Tipps für die besten Studien-Chancen nach dem Abi

Pixabay.com, ©congerdesign CC0-Lizenz
Eine gute Abitur-Note kann hilfreich sein, den gewünschten Studiengang zu beginnen.

Beliebte Fächer wie Medizin oder Jura warten an vielen Universitäten mit einem Numerus Clausus auf. Daher gilt: Je besser das Abitur abgeschnitten wird, desto mehr Chancen bestehen später in dem gewünschten Studienfach unterzukommen. Mit einem guten Abschluss kann sich so Wartezeit oder das Ausweichen auf eine weniger beliebtes Fach gespart werden. Allerdings sind es nicht die Noten alleine, die die Chancen auf den richtigen Studienplatz erhöhen. Meist wird bei der Verteilung der Fächer die 20-20-60-Regel angewandt. 20 Prozent der Plätze werden an die besten Abiturienten vergeben, 20 Prozent nach Wartezeit und 60 Prozent nach internen Regelungen der jeweiligen Hochschule. Wer einige hilfreiche Tipps berücksichtigt, kann so schon frühzeitig die Grundsteine legen, möglichst einfach an das spätere, gewünschte Studienfach zu gelangen.

Die Abitur-Note verbessern

Am einfachsten können es sich Bewerber machen, indem sie von Anfang an einen guten Notendurchschnitt im Abitur nachweisen können. Daher sollte schon während des Abiturs an den Grundpfeilern für das spätere Studium gearbeitet werden. Bei Lern- oder Verständnisschwierigkeiten im Schulstoff ist rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, so dass Wissenslücken vermieden werden. Denn oft sind es diese kleinen Lücken, die es erschweren weiteres Wissen darauf aufzubauen. Wer ganz gezielt an Vorbereitungen zu Klassenarbeiten und Prüfungen arbeiten möchte, kann sich verschiedene Lernhelfer zunutze machen. Einer davon ist der Duden Learnattack. Dabei werden online strukturierte und leicht verständliche Inhalte der meisten Schulfächer vermittelt. Übungen, Lernvideos, Prüfungssimulationen und Nachhilfestunden, sogar kurzfristige Nachfragen über WhatsApp sind darüber möglich. Eine weitere Option ist das Bilden von Lerngruppen. So kann sich rechtzeitig gegenseitig zum Lernen motiviert und schwierige Sachverhalte erklärt werden. Denn nur wer den Lernstoff auch versteht und regelmäßig lernt, hat die Chance auf einen überdurchschnittlichen Notenabschluss und damit auch eine bessere Chance auf die Wahl des späteren Wunsch-Studienfachs.

Pixabay.com, ©bdyczewski CC0-Lizenz
Die Wahl der richtigen Abiturfächer kann das Punkteverfahren durch die Hochschulen positiv beeinflussen.

Abiturfächer dem gewünschten Studienfach anpassen

Eine weitere Möglichkeit seine spätere Studienwahl günstig zu beeinflussen ist es bereits bei der Wahl der Abiturfächer auf eine Konstellation zu achten, die auf das spätere Wunschstudium zugeschnitten ist. Bei einem gewünschten medizinischen oder naturwissenschaftlichen Studium sollten auch Naturwissenschaften als Hauptfächer gewählt werden. Soll es Richtung Informatik gehen, sollte wenn möglich auch ein Schulfach Informatik belegt werden. Durch die Belegung der jeweiligen Fächer wird bereits jedem vermittelt, das ein Interesse der Person an dem jeweiligen Fach besteht. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass hier später auch schon Vorkenntnisse vorhanden sind, auf die zügig aufgebaut werden kann. Einige Universitäten berücksichtigen daher auch die Fächerauswahl bei der Bewertung der angehenden Studenten. Sie lassen die gewählten Fächer mit in ihr individuelles Punktesystem mit einfließen. Aber auch für die Schüler selber kann es von Vorteil sein, wenn sie bestimmte Fächer besser kennenlernen, die für das spätere Studium relevant sind. So kann letztendlich besser eingeschätzt werden, ob die geplante Studienrichtung wirklich die richtige ist.

Den richtigen Studienort wählen

Neben den eigenen Noten kann allerdings auch der gewählte Studienort für den Erfolg beim Einschreiben entscheidend sein. Nicht jede Universität ist bei allen Studenten gleichermaßen beliebt und unterscheidet sich daher auch in ihren vorhandenen NCs. Es gilt bei der Auswahl daher die Kriterien der verschiedenen Universitäten genau zu überprüfen. Ist ein NC auf das Studienfach vorhanden? Wie hoch ist der jeweilige NC? Nach welchen Kriterien werden die eigenen Leistungen angerechnet? – Immerhin werden 60 Prozent der Stellen nicht alleine über die Abiturnote vergeben. Wer die Kriterien der Universität kennt, nach denen die Punkte für die Bewerber verteilt werden, kann seine eigene Chance besser einschätzen. Und diese Einschätzung ist nicht unwesentlich: Bewerber für ein Studium können sich zwar für mehrere Studiengänge oder bei verschiedenen Hochschulen bewerben, jedoch gibt es einige Hochschulen, die Bewerber aus dem Rennen nehmen, wenn ihre Institution nicht auf Platz eins der gewählten Rangliste steht. Bei der Bewerbung um einen zulassungsbeschränkten Studienplatz werden die Abiturienten durch die Stiftung für Hochschulzulassung unterstützt. Dort werden die generellen Bedingungen zu den Bewerbungsverfahren und -abläufen erklärt und ein kostenfreies Bewerbungsportal bereitgestellt. Über dieses Portal ist die zentrale Bewerbung an verschiedenen Hochschulen möglich. Alternativ haben die Bewerber auch die Option sich an den jeweiligen Bewerbungsportalen der Hochschulen selber zu bewerben.

Pixabay.com, ©NGi CC0-Lizenz
Ein Studium eines anderen Faches an einer deutschen Hochschule wird nicht auf die Wartezeit angerechnet.

Wartezeit sinnvoll nutzen

Wer weder durch einen Einser-Schnitt glänzen kann, noch bei dem individuellen Punkteverfahren der jeweiligen Hochschule gut genug abschneidet, dem bleibt oftmals nicht anderes übrig, als den Weg zum Studium durch eine Wartezeit zu überbrücken. Die Quote, nach der die Plätze über die Wartezeit vergeben werden kann sich allerdings in den einzelnen Bundesländern unterscheiden. Während fast überall die 20-20-60-Regelung gilt, liegt die Quote für die Verteilung des Studienfachs nach Wartezeit in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen bei lediglich 10 Prozent. Auch dies sollten Bewerber für die jeweilige Hochschule im Hinterkopf behalten. Außerdem wird nicht jede Tätigkeit als Wartezeit für das Studium angerechnet. Während gewöhnlich jedes verbrachte halbe Jahr nach dem Abitur als Wartesemester angerechnet wird, gilt dies nicht, wenn in der Zeit ein anderes Studienfach belegt wird. Wird jedoch eine Ausbildung, ein Praktikum, ein Freiwilliges Soziales oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, wird die Zeit angerechnet. Dies gilt auch, wenn ein Studium im Ausland geleistet wurde. Und auch bei der Wahl seiner Tätigkeit während der Wartezeit, sollte diese schon sinnvoll genutzt werden, um sich Vorteile beim späteren Studium beziehungsweise der beruflichen Karriere zu verschaffen. Praktische Erfahrung, soziale Kompetenzen, Auslandserfahrungen oder weitere Sprachkenntnisse sind oftmals Pluspunkte, die einem im späteren Studienleben zu Gute kommen können.

Beitrag des externen Autors Tobias Neubauer

Artikelsuche