Talentiert, tatkräftig, teamfähig

Diese Eigenschaften solltest du für ein Traineeprogramm mitbringen. Wie es dann abläuft? Das liest du hier!

Frisch aus dem Studium und rein ins Traineeprogramm! Diese Art von Berufseinstieg ist nicht nur ziemlich beliebt unter Absolventen aller Fachrichtungen, sondern wird auch von vielen deutschen Unternehmen auf der Suche nach Young Professionals angeboten. Die vorgesehene Zeit für ein solches Programm bewegt sich zwischen sechs und 24 Monaten – alles, was darunter liegt, ist eher ein Praktikum. Doch wie gestaltet sich der Trainee-Ablauf? Bei STRABAG wird der Einsatzplan zum Beispiel für ein 15-monatiges technisches oder ein 13-monatiges kaufmännisches Programm  individuell auf jeden Trainee zugeschnitten, entsprechend der fachlichen und persönlichen Anforderungen der Zielposition. Tino Simmat, Personalreferent bei STRABAG, erklärt: »Die Trainees durchlaufen mehrere wichtige Unternehmensbereiche, wie zum Beispiel die Kalkulation, Beschaffung oder die Arbeitsvorbereitung.« Beispielsweise ist hier ein Pflichteinsatz auf der Baustelle in das Programm integriert. 

Ein Fundament legen

In vielen Trainee-Angeboten findet sich eine recht individuelle Gestaltung des Ablaufs wieder. Oftmals bilden Unternehmen ihren Nachwuchs zu Beginn in einem ein- oder mehrwöchigen Grundlagenkurs aus, der ihnen Wissen vermittelt, auf das sie dann im weiteren Verlauf der Ausbildung zurückgreifen können. Das spiegelt sich auch in der Ausbildung der Management Trainees bei A&O Hotels and Hostels wider, wie Torsten Loos, Director Operation bei A&O, erklärt: »Management Trainees durchlaufen eine dreimonatige Akademiezeit, in der alle operativen Inhalte vermittelt werden. Anschließend sind sie drei bis sechs Monate in unseren Häusern unterwegs, wo sie unsere Standards kontrollieren und dem jeweiligen Bereichsleiter Bericht erstatten. Danach sind sie voll einsatzfähig.« Dabei bildet sich sowohl bei A&O als auch in den meisten anderen Unternehmen der gewünschte Schwerpunkt im Laufe der Einarbeitungszeit heraus. »In der Regel fällt die Entscheidung, welcher Trainee sich für welche Position besonders eignet, nach drei Monaten Traineezeit«, weiß Torsten Loos. 

Highlight des Traineeprogramms

Bei den meisten Nachwuchskräften sorgt ein Traineeprogrammpunkt für besondere Vorfreude: der meist dreimonatige Auslandsaufenthalt. Das ist nicht nur für die Trainees selbst eine tolle Erfahrung, sondern auch für die Unternehmen eine Investition, die sich auszahlt: Interkulturell geschulte Mitarbeiter von morgen sind in einer globalisierten Arbeitswelt natürlich begehrt. Meist hast du als Trainee sogar ein Mitbestimmungsrecht, wo es hingehen soll. So freut sich zum Beispiel Katharina Wind, technische Trainee bei STRABAG, auf ihre Auslandsstation: »Zu meinen Wunschzielen gehören Projekte in Chile, Abu Dhabi und dem Oman.« 

Betreuung von allen Seiten

Was deinen Einstieg als Trainee besonders ausmacht ist die intensive Betreuung durch die Personalabteilung, Fachkräfte der einzelnen Abteilungen und vor allem durch einen persönlichen Mentor. Dieser gibt dir nach jeder Station Feedback und legt gemeinsam mit dir fest, welche Zielposition du im Anschluss an dein Traineeprogramm belegen wirst. Amelie Reichenbecker, Trainee bei der Verischerungskammer Bayern, empfindet das Mentorenprogramm ihrer Ausbildung sogar als eines der Highlights: »Jeder Trainee wählt zu Beginn des Programms seinen persönlichen Mentor, einen Hauptabteilungsleiter, der ihn begleitet und zu seiner Entwicklung berät. Mein Mentor nimmt sich viel Zeit für mich und zeigt mir Chancen und mögliche zukünftige Wege im Konzern auf.« Durch die persönliche Betreuung der Nachwuchskräfte wird sichergestellt, dass Fähigkeiten von Anfang an gefördert werden, um die Trainees für spätere Führungspositionen auszubilden. Indem du also stets den Kontakt zu einem Ansprechpartner hast, bist du nicht auf dich allein gestellt und kannst ihnen gerade in der Einarbeitungszeit Löcher in den Bauch fragen. 

Fortbildungen für Wissbegierige

In der Regel gibt es innerhalb der Programme sowohl verpflichtende als auch freiwillig wählbare Seminare und Weiterbildungsmaßnahmen, die dich fachlich und persönlich schulen sollen. Meist wird dies jedoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich gehandhabt. Als Trainee bei Rewe zum Beispiel erfolgen die Schulungen bedarfsgerecht, »das heißt, eine Teilnahme wird dann geplant, wenn es die Vorbereitung auf die Zielfunktion erfordert oder der Trainee es für sinnvoll erachtet«, erklärt Trainee-Betreuerin Jutta Näther. So kannst du deine Ausbildungszeit also oftmals nicht einfach nur nach einem fixen Plan, sondern sogar an deinen eigenen Wünschen orientiert gestalten. Übrigens: Besonders, wenn du dich für eine allgemeine beziehungsweise klassische Traineestelle entscheidest, ist Abwechslung garantiert. Hier bist du nämlich in unterschiedlichen Abteilungen untergebracht: So hast du die Möglichkeit, etwa »alle drei Monate in unterschiedlichste Bereiche zu schnuppern und so am Schluss die Tätigkeit zu finden, die dich am meisten begeistert«, sagt Lisa Stelzer, Trainee bei der BayernLB. 

Von der Masse abheben

Klingt gut – aber wie stehen eigentlich die Chancen auf eine Traineestelle? Im Grunde geht es vor allem darum, dich schon im Voraus gegen Mitstreiter zu wappnen, indem du dir wichtige Skills aneignest. Wenn du dich für eine Traineestelle interessierst, stehst du leider nicht alleine da. Meist gibt es deutlich mehr Bewerber als Stellen, daher fordern die meisten Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Studienabschluss und das sichere Beherrschen mindestens einer Fremdsprache. Natürlich zählen besonders international agierende Konzerne darauf, dass ihre Mitarbeiter ein verhandlungssicheres Englisch mitbringen, gerade weil Trainees nach Ablauf ihres Programms meist direkt in eine Festanstellung übernommen werden. Du verfügst über diese Kenntnisse? Umso besser. Solltest du zusätzlich eine hohe Reisebereitschaft und Neugier auf Neues haben, kommen dir diese Eigenschaften gerade für Bewerbungen bei Global Players zugute. Also: Mit einem abgeschlossenen Studium, ersten Praxiserfahrungen und den nötigen Skills hast du dein Trainee so gut wie in der Tasche!


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