Trainee-ABC: Assessment-Center bis Zeitmanagement

So macht dir keiner was vor: Unser Trainee-ABC erklärt dir 26 wichtige Fakten rund um den Einstieg als Trainee

Assessment-Center (AC): ein Personalauswahlverfahren, bei dem mehrere Teilnehmer mittels Präsentationen, Fallstudien, Gruppendiskussionen, Rollen- und Kreativspielen, Aufsätzen, Leistungstests und anderen Aktivitäten um einen Job, ein Traineeprogramm oder Volontariat versuchen,  Personalverantwortliche von sich zu überzeugen.

Bewerbung: Für eine gute Bewerbung braucht es: Zeit, Geduld, Professionalität, Motivation und Strukturen. Es ist sehr einfach, bei einem Anschreiben vieles falsch zu machen. Fehlende Adressen, allgemeine Ansprachen (»Sehr geehrte Damen und Herren«), keinerlei Bezug zu Stellenanzeige und Unternehmen, fehlende oder schmuddelige Unterlagen undundund. Wie es richtig geht und wie Personalverantwortliche das sehen: www.audimax.de/bewerbung

CAREER-CENTER: Wer auf der Suche nach einem Traineeprogramm ist, sollte unbedingt einen Blick auf audimax.de werfen, denn hier gibt es immer ein feines Angebot an Traineestellen.

Dauer: Ein Traineeprogramm dauert zumeist zwischen zwölf und 24 Monaten. Alles, was sich darunter oder darüber befindet, sollte äußerst kritisch beäugt werden.

Englisch: Wer seine Englischkenntnisse als »goes so« bezeichnet, sollte sich die Sache mit einem Traineeprogramm nochmals überlegen oder einen Auffrischungskurs belegen. Allgemein gehören gute bis sehr gute Englischkenntnisse – vor allem bei Global Playern – zum unbedingten Muss. Oftmals ist auch noch eine zusätzliche Fremdsprache erwünscht.

Fach-Traineeprogramm: Wenn du bereits während deines Studiums weißt, dass du später im Vertrieb einer Bank tätig sein möchtest, dann kannst du mit einem Fach-Traineeprogramm diesen Weg konkret verfolgen. Du durchläufst verschiedene Stationen und besuchst passende Workshops, die dich intensiv auf deine Zielposition vorbereiten.

»Kunst der Entblößung« Yoko Ono, Weggefährtin von John Lennon, forderte in den 1960ern einst in ihrer Performance ›Cut Piece‹ das Publikum dazu auf, ihr die Kleidung abzuschneiden.

Hierarchie: Auch wenn überall von familienähnlichen Zuständen im Unternehmen gesprochen wird, ist das kein Freifahrtschein für lässiges Duzen und einer selbstverständlichen Überschreitung sämtlicher Kompetenzgrenzen. Daher gilt: Vorab die Zuständigkeiten klären und erst dann lospreschen!

Integrität: Jedes Unternehmen wünscht sich integre, also unbescholtene, unbestechliche und ehrliche Mitarbeiter. Das gilt auch für Trainees: Betriebsgeheimnisse und Interna bleiben da, wo sie hingehören – im Unternehmen!

Jobaussichten: Ein Traineeprogramm bedeutet nicht automatisch, dass im Anschluss der Superjob wartet. Oftmals sind die Verträge befristet und der Trainee muss neu verhandeln oder sich auf die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle machen. Andere Verträge verlangen hingegen von den Trainees, dass sie nach Beendigung des Programms noch im Unternehmen bleiben, damit sich die Kosten der Ausbildung wieder amortisieren. Wer einen unbefristeten Vertrag sein Eigen nennen kann, aber dennoch nicht bleiben möchte, sollte sich unbedingt über Kündigungsfristen informieren.

Kritik: Aus dem Französischen stammend, bedeutet critique ›die Kunst der Beurteilung‹ und damit ist schon vieles gesagt: Gute Kritik ist konstruktiv und sollte vom Kritisierten auch so aufgenommen werden – wenn sie gerechtfertigt ist. Wer sich zu Unrecht kritisiert fühlt, kann dies auch sagen. Aber in einem normalen, sachlichen Ton.

Lebenslauf: Ein Lebenslauf ist zwar dazu da, kompakt die Studien- und Praxiserfahrungen aufzuzeigen, aber er sollte – wie das Anschreiben auch – an die Stellenanzeige angepasst werden, wenn denn schon Erfahrungen in dem gewünschten Bereich vorhanden sind. Selbstredend darf daraus kein ganzer Roman entstehen, aber relevante Schlagworte sollten schon aufgelistet werden. Mehr Tipps zu Länge, persönlichen Angaben, Schriften, Layout und ob Flunkern erlaubt ist, gibt es unter www.audimax.de/bewerbung 

Mittelstand: Traineeprogramme beim Mittelstand haben den Vorteil, dass sich hier nicht gefühlt tausende Bewerber auf eine Stelle bewerben und auch ›Orchideenfächler‹, Quereinsteiger und Studienabbrecher eine Chance haben. Vor allem die menschliche Komponente spielt hier eine große Rolle – ganz nach dem Motto ›Punkten mit Persönlichkeit‹.

Netzwerk: Ob regional, national oder international: Netzwerke sind das A und O. Nicht nur dank der Rotation durch die verschiedenen Abteilungen ergeben sich neue, nützliche Kontakte – viele Unternehmen unterstützen ihre ›Schützlinge‹ aktiv beim Kontakteknüpfen, indem sie ihre Trainee-Jahrgänge bei regelmäßigen Treffen zusammenführen. Dies kann einerseits sehr zuträglich für die spätere Karriere sein (»Ich kenn da jemanden«) oder zumindest gute Freunde hervorbringen, die ihrerseits jemanden kennen, der weiterhelfen kann.

Online-Profile: sind ein gutes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Wer dabei von abgedroschenen Begriffen Abstand nehmen möchte, sollte sich nicht als kreativ, kommunikativ und organisiert beschreiben. Denn das ist heute fast jeder – zumindest wird es gerne behauptet. Ausnahme: die kreativen oder kommunikativen Fähigkeiten lassen sich mit Beispielen belegen. Ansonsten lieber zu den anderen Stärken greifen. Gibt ja bestimmt genügend.

Pflichten: Was ein Trainee darf und was er muss, sollte detailliert im Arbeitsvertrag vermerkt sein. Ist dies nicht gegeben, kann der Arbeitgeber dem Trainee jede Tätigkeit zuweisen, die dem jeweiligen Berufsbild entspricht. Steht das K nicht für Karriere, sondern für Kaffeekochen und Kopieren sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht und der Aufgabenbereich nochmals genau definiert werden.

Qualität: Woran sich ein gutes Traineeprogramm erkennen lässt: Experte Branko Woischwill erklärt dies im Interview.

Rechtsgrundlage: Da der Begriff ›Trainee‹ nicht geschützt ist, ist er auch in keinem arbeitsrechtlichen Gesetz erwähnt. Das macht vieles nicht unbedingt einfacher, denn somit kann jedes Unternehmen ein Traineeprogramm anbieten. Nachsehen haben hier oft die Trainees, die statt in eine erfolgreiche Zukunft in die Röhre schauen.

Soft Skills: Exzellenz-Zertifikate, 25 Auslandspraktika und die Fähigkeit, den Lebenslauf in vier verschiedenen Sprachen vorzutragen: Dies bringt dem besten Bewerber oft nur wenig, wenn er nur über wenig Soft Skills verfügt. Wenngleich jedes Unternehmen von seinen Trainees unterschiedliche Fähigkeiten erwartet, so sind Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sehr erwünscht. Sollte es noch an etwas fehlen, unterstützen viele Unternehmen ihre Trainees mit Soft-Skills-Seminaren.

Trainee-Studium: Einem Dualen Studium sehr ähnlich, absolvieren Trainee-Studenten ein Studium und in der vorlesungsfreien Zeit ihre Praxisphasen, die sie für ihre spätere Tätigkeiten vorbereiten. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber dafür unterstützt das Unternehmen seine ›Schützlinge‹ finanziell. Auch die Berufschancen sind sehr gut.

Unbefristet vs. befristet: Viele Trainees bekommen bereits zu Beginn ihres Programms einen unbefristeten Vertrag – schließlich ist ein Trainee eine unternehmerische Investition, die Nachhaltigkeit im Sinne hat. Allerdings sind auch befristete Verträge an der Tagesordnung, die eine Neuverhandlung nach Ablauf des Programms nach sich ziehen, wenn der Arbeitgeber und der Trainee sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen können.

Vertrag: Das sollte auf jeden Fall drinstehen: Dauer, Gehalt, Arbeitszeit, Aufgabenbereich, einzelne Abteilungen, Kündigungsfrist, Urlaub, Überstundenregelung, Krankheitsregelung, Haftungs- und Urheberrecht sowie die Verschwiegenheitsvereinbarung.

XING: ist eine Plattform für Privat- und Geschäftskontakte im deutschsprachigen Raum. XING steht im Chinesisches für ›es funktioniert‹ und ist eine gute Basis, sich ein umfangreiches Netzwerk aus ehemaligen Kommilitonen, neuen Kollegen und Geschäftskontakten aufzubauen. Außerdem kann das Mitglied mittels verschiedener Gruppen fachlich auf dem neuesten Stand bleiben und nach etwaigen Möglichkeiten nach dem Traineeprogramm suchen.

Zeitmanagement: Wer eine ordentliche Zeitstruktur schafft, hat einiges gewonnen. Was steht diese Woche an? Was davon eilt? Und was davon bedarf viel Vorarbeit? Eine grobe Struktur mit Deadlines hilft, Prioritäten festzulegen und Aufgabenwuste zu entzerren. Dankbar zeigt sich hier nicht nur der Chef, sondern auch der persönliche Nervenapparat.


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