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So geht Weltreise: Wo beginnen, welche Route wählen, welches Budget planen, was vorher erledigen und was beachten

Ania und Daniel haben es gewagt: Job und Wohnung gekündigt, den Rucksack gepackt und ab ins Flugzeug. Das Ziel: Die welt bereisen. Willst du auch? Dann lies die Tipps der Reisecracks

Vorher erledigen

Du hast alle wichtigen Dokumente wie etwa den internationalen Führerschein beantragt, die Reiseimpfungen ist aktiv, die Post weitergeleitet und deine Auslandskrankenversicherung hat auch schon von dir gehört. Ist das der Fall, nimm dir die Zeit und saug noch einen Tag lang Heimat auf. Natürlich darf ein Abschied bei Familie und Freunden nicht fehlen.

Budget planen

Kosten für eine Reise zu kalkulieren, obwohl du noch keinen Schimmer hast, wo du landen wirst, ist schwierig. Wir haben es versucht: Wir haben Posten wie Flüge, Unterkunft, Essen, Transport und Touren aufgestellt und Durchschnittswerte pro Kontinent geschätzt. Fazit: Bei absolut keinem der Posten lagen wir richtig. In Summe haben wir aber witziger Weise fast genau die tatsächlichen Kosten von 12.000 Euro pro Person für elf Monate kalkuliert. Was so eine Weltreise letztlich kostet, hängt stark vom jeweiligen Reisestil und den Aktivitäten ab. Eine Faustregel geht im Schnitt von etwa 1.000 Euro pro Monat aus.

Route planen

Der einzige Plan, den wir im Gepäck hatten hieß: Düsseldorf –> Kuala Lumpur. Damit war die Routenplanung erfolgreich abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt ließen wir alles offen und planten die Reise von Tag zu Tag. Eine Weltreise ist die Gelegenheit, alles auf Null zu setzen und zu schauen, was passiert, wenn man nichts plant und alles passieren lässt!

Unterkunft finden

Häufig buchen wir unsere Unterkunft spontan am Abend vorher online. Meist wissen wir erst dann, wo wir überhaupt sein werden. Der erste Filter ist natürlich der Preis. Danach entscheiden wir nach Bewertung und Internetverfügbarkeit, da wir einen Blog (geh-mal-reisen.de) und YouTube-Channel betreiben, und halten Ausschau nach einem Fenster im Zimmer für den Luxus von Tageslicht und frischer Luft. Gibt es keine Internetverbindung, gehen wir einfach vor Ort in die Unterkünfte, schauen uns das Zimmer an und handeln einen fairen Preis aus.

Land erkunden

Nach der Ankunft spazieren wir die ersten beiden Tage nur umher. So bekommen wir ein Gefühl für Land und Leute. Erst danach schauen wir uns gezielter nach Sightseeing-Spots um. Generell gilt: Nimm dir Zeit! Bleib einfach mal länger an einem Ort, der dir gefällt und werde Stammkunde bei deinem Lieblingsimbiss. Denn die Top-Sehenswürdigkeiten eines Landes müssen nicht zwingend deine persönlichen Highlights sein.

Kommunizieren

Englisch hilft manchmal auch nicht weiter. Deshalb wurden wir zu echten Pantomime-Profis – Hände und Füße sind international. Situationen, in denen nur noch Gesten und ein Lächeln halfen, gab es häufig. Manchmal googlten wir bestimmte Sätze im Vorfeld und speichern sie im Handy ab. Übersetzungsapps sind auch ein gutes Hilfsmittel. Wichtig: Powerbank einstecken.


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