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Jetzt oder Nie: Neun Dinge, die du nach deinem Studium unbedingt machen solltest!

Du hast dein Studium erfolgreich beendet und fragst dich was du mit der freien Zeit bis zu deinem ersten Arbeitstag anfangen kannst?Wir geben dir Tipps, wie du die freie Zeit sinnvoll nutzen kannst!

Du hast dein Studium erfolgreich beendet und fragst dich was du mit der freien Zeit bis zu deinem ersten Arbeitstag anfangen kannst? Hier sind ein paar Tipps von uns, wie du die Zeit sinnvoll nutzen kannst!

1. Sich beruflich orientieren

Hast du Jura oder Medizin studiert, dann weißt du sicherlich schon, wohin es für dich beruflich gehen wird. Vielleicht hast du auch schon einen Arbeitsvertrag mit einem Top-Unternehmen in Deutschland geschlossen. Andere Studiengänge hingegen öffnen so viele Wege, dass du im ersten Moment vielleicht überfordert bist. Deswegen heißt es jetzt, seine eigenen Interessen herauszufinden, sich zu informieren und sich im letzten Schritt zu bewerben. Du solltest dir genug Zeit nehmen, um dich richtig zu entscheiden und um falsche Berufsentscheidungen auszuschließen.

Stelle dir dabei folgende Fragen:

Welche Kenntnisse und Erfahrungen habe ich in der Uni gesammelt?

Eine Uni hat im Vergleich zur Hochschule einen anderen Bildungsauftrag. An Fachhochschulen wird eher anwendungsorientiert gearbeitet. Die Inhalte lassen sich auf die Arbeitswelt besser übertragen. Zudem ist der Studienverlauf stärker vorgegeben. Unis bereiten die Studenten auf die Forschung vor. Das Studium ist deshalb theorielastiger. Die Studenten erlernen selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten und kritisch zu denken. Wenn dein Studium also theoriebasiert war, hast du dennoch einige Fähigkeiten und Fertigkeiten gesammelt, die du universell einsetzen kannst.

Wie finde ich den passenden Beruf für mich?

Recherchiere die verschiedenen Berufsfelder, die deinem Abschluss entsprechend in Frage kommen. Informiere dich über den Gehalt, die Aufgaben und über die Bewerbung für den Job.

Es gibt auch Berufsfindungsseminare, wie zum Beispiel die Potenzialanalyse GPOP, die dir helfen können, deine Stärken und deine Karrierepräferenzen herauszufinden. In Ratgebern kannst du dir einen Überblick über mögliche Berufsfelder für die unterschiedlichen Studiengänge verschaffen. Unternehmen schlagen ebenfalls oft auf Karriere-Seiten unterschiedliche Berufsfelder vor. Es gibt auch immer mehr Online-Tests, die dir auch die passenden Berufe vorschlagen. Jedoch solltest du dich nicht auf die Ergebnisse eines einzigen Tests verlassen. Am besten machst du mehrere Tests und achtest dabei darauf, was die einzelnen Tests fokussieren und wo ihre Schwachstellen sind. Es kann auch helfen Freunde und Familie zu befragen, wenn du bereits ein paar Ideen gesammelt hast. Sie kennen dich am besten und können dir bei der Entscheidung eventuell weiterhelfen. 

Wie finde ich die Anlaufpunkte für meinen Studiengang?

Vor allem Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Geisteswissenschaftler stehen nach dem Studium viele Wege offen. Informiere dich am besten so früh wie möglich über Einstiegschancen. Schaue auch bei den Unternehmensseiten und Jobmessen vorbei. Die können dir auch helfen, dich für einen Beruf zu entscheiden.

Wo bewerbe ich mich?

Hast du deine möglichen Berufsfelder und potenziellen Wunscharbeitgeber gefunden, kannst du mit der Stellensuche anfangen. Wenn es keine Stellenanzeige gibt, auf die du dich bewerben kannst, kannst du dich initiativ, also von sich aus, bewerben. Was viele nicht wissen, es werden rund 70 Prozent aller Stellen tatsächlich so vergeben. Du solltest dich auch über die Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur informieren. Denn wenn diese dir nicht zusagen, wirst du dich in deinem Beruf nicht wohlfühlen.

2. Ein weiteres Studium anfangen

Ein weiteres Studium kann aus vielerlei Gründen Sinn machen. Wenn du den Stoff vertiefen und dich in deinem Fach spezialisieren willst, macht es Sinn einen Master anzuschließen. Manche Unternehmen setzen auch einen Master voraus, sodass dieser für dich unabdingbar ist, wenn du dort anfangen willst. Ein zweiter akademischer Abschluss ist zu empfehlen, wenn du beruflich  weit kommen willst. Also wenn du eine Führungsposition anstrebst oder in den höheren Dienst möchtest, dann solltest du dir überlegen ein zweites Studium zu machen.

In allen Berufsfeldern wird Praxiserffahrung gern gesehen. Praxiserfahrungen steigern deine Chancen genommen zu werden. Wenn du also ein weiteres Studium beginnen willst, dann solltest du dir auf jeden Fall Praktika oder einen Werstudentenjob suchen. Denn die Studenten mit Praxiserfahrung können sich nacher besser auf dem Arbeitsmarkt schlagen. Es bietet sich dabei auch an, bei Arbeitgern anzufragen, bei denen du dir vorstellen kannst, später zu arbeiten. Denn wenn du bereits mit dem Unternehmen zu tun hattest und dich eigearbeitet hast, ist es für dich nach dem Studium leichter da anzuknüpfen.

3. Reisen

Nach deiner Abschlussarbeit kannst du erstmal durchatmen. Jedoch sollest du die freie Zeit sinnvoll investestieren. Für viele ist diese Zeit die letzte wirklich freie Zeit vor einem langen Berufsweg, auf dem die Urlaubstage begrenzt sein werden. Deswegen könntest du dir nun Zeit nehmen, dir die Welt anzugucken. Wenn du nicht viele Ersparnisse hast, kannst du dich nach Mitfahrgelegenheiten und Fernbussen umschauen. Auch mit Couchsurfing kannst du dir jede Menge Geld sparen und mit einem kleinen Budjet durch die Welt reisen. Du könntest natürlich auch bei Freunden nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragen. Ein längerer Auslandsaufenthalt, falls du diesen planst, macht sich im übrigen später auch in deiner Bewerbung gut. Denn du zeigst damit, dass du fähig bist, mit Menschen anderer Kulturen angemessen zu interagieren und auch dass du dich selbst gut organisieren kannst. Wenn du einmal mit einem Rucksack durch Australien gereist bist dann zeugt das zudem natürlich auch von Mut, denn nicht jeder hätte den Mumm gehabt durch ein unbekanntes Laden mit nur wenig Proviant zu reisen. Später im Beruf wirst vielleicht auch nicht die Möglichkeit haben für mehrere Monate einfach so mal auszusteigen und durch die Welt zu reisen, weswegen es sich anbietet diese Gelegenheit zu nutzen. Wenn die Welt für dich noch grau und ungewiss ist, dann solltest du dies unbedingt nachholen.

4. Bewerben

Jeder Student kennt es: Zum Ende des Studiums wird es noch einmal richtig heiß und bei den ganzen Prüfungen und der Abschlussarbeit bleibt da nicht mehr viel Zeit sich zu bewerben. Nach dem Abschluss kannst du dir die Zeit nehmen, dir den Arbeitsmarkt anzuschauen und dich in Ruhe zu orientieren und dich zu bewerben. Es hängt von deiner Fachrichtung ab, wie schnell du an deinen Job kommst. Auch wenn du dir erstmal eine Auzeit gönnen willst, kannst währenddessen immer noch etwas für deine Karriere tun, indem du dir ein Bewerbungsprofil erstellst, womit dich Arbeitgeber selbst finden können. Währenddessen kannst du weiterhin am Strand entspannen.

Wenn du jedoch nach dem Studium so schnell wie möglich in den Beruf einsteigen möchtest, solltest du mit den Bewerbungen nicht allzu lange warten. Erstelle dir die perfekte Bewerbung mit einem professionell gemachten Bewerbungsfoto, einem individualisierten Anschreiben und einem übersichtlichen Lebenslauf. Hier findest du nochmal alle Details, wie du eine perfekte Bewerbung hinbekommst: Die perfekte Bewerbungsmappe - Aufbau, Inhalt, Qualität. Ansonsten könntest du dich noch auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten und dir ein paar Anworten auf die Frage, was du zwischen deinem Studium und Beruf gemachst, überlegen.

Du kommst am besten voran, wenn du dir für jeden Tag Ziele setzt, also zum Beispiel zwei Bewerbungen pro Tag zu schreiben.

5. Einen Nebenjob oder Übergangsjob anfangen

Du könntest deine freie Zeit sinvoll nutzen, indem du dir einen Nebenjob oder Übergangsjob suchst. So kannst du nebenbei Geld für Reisen oder die Bafög-Rückzahlung verdienen und dich währenddessen an Bewerbungen versuchen. In dem Nebenjob sammelst du außerdem viel praktische Erfahrung, die dir später in deinem Hauptjob zu Gute kommen könnte.

6. Ehrenamtlich arbeiten

Ehrenamtliche Tätigkeiten machen im Lebenslauf immer einen guten Eindruck. Beschreibungen wie "teamfähig, gewissenhaft und sozial kompetent" kommen dadurch glaubhafter rüber, als wie wenn du es beispielslos dem Anschreiben hinzufügst.

7. Sprachkurse oder Sprachreisen machen

Mit Sprachkursen oder Sprachreisen kannst du in deiner freien Zeit an deinen Qualifikationen arbeiten. Es gibt jede Menge Angebote, also schaue dich um.

8. Kreiire deine eigene Homepage

Eine eigene Website zu erstellen ist heute relativ günstig. Eine eigene Homepage erweißt sich auch im Bewerbungsverfahren als sehr günstig, denn wenn Personalverantwortliche nach dir googeln sollten, erfahren sie von dir einen seriösen Eindruck und deine digitale Kompetenz.

9. Hole Sachen nach, die du schon immer mal machen wolltest

Es gibt bestimmt ein paar Sachen die DU schon immer mal machen wolltest, die du aufgrund des Zeitmangels und Leistungsdrucks in deinem Studium nicht machen konntest. Jetzt ist genau der richtige Augenblick diese nachzuholen! Also denke nicht länger darüber nach sondern fange damit an. Mache deinen Führerschein, lerne ein Instrument spielen, mache einen Zeichenkkurs usw..

 

Der erste Arbeitstag

Der Berufsalltag wird zuerst eine große Umstellung fürt dich sein. Du musst jeden Tag früh aufstehen und fünf Tage die Woche acht Stunden arbeiten. Aber nach einer gewissen EIngewöhnungszeit wirst du schon bald die Vorteile des Berufslebens gegenüber dem Studentenleben sehen:

  • Du hast einen richtigen Feierabend, den du nicht mit Ackern in der Bibliothek verbringen musst
  • Du bekommst regelmäßig deinen Gehalt
  • Du musst dich nicht mehr tagelang mit Theorien herumschlagen, sondern kannst jetzt direkt in die Praxis einsteigen
  • Du bist den Prüfungsdruck los und es drängen keine Hausarbeiten mehr
  • Du kannst dich neu inspieren lassen von Menschen in deiner Umgebung, du kannst dir von ihnen Feedback einholen und dir ganz viel neues Wissen aneignen

Hast du ertsmal einen Fuß ins Berufsleben gesetzt, so gewinnst du von Jahr zu Jahr immer mehr an Erfahrung und positionierst dich damit besser auf dem Arbeitsmarkt. Deinen Karriereweg kannst du dabei selbst ganz frei bestimmen.

 

 


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