Unilever

Arbeitsalltag eines Wirtschaftsingenieur-Trainees

Zahlen, Daten – und Sahne machen den Tag von Sulyiman Nekzai im Unilever-Produktionswerk Kleve aus. Der studierte Wirtschaftsingenieur absolviert hier sein Traineeprogramm im Technischen Management

Vormittags als Wirtschaftsingenieur bei Unilever

8:00 Uhr:  »Morgens beginne ich für gewöhnlich meine Arbeit mit einem Blick auf die Effizienz- und Verlustdaten der letzten 24 Stunden. Dies gibt mir eine Vorahnung, was mich an diesem Tag erwartet. Waren wir gut oder müssen wir uns noch verbessern? Danach bereite ich mich für die Frühbesprechung vor. Es ist das erste und zugleich wichtigste Meeting. Die ersten Arbeitspakete des noch jungen Tages werden hier schon geschnürt.

8:30 Uhr: Bei der Frühbesprechung berichten die einzelnen Bereichsverantwortlichen über Vorkommnisse und Besonderheiten der vergangenen 24 Stunden. Die Qualitätskontrolle trägt die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen vor, die Produktion gibt Auskunft über die hergestellte Menge und etwaige sicherheitsrelevante Ereignisse, die Planung gibt einen Ausblick über die zu produzierenden Mengen und Artikel der folgenden Tage, und die Technik geht auf Maschinenstillstände und Prozessstörungen ein.

9:00 Uhr: Diese Punkte sind für mich besonders wichtig. Eines meiner Hauptprojekte ist die Konzeption und Einführung einer strukturierten Verlust- und Effizienzanalyse. Dieses Projekt beansprucht den größten Anteil meiner Arbeitszeit. Mein Ziel ist es, in den acht Monaten meiner ersten Traineestation eine automatisierte Störzeiterfassung zu etablieren. Dazu muss ich jedoch zunächst ermitteln, welche Störungskategorien vorliegen und in welcher Häufigkeit sie im Prozessverlauf auftauchen. Ich muss mir überlegen, wie ich die Information über die Dauer einer Störung und die persönlichen Anmerkungen des jeweiligen Bedieners und Technikers zusammen bringe und sie in einfacher Form darstellen kann. Diese stark konzeptionelle Arbeit beschäftigt mich oftmals den ganzen Vormittag. Ich greife dabei nicht nur auf die Erfahrungen der Kollegen aus der Produktion, sondern auch auf das Wissen anderer Unilever-Werke im In- und Ausland zurück.
 

Mittag bis Feierabend als Wirtschaftsingenieur bei Unilever

12:30 Uhr: Das Mittagessen und die Pause bieten eine ideale Gelegenheit, mal aus seinen Themen herauszuschlüpfen. Nicht selten erfahre ich hier Neuigkeiten von Kollegen aus der Planung oder der Qualitätskontrolle. Das hilft mir ungemein, über meinen technischen und organisatorischen Fokus hinauszublicken. Sollte ich mal in Hamburg sein, nehme ich natürlich an dem wöchentlichen Trainee- Mittagstreffen teil. In lockerer Atmosphäre kann ich hier mit Blick auf den Hamburger Hafen hören, was die Trainee-Kollegen in Hamburg an Neuerungen zu berichten haben.

13:30 Uhr: Je nach Wochentag habe ich nun Zeit, meine E-Mails zu lesen und zu beantworten oder in die nächste Besprechung zu gehen. Was ich jedoch jeden Tag mache, ist ein kurzer Gang durch die Fabrik. Der offene Blick und das Gespräch mit den Kollegen aus der Produktion und Technik helfen mir einerseits, den komplexen Prozess der Sahneherstellung näher zu verstehen und geben mir andererseits Einblick in die Sichtweise der Anlagenbediener. Dieses Feedback benötige ich für meine weitere Arbeit, da ihr Erfolg auch an der Akzeptanz der Mitarbeiter gemessen wird.

15:30 Uhr: Neben der Projektarbeit im Werk gibt es noch sehr viele Aufgaben, die ich für mein zweijähriges Traineeprogramm erledige. Das sind sowohl computergestützte Lernkurse und Seminare, aber auch die Vorbereitung für Messen und Vorträge. Der Austausch mit technischen Trainees anderer Werke, aber auch der Kontakt zu Trainees und Kollegen aus anderen Funktionsbereichen wie dem Marketing oder dem Vertrieb ist gefordert und hilfreich für die persönliche Entwicklung.

17:00 Uhr: Der Tag endet mit Organisatorischem, das heißt Stellenausschreibungenfür Praktikanten, Aufbau von Kontakten zu Hochschulen oder Vorbereitungen treffen für den Besuch anderer Werke. Zu meinen Aufgaben gehören auch der Aufbau von Kontakten zu Hochschulen. Zurzeit entsteht in Kleve eine neue Fachhochschule, mit der wir langfristig eng zusammen arbeiten wollen. Ist das erledigt, freue ich mich auf meinen Feierabend.«


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