend- und haben Spielbetrieb bis in die frühen Morgenstunden. Die Arbeitszeiten sind zwar fest, dennoch können solche Schichtpläne mächtig anstrengen. 

Arbeitsaufkommen 

Körperliche Arbeit ist im Casino praktisch unbekannt. Dafür aber eine Menge Gehirnjogging. Je nach Anzahl der Spieler am Tisch muss man trotz größten Stresses in der Lage sein, absolut fehlerfrei Summen zu errechnen, alle Spieler im Blick zu halten, damit keiner betrügt und zudem auch noch zu erkennen, ob irgendwer Anzeichen von Spielsucht zeigt. Unterm Strich kann Croupier also ziemlich stressig sein – aber je nach Trinkgeldaufkommen auch geradezu unerhört gut bezahlt, denn erfahrene, Croupiers gehen teilweise mit 5000 Euro am Monatsende nachhause. 

Coolness-Faktor 

Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas. Croupier zu sein hat immer etwas „James Bond“-mäßiges an sich. Und statt mit „Einsfuffzig“ mit einem 50-Euro-Jeton Trinkgeld-honoriert zu werden, hat definitiv einen Coolness-Faktor.

4 - Schauspielpatient

Jobbeschreibung

„MEIN BEIN, OH GOTT, MEINE ARME LEBER!!“. Zugegeben, in der Theorie klingt Schauspielpatient ziemlich spaßig. In der Praxis ist es zwar auch ein cooler Job, allerdings mit gewissen Eigenheiten. 

Ein Schauspielpatient ist eine gesunde Person, die eine Krankheit simuliert. Das können psychische Dinge wie Depressionen sein aber auch handfeste Lagen an der Schwelle zum Tod. Damit werden all jene konfrontiert, die solche Situationen behandeln sollen, also angehende Ärzte, Rettungssanitäter usw. 

Fähigkeit zu dramaturgischen Höchstleistungen ist dabei weniger erforderlich als das Können, die „verordnete“ Krankheit realitätsgetreu wiedergeben zu können. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Profis lernen, sondern auch, dass sie von den Schauspielpatienten in kontrollierter Umgebung Feedback und Verbesserungsvorschläge erhalten. 

Arbeitszeiten

In Sachen Arbeitszeiten müssen Schauspielpatienten flexibel sein – allerdings selten täglich. Denn meist ist ihr Einsatzbereich die medizinische Fakultät einer Uni oder Ausbildungszentren für Sanitäter. In der Regel arbeitet man tagsüber und nur für wenige Stunden. Das macht die Sache zwar leichter, aber Stundenlöhne um 12 Euro sorgen auch dafür, dass der Job alleine selten ausreicht. 

Arbeitsaufkommen

Vergleichsweise gering. Ein guter Schauspielpatient muss aber in der Lage sein, sich zumindest grundlegend in andere Charaktere hineinversetzen zu können – etwa, wenn die 20jährige Germanistikstudentin eine grummelige Oma spielen muss, die sich vom Arzt nicht untersuchen lassen will. 

Coolness-Faktor

Meredith Grey bitte in den OP. Schauspielpatient ist eben genau so, wie man es sich vorstellt: Die Kommilitonen glauben, man würde Leben-und-Tod-Situationen schreiend dramatisieren und finden es cool.

 

5 - Maskottchen

Jobbeschreibung 

Auf tausenden Fotos, vielleicht sogar im Fernsehen erscheinen? Von Kindern geliebt, umarmt, gekuschelt werden? Selbst bei tropischen Temperaturen im dicken Kostüm herumrennen? Wer das cool findet und zudem in der Nähe eines Freizeitparks lebt oder in einer Stadt studiert, die ein größeres Fußball- oder sonstiges Sportteam betreibt, könnte Maskottchen werden. 

Der Job selbst ist dabei vergleichsweise easy. Man trägt sein Kostüm, animiert und muss nett zu Kindern sein. Okay, wenn man „Hänk der Bär“ ist, muss man natürlich den Lebenslauf seiner Rolle auswendig können, falls die Kids Fragen stellen, aber grundsätzlich haben Maskottchen leichteren Jobs. 

Arbeitszeiten

Freizeitparks haben tagsüber offen. Das macht es notwendig, Job und Vorlesungszeiten zu koordinieren und natürlich die Wochenenden, wenn Hochsaison herrscht, zur Verfügung zu haben. Und als Sportmaskottchen arbeitet man generell, wenn gespielt wird sowie bei Pressekonferenzen und ähnlichen Veranstaltungen. 

Arbeitsaufkommen 

Gering. Als Freizeitpark-Maskottchen läuft man durch den Park, sieht rollengemäß aus und redet mit Kindern. Das ist selbst bei 30°C noch zu managen. Etwas anstrengender ist es als Team-Maskottchen. Denn dafür sind teilweise auch akrobatische Einlagen vonnöten. Mit einem Ein-Meter durchmessenden Plüschkopf obendrauf ist das selbst für fitte Sportstudenten gar nicht so einfach, wie die folgende Compilation zeigt.

Coolness-Faktor

Happy Happy Joy Joy. Denn in praktisch jedem Studentenherz steckt noch ein wenig Kinderseele – und die findet große Plüschtiere, die herumlaufen, ziemlich cool. Gilt zwar nicht universell, aber Maskottchen ist einer der wenigen Jobs, die praktisch alle glücklich machen. Ob nun wegen „ooh, wie süß“ oder „ha haa, guck mal wie der stolpert“ sei dahingestellt.

6 - Groschenromanautor

Jobbeschreibung

„Und während das Alpenglühen einsetzte, nahm Doktor Florian sie in den Arm und küsste sie leidenschaftlich – Ende“. Man kennt sie vom Rundständer im Supermarkt: Arztromane, Alpenschnulzen, Westernheftchen – Groschenromane. Und so literarisch wenig wertvoll die meist wöchentlichen Ausgaben im A5-Format auch sein mögen, sie müssen geschrieben werden. 

Eine passende (abgelaufene) Stellenanzeige bringt es auf den Punkt: Man hat vier bis sechs Wochen Zeit, um sich eine zum Thema passende, spannende Geschichte auszudenken und in etwa 180000 Zeichen zu Papier zu bringen. Also im Prinzip nichts anderes, was jeder Autor „echter“ Romane oder Zeitungsartikel auch machen muss. 

Aber man benötigt eben auch die Fähigkeit, wirklich heftgerecht zu schreiben, so schnulzig das auch sein mag. Daher ist der Job erst mal was für alle, die eine blühende Phantasie haben und – noch wichtiger – diese auch in Worte verpacken können. 

Arbeitszeiten 

Als Groschenromanautor ist man meist freier Mitarbeiter. Das hat den - für Studis nicht zu unterschätzenden - Vorteil, dass man sich seine Zeit am PC genauso einteilen kann, wie es das Studentenleben ermöglicht. Und haben wir schon erwähnt, dass man den Job von überall her verrichten kann? 

Arbeitsaufkommen 

Wer seine Kreativität auf Knopfdruck abrufen und schnell schreiben kann, ist fein raus. Denn die Deadline macht es eben möglich, sein Arbeitsaufkommen selbst zu dosieren. Bloß sollte man nicht allzu sehr faulenzen, denn sonst wird es hinten raus ziemlich stressig. 

Als Student davon leben kann man eher nicht, denn wie in der Anzeige oben zu sehen, gibt es pro Heft gerade mal 150 Euro. Allerdings: Wer die Sache länger macht, kann bessere Konditionen verhandeln und bekommt pro Heft bis zu 900 Euro. 

Coolness-Faktor 

Hank Moody für Oma Erna. Mit der Selbstbezeichnung „Autor“ erhöht man zwar seinen Coolness-Level durchaus, aber wenn dann herauskommt, dass die literarischen Tätigkeiten sich auf die Erlebnisse des Almdoktors Florian beschränken, bleibt in der Studenten-Altersgruppe höchstens noch ein Grins-Faktor.

7 - Schlussmach-Agent

Jobbeschreibung 

Auch wenn die Beziehung noch so im Eimer ist, fürchten sich überraschend viele, die Reißleine zu ziehen. Genau hier greift der Schlussmach-Agent ein, der erst jüngst von Matthias Schweighöfer ein cineastisches Monument gesetzt bekam. 

Doch was macht man, wenn man bei einer Trennungs-Agentur arbeitet? Je nach Kundenauftrag ruft man an, schreibt eine Karte/SMS/E-Mail oder nimmt persönlich Kontakt auf und beendet das, was einst heiße Liebe war. Das bedarf vor allem: 

  • Absolut wertungsfreies Arbeiten
  • Eine ganze Menge Einfühlungsvermögen
  • Wortgewandtheit
  • Eine gute Portion Kaltschnäuzigkeit 

Vor allem am letztgenannten scheitert es oft. Denn wenn es hart auf hart kommt, muss man auftragsgemäß eine Beziehung für jemanden von Angesicht zu Angesicht beenden. Das sind nicht nur Teenie-Liebschaften, sondern oft genug jahrelange Erwachsenen-Partnerschaften. Wie geht man mit der daraufhin folgenden Fassungslosigkeit um? Wie mit Weinkrämpfen? Und was, wenn sich der Empfänger der Botschaft etwas antut? 

Arbeitszeiten 

Weitgehend frei. Allerdings muss man darauf gefasst sein, dass die Kunden Arbeit nach Feierabend des „Opfers“ verlangen oder an Wochenenden. 

Arbeitsaufkommen

Vordergründig gering. Man erledigt ja „nur“ ein Telefonat oder trifft sich kurz mit demjenigen/derjenigen. Was aber das Arbeitsaufkommen schwer verdaulich macht, ist die Tatsache, dass man über kurz oder lang ins Grübeln kommt – solange man nicht die Fähigkeit dazu besitzt, mit der kalten Emotionslosigkeit eines Profikillers „fremdzutrennen“. Doch das können eben die wenigsten. Allerdings hat man oft auch die dicke Befriedigung, richtig miese Partner in den Wind schießen zu können. 

Coolness-Faktor 

Wie werd‘ ich Léon den Profi los in zehn Minuten? Interessant macht einen der Job mit Sicherheit. Aber es ist eben auch eine Tatsache, dass alles, außer der persönlichen Trennung von den meisten Menschen als ziemlich feige eingestuft wird. Wer da den Erfüllungsgehilfen spielt, bekommt oft auch eine Dosis Kopfschütteln ab.

8 - Gelddrucker

Jobbeschreibung 

Ganz im Gegensatz zu dem, was viele Leser jetzt denken mögen, ist Gelddrucker keineswegs ein Job bei der Mafia und man steht dabei auch nicht mit einem Bein im Gefängnis. Denn in Deutschland gibt es eine Handvoll Unternehmen, die Geld drucken – völlig legal und im Auftrag der Bundesregierung. 

Zugegeben ist es zwar wegen der Seltenheit der Jobs schwer, hier ein Bein in die Tür zu bekommen, aber wenn man es geschafft hat, ist der Job an sich ziemlich cool. Denn man druckt Geld oder kontrolliert als studentische Hilfskraft besser gesagt, dass das Geld richtig gedruckt und von A nach B geschoben wird. In der Realität sieht das so aus, dass während einer Schicht Millionen von Euros an einem vorbeilaufen

Das sorgt natürlich dafür, dass man eine wirklich ehrliche Haut sein muss. Denn so groß die Versuchung im Angesicht der Millionenbeträge auch ist, insbesondere in den Firmenbereichen, wo alte Scheine geschreddert werden, ist es einfach so, dass dort der Verbleib jedes einzelnen Scheins bekannt ist und man auch mit geschickten Langfingern erwischt wird. Verantwortungsbewusstsein ist deshalb das A und O. 

Arbeitszeiten 

Unterm Strich ist auch eine Gelddruckerei ein normaler Druckbetrieb. Das bedeutet Schichtarbeit. Der große Studi-Vorteil ist allerdings, dass man so auch außerhalb der Vorlesungszeiten arbeiten kann. 

Arbeitsaufkommen 

Gering. Man steht viel herum und muss Wannen mit Geld durch die Gegend schieben, Papier nachfüllen und ähnliche, wenig anspruchsvolle Tätigkeiten verrichten. 


Coolness-Faktor 

Money for nothing. Denn Geld mag ja schließlich fast jeder. Allerdings sollte man darauf gefasst sein, dass wirklich jeder, dem man von seinem Job erzählt, einem anschließend mit „total kreativen, narrensicheren“ Wegen kommt, wie man unbemerkt die ganz schnelle Million machen kann, indem man die Scheine auf Abwegen aus dem Gebäude befördert.

10 - Hoteltester

Jobbeschreibung 

Es klingt nicht nur wie ein Traumberuf, sondern ist für junge, ungebundene Studenten auch einer. Man reist durch die Welt und macht für sein Geld nichts anderes, als sich in Hotels einzumieten und diese auf Qualität zu testen. Doch was macht eigentlich ein Hoteltester im Einzelnen? 

  • Leben im Hotel wie ein „normaler“ Gast
  • Überprüfen der Unterkunft
  • Ausprobieren des Service
  • Dokumentation in Bild und Ton 

Das kann natürlich dazu führen, dass man im einen Hotel in der Präsidentensuite nächtigt, und im nächsten in einer billigen Partytouristen-Absteige. Doch auch wenn der Job echt genial ist, muss man sich die Fähigkeit bewahren, nüchtern und objektiv zu urteilen. Und trotz der Tatsache, dass man selbst kostenlos dort untergebracht ist, muss man aus der Sicht desjenigen sehen können, der unter Umständen eine dicke Stange Geld dafür hingelegt hat. 

Arbeitszeiten

Drei Tage am Stück plus An- und Abreise sollte man frei haben. Das macht den Hoteltester eher für die studienfreie Zeit interessant. Dann aber gibt es wirklich Geld dafür, dass man am Pool liegt und sich durch die Cocktail-Palette durchprobiert. 

Arbeitsaufkommen 

Gering. Im Endeffekt muss man nur seine Beobachtungsgabe einsetzen. Wenn man die hat, läuft der Job praktisch von alleine. Einige Fotos von den Dingen, die einem besonders aufgefallen sind und danach einen Fragebogen ausfüllen. Obendrein gibt’s noch eine niedrige dreistellige Summe pro Test. Das macht zwar nicht reich, aber als Hoteltester überwiegen eben die anderen Qualitäten des Berufs das Gehalt bei weitem. 

Coolness-Faktor 

Sex on the Beach Level 9000. Was könnte auch nur im Entferntesten daran uncool sein, Geld dafür zu bekommen, in Hotels die Speise- und Cocktailkarte rauf und runter zu probieren, die Angestellten für sich springen zu lassen UND dafür noch Geld zu bekommen? Hoteltester hat den mit Abstand dicksten Coolness-Faktor.

Ein Beitrag des externen Autors Manuel Völk