Gruppe Menschen kuschelt sich auf Sofa zusammen

Wie du als Student Flüchtlingen helfen kannst!

Wir stellen die Initiativen ›Interkulturelle Wohngemeinschaft‹ und ›Flüchtlinge Willkommen‹ vor, mit denen du als Student Flüchtlingen einfach helfen kannst - mit Wohnraum!

Nardos, Flüchtling aus Eritrea findet in einer Lübecker WG das, wonach sich viele Flüchtlinge sehnen: ein Zuhause. Um das zu ermöglichen, haben sich in der ganzen Republik gemeinnützige Initiativen gebildet, um Flüchtlinge bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Gerade Studenten können oft leichter helfen als sie denken.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität zu Lübeck zum Beispiel verfolgt das Projekt ›Interkulturelle Wohngemeinschaft‹. Die Idee dazu hatte Informatikstudent Alexander Bigerl. Sein Gedanke ist einfach nachzuvollziehen: Austauschstudenten aus dem Ausland leben in der Regel auch in Wohngemeinschaften, warum dieses Prinzip also nicht auf Flüchtlinge übertragen? Die Erfolge wären die gleichen: Die Sprache lernen, Kontakte knüpfen und sich integrieren.

Die Initiative ›Flüchtlinge Willkommen‹ verfolgt ein ähnliches Ziel. Auch Golde, Mareike und Jonas geht es dabei nicht nur um Wohnraum für Flüchtlinge, das Besondere ist vielmehr das Zusammenleben. Denn die Geflüchteten ziehen in Wohngemeinschaften mit Studenten, zu Alleinerziehenden, Alleinstehenden oder älteren Ehepaaren. Somit entsteht ein Mehrwert für beide Seiten.

Der Flüchtling kann zur Ruhe kommen, hat eine Perspektive, kann Kontakte knüpfen, die Sprache lernen und die deutsche Kultur kennenlernen. Den Mehrwert für die andere Seite hat Mareike selbst erlebt:

»In unserer WG hat für sechs Monate ein Flüchtling aus Mali gelebt, wir haben viel über seine Heimat und den Islam erfahren.«

Das Prinzip von ›Flüchtlinge Willkommen‹ ist einfach: Auf der Internetplattform gibt es sowohl für Flüchtlinge als auch für Privatleute, die ein Zimmer vermieten wollen, ein Anmeldeformular.

Dann wird geprüft, ob Wünsche und Erwartungen zusammenpassen. Nach einem ersten Kennenlernen steht dem Einzug meist nichts mehr im Weg. Inzwischen gibt es schon 81 Vermittlungen in ganz Deutschland, von Hamburg über Dortmund, Frankfurt, Konstanz und München.

www.fluechtlinge-willkommen.de 


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