Studentenwohnung mit Schreibtisch und Bett
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Die erste Studentenbude: Teure Fehler, die Du vermeiden solltest

Die erste Wohnung ist ein bedeutender Schritt in ein neues Leben. Vielen Studenten ist es in ihrer ersten Euphorie jedoch gar nicht bewusst, dass mietrechtlich so einige Risiken lauern, was die freie Raumgestaltung anbelangt. Denn bei manchen Veränderungen des Wohnraums benötigst Du die Erlaubnis Deines Vermieters. Andernfalls drohen Dir Schadenersatzzahlungen. Tipps, wie Du klassische Fehler am besten vermeidest.

Die Gestaltung der Wände

Wenn Du ganz normal Bilder und Regale aufhängen und dafür Löcher in die Wände bohren möchtest, geht das Deinen Vermieter rein gar nichts an. Du kannst sie schließlich, wenn Du später mal umziehst, wieder ohne Probleme zukitten und überstreichen. Auch die Wahl der Wandfarbe bleibt Deine Entscheidung. Eines solltest Du aber beachten: Je knalliger sie ist, umso mehr Aufwand bedeutet es, sie bei einem Auszug zu übermalern. Denn die Wohnung musst Du zumindest in einem wiedervermietbaren Zustand hinterlassen, was bei sehr schrillen Wandgestaltungen natürlich nicht der Fall ist. Dafür kann es sogar notwendig sein, die Wand mehrfach zu streichen. Wählst Du von vornherein eine weiße Wand oder eher zurückhaltende Farbgebungen, umgehst Du aufwendige Malerarbeiten.

Fenster für Sonnenschutz anbohren: Lieber Klemmfix-Plissees & Co. anbringen

Bei diesem Thema droht richtig Ärger mit dem Hausbesitzer. Eine Fensterdeko kann Dir grundsätzlich erst einmal niemand verbieten. Du hast ein Recht auf den Schutz Deiner Privatsphäre sowie vor grellem Sonnenlicht und Hitze in Deinem Zuhause. Aber der Haken daran ist: Die Art der Befestigung kannst Du Dir in Mietwohnungen nur stark eingeschränkt frei aussuchen.

Planst Du etwa Jalousien, Rollos, Scheibengardinen oder Plissees am Fenster festschrauben, sind dafür Bohrlöcher erforderlich. Diese werden meistens nicht vom Vermieter gestattet, da die Fensterreparatur sehr aufwendig ist. Hier ist es besser, nur einhängbare Sonnenschutztypen zu verwenden. Das können zum Beispiel Klemmfix-Plissees sein, die am Fenster aufgesteckt und mit einem Inbusschlüssel leicht festgedreht werden, oder andere klemmbare Fensterbehänge. Diese Klemmvorrichtungen kannst Du, sobald Du ausziehst, wieder abhängen und hinterlässt keine Schadspuren dabei. Alternativ kannst Du einen Sonnenschutz auch einfach im Mauerwerk montieren.

Der Bodenbelag

Dein Wohnbereich ist mit Laminat ausgelegt, Du bevorzugst aber lieber einen flächendeckenden Teppich? Insofern Du ihn ohne Genehmigung nicht einfach darauf festklebst, sondern nur darauflegst, ist alles in Ordnung. Der Grund: Teppichkleber lässt  sich oft nicht mehr sauber von glatten Bodenbelägen abbekommen, ohne sie zu beschädigen.

Zudem beugst Du rechtlichen Streitigkeiten vor, wenn Du den  Zimmerboden sorgsam behandelst und regelmäßig pflegst. Böden mit massiven Kratzspuren durch Möbel, die ohne Unterlage darüber geschleift wurden, oder hartnäckig verschmutze Teppiche, die bei Deinem Einzug noch unversehrt waren, wirst Du professionell instand setzen lassen müssen. Ausnahme: Nur wenn Du ein Appartement schon sehr viele Jahre bewohnst und der Belag an sich schon sehr alt und hinüber ist, musst Du nicht für die Reparatur aufkommen. Die meisten Studenten leben aber in ihrer ersten eigenen Wohnung eher nicht so lange. Spätestens nach Ende des Studiums stehen häufig berufliche oder private Veränderungen an, die in der Regel einen Wohnungswechsel nach sich ziehen.

Balkongestaltung

Du konntest ein Zimmer mit Balkon ergattern? Herzlichen Glückwunsch! Doch auch hier empfiehlt es sich, so manchen spontanen Gestaltungswunsch zu überdenken. Das beginnt schon bei der Bepflanzung. So sollten Töpfe und Blumenkästen immer so befestigt sein, dass sie bei stärkerem Wind oder Sturm nicht herunterfallen und womöglich Passanten verletzen können.

Dringend abzuraten ist auch von Kletterpflanzen wie Wilder Wein. Er begrünt einen Balkon zwar üppig und bekommt im Oktober ein schickes rotes Herbstkleid. Aber er verankert sich während seines Kletter-Wachstums fest in der Gebäudewand. Beim nachträglichen Entfernen bleiben massive Spuren in der Außenfassade zurück. Damit riskierst Du eine Kostenübernahme für die Neuverputzung und einen Neuanstrich der Gebäudewand, was dann ein richtig teures Unterfangen wird.

Und: Alles, was das äußere Aussehen eines Hauses verändert, bedarf ebenfalls der Zustimmung des Vermieters. Das betrifft insbesondere die Anbringung von stark farbigem oder wild gemusterten Sichtschutz, Katzennetzen und Markisen. Hier kann er verlangen, diese Installationen umgehend wieder vom Balkon zu beseitigen.


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