weiß angemalte Glocke
Barni1 / pixabay

Woher kommt eigentlich: Etwas an die große Glocke hängen?

Bedeutung: Etwas im großen Stil öffentlich machen. Immer dann, wenn wir einer anderen Person etwas erzählen und nicht wollen, dass das Erzählte der breiten Masse zugänglich gemacht oder sogar noch auffällig ausgeschmückt wird, kommt diese Redewendung zum Einsatz.

Herkunft: Die Redensart geht auf einen alten Brauch zurück, der ab dem sechsten Jahrhundert – durch die Verbreitung der Glocken – in Europa Einzug erhielt. Damals, als noch nicht einmal annähernd die Rede von Radio, Fernsehen und Internet war, diente die Glocke der Nachrichtenankündigung. Das einzelne oder gemeinsame Läuten von Glocken, die Anzahl der Glockenschläge und die Art des Läutens oder Schlagens vermittelten der Allgemeinheit verschiedene Anlässe wie etwa Gottesdienste, Geburten, Bekanntmachungen, drohende Gefahren oder öffentliche Rügen. Der Klang der Glocke – meist der Kirchenglocke – informierte die Leute von Nah und Fern über Neuigkeiten. Und das obwohl die Bevölkerung gerade in ländlichen Gegenden damals sehr zerstreut lebte. Übrigens: Die Zweiteilung in kirchliches und bürgerliches Läuten bei den Kirchenglocken gibt es bis heute noch.


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