Neue Schwerpunkte. Von wegen „nur“ Forschung und Lehre

Wer nach dem Abitur auf der Suche nach der passenden Ausbildungsform ist, kommt meist nicht umhin, sich auch die eine oder andere Universität anzusehen. Schließlich weist der Weg mit Abitur meist in Richtung einer Universität. Welche Universität es werden wird, hängt vom Fach, vom Schnitt und natürlich auch von individuellen Vorlieben ab. Wer relativ freie Wahl hat, sollte auch einmal einen Blick in die Uni-Details werfen. So manche Hochschule könnte hier mit neuen Wegen punkten.

Die Leuphana Universität in Lüneburg beispielsweise setzt auf Nachhaltigkeit und ist damit einem großen Trendthema auf der Spur.

 

Die Universität Lüneburg im Kurzportrait

Die Leuphana Universität in Lüneburg zeichnet eine vergleichsweise kurze Geschichte aus: 1948 wurde die Universität als Pädagogische Hochschule gegründet. 1989 erhielt sie die Universitätsrechte. Seit dem Jahr 2005 wird die strategische Neuausrichtung der Universität beschritten.

Menschen. 9000 Studierende zählt die Universität aktuell. Hinzu kommen 1600 Erstsemester im College, 700 in der Graduate School, 170 Professuren, 400 wissenschaftliche Mitarbeiter, 130 Stipendiaten und 460 Mitarbeiter im nicht-wissenschaftlichen Dienst.

Orte. Der zentrale Campus umfasst knapp 37.800 Quadratmeter und 24 Gebäude. Über 9.500 Quadratmeter in drei Gebäuden kommen durch das Rote Feld dazu. In der Volgershall sind es knapp über 10.000 Quadratmeter in zwei Gebäuden.


Anzeige

Nachhaltigkeit wird an dieser Universität großgeschrieben

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema an der Leuphana Universität in Lüneburg – und zwar in vielerlei Bereichen: Bildung, Campus, Forschung und Gesellschaft. Überall möchte die Universität den Nachhaltigkeitsgedanken vertreten und vorleben. Auf der Homepage heißt es dazu: Die Leuphana beschreitet den Weg der Nachhaltigkeit in Forschung, Bildung, gesellschaftlicher Partizipation und im Campus-Betrieb. In der Forschung mit der Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeit, in der Gesellschaft unter anderem mit der Zukunftsstadt 2030 und auf dem Campus beispielsweise mit der klimaneutralen Universität. Die Bildung vermittelt, wie Nachhaltige Entwicklung gestaltet werden kann. Denn Nachhaltigkeit ist für die Leuphana nicht nur ein Leitbild, sondern ein in allen Bereichen gelebtes Handlungsprinzip.“

Nachhaltigkeit studieren. Die Fakultät Nachhaltigkeit hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen zu inspirieren und zu sensibilisieren – für eine Zukunft, die gerechter und friedlich ist als die Gegenwart. Die Forschung umfasst in diesem Spektrum die Analyse der Probleme der Nachhaltigkeit sowie die Entwicklung möglicher Lösungsansätze.

Klimaneutral lehren und lernen. Binnen sieben Jahren hat die Leuphana Universität es geschafft, die Universität auf klimaneutrale Beine zu stellen. Ein effizienter Umgang mit Ressourcen und Energie ist dabei ein Themenbereich, dem sich die Universität gewidmet hat. Umgesattelt hat die Universität mit den Jahren auf klimaneutrale Energieversorgung. Auch konnte die Universität Energie in Höhe von 50 Prozent der Primärenergie und 30 Prozent der Endenergie einsparen.

Fair gehandelt. Erst kürzlich erhielt die Universität die Auszeichnung als „Fairtrade University“. Zu sehen ist das auch auf dem Campus, denn hier gibt es Fairtrade-Produkte – unter anderem aus der Hand der Studenten. „Lünebohne“ und die „mela wear“ gehen auf studentische Gründungen zurück. Unter dem Label „Lünebohne“ gibt es fair gehandelten Kaffee und Schokolade. „mela wear“ steht für biozertifizierte Fairtrade-Kleidung. Auch einen Rucksack gibt es von diesem Label.

Nachhaltig leben. An diesem Punkt umfasst die Universität weit mehr als nur den Lebensraum Universität. Die Studenten agieren hierbei als Multiplikatoren in ihre Welt – und tragen den Nachhaltigkeitsgedanken eben dorthin weiter. Vor allem in punkto Konsumhaltung wird die nachhaltige Denkweise sichtbar: In der Mensa wird ökologisches und fair gehandeltes Essen konsumiert. Der ökologische Wochenmarkt offeriert eine nachhaltige Form der Lebensmittelbeschaffung und auch Büromaterial sollte tunlichst im Sinne der Nachhaltigkeit beschafft werden.

Exkurs: Ein Best-Practice-Beispiel in Universitätsnähe

Nur unweit von der Universität Lüneburg entfernt gibt es ebenfalls Unternehmen, die ganz ohne Studentendasein auf Nachhaltigkeit und vor allem Regionalität Wert legen. Auf der Seite der Druckerei LünePrint heißt es: „Wenn Sie Ihre Flyer oder Falzflyer in Lüneburg drucken lassen, stärken Sie einen lokalen Betrieb und vermeiden lange Lieferwege. Auch wenn Sie in Uelzen, Soltau und Munster wohnen – mit Ihrer Online-Flyer-Bestellung bei LünePrint beauftragen Sie Ihre sympathische Druckerei in der Region!“

Für Studenten, die Aufkleber, Broschüren, Bücher, Präsentationsmappen oder Visitenkarten benötigen, ist der Gang zu LünePrint sicherlich ein leichter. Dort wissen sie, dass Sie ganz im Sinne der Regionalität und der Nachhaltigkeit ordern, wenn sie sich mit ihrem Druckprojekt dorthin wenden. Und wer weiß aus welchen Leuphana-Studenten die nächsten Startup-Gründer werden, die dann sicherlich auch Kalender, Flyer, Kuverts und Banner bei LünePrint ordern.

Ein Beitrag des externen Autoren Tobias Neubauer