Sollten Studenten eine Steuererklärung machen?

Viele Studenten haben sich noch nie mit einer Steuererklärung auseinander gesetzt. Selbst wenn sie in Schule und Studium Geld durch einen Nebenjob hinzuverdienen, fallen bei 450 Euro-Jobs keine Steuern an. Als Hilfswissenschaftler arbeiten viele in der Bibliothek, Laboren oder der Verwaltung der Universität. Dort sind Minijobs üblich. Außerdem dürfen BAföG-Empfänger gar nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen, wenn Sie keine Abzüge riskieren wollen. Eine Steuererklärung kann sich für dich dennoch rentieren.

 

So sparst du im Studium Steuern für deinen ersten Job

Wenn du schon dein zweites Studium absolvierst, dann kannst du die Kosten dafür vollständig als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Verwende hierfür eine Steuersoftware beispielsweise von Lexware, in der du deine Ausgaben ganz einfach eintragen kannst. Wenn du sie schriftlich abgibst, reicht der Platz für deine Auflistung meist nicht aus. Füge dann ein gesondertes Blatt Papier ein und vermerke dies in Anlage N. Als Zweitstudium zählen auch das Studium nach einer Ausbildung, zum Beispiel auch nach einer wenige Monate dauernden Rettungssanitäterausbildung, sowie ein Master- nach einem Bachelorstudium.

Wenn du die Studienkosten beim Finanzamt angibst, können sie sich steuermindernd auf deinen Beruf nach dem Studium auswirken. Die Steuererklärung kannst du dennoch schon während des Studiums einreichen. Du kannst dir aber auch 4 Jahre Zeit lassen. Die Höhe der Ersparnis bei der Steuer hängt dann vom Gehalt im ersten und zweiten Arbeitsjahr ab und kann sich bei geringem Einkommen auch gänzlich in Luft auflösen.

 

Folgende Ausgaben kannst du geltend machen:

  • Studiengebühren
  • Zinsen sowie Gebühren für Studienkredite
  • Fahrtkosten
  • Bücher
  • Büromaterial
  • Verpflichtende Exkursionen
  • Benötigte Nachhilfestunden
  • Vorgeschriebene Sprachkurse

Hebe zum Nachweis dieser Unkosten alle Belege auf. Dazu gehören zum Beispiel auch Semestertickets für den öffentlichen Verkehr. Andere Fahrtkosten kannst du mit der Kilometerpauschale von 0,30 Euro pro Kilometer berechnen.

Im Erststudium kannst du die Studienkosten nur als Sonderkosten im selben Jahr bis zu 6000 Euro von der Steuer absetzen. Bei den gewöhnlich relativ geringen Einnahmen von Studenten, ergibt sich kaum eine Ersparnis. Bei einem dualen Studium etwa kann sich das aber auszahlen. Von deinem Einkommen werden dann neben dem Werbungskostenpauschbetrag noch die Sonderausgaben abgezogen und du musst nur noch den Rest versteuern.

Einkommen im Studium

Je höher der studentische Verdienst jedoch ist, desto eher rentiert sich eine Steuererklärung, um Einkommenssteuer zu sparen. Für deine Eltern gibt es einen Kinderfreibetrag, den sie anführen können. Wohnst du nicht mehr zu Hause, kommt ein Ausbildungsfreibetrag von 924 Euro im Jahr hinzu. Wenn du bei ihnen mitkrankenversichert bist, können sie die Beiträge dafür absetzen. Wenn das Kindergeld wegfällt, können Eltern zudem „Außergewöhnliche Belastungen“ durch ihre Unterhaltskosten notieren.

Hast du dich während des Studierens selbständig machst, bist du in jedem Fall verpflichtet eine Steuererklärung zu machen, wenn du Einnahmen über den Grundfreibetrag hinaus zu verzeichnen hast. Auch bei Kapital- und Mieteinkünften musst du Steuern zahlen.

Zur weiterführenden Lektüre empfiehlt sich außerdem dieses kostenlose E-Book, das alle Fakten und Beispielrechnungen zur Steuererklärung für Studenten enthält, und dieser Artikel von audimax.

Gastbeitrag von Michael Mayer

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