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Steuererklärung lohnt sich - auch ohne Job

Kein Einkommen – keine Steuererklärung? Falsch! Eine Steuererklärung lohnt sich für Dich trotzdem. Und wenn Du bereits einen Job hast, bei dem Du Steuern abgibst, lohnt es sich erst recht!

 

Wusstest Du, dass Dir die Steuererklärung das Studium finanzieren kann? – Das wär doch was, oder? Aber selbst, wenn das durch eine Steuererklärung "gewonnene" Geld nicht für die im Studium entstehenden Kosten ausreicht, geht es um eine Menge Geld.
Es lohnt sich also, sich mit dem Thema "Steuererklärung" zu beschäftigen. Die ist gar nicht so schwierig, und insbesondere als Student wirst Du oft in weniger als einer Stunde damit fertig sein.
In Deiner Steuererklärung gibt es nämlich Felder, in denen Du sogenannte "Werbungskosten" eintragen kannst. Das sind alle Ausgaben, die Du für Dein Studium hast. Und von diesen Ausgaben bekommst Du einen Teil zurück.
Wenn Du jetzt schon einen Nebenjob hast, bei dem Dir Steuern abgezogen werden (Minijob zählt nicht dazu!), dann machst Du eine Steuererklärung mit den ganz normalen Formularen, die auch ein Arbeitnehmer benutzt.
Wenn Du noch keine Steuern bezahlst, ist es noch einfacher: Du machst einen sogenannten Verlustvortrag. Deine Ausgaben werden Dir dann angerechnet, wenn Du einen Job hast, bei dem Du Steuern bezahlst. Du bekommst im zweiten Fall also nicht sofort Geld zurück, sondern erst später.


Musst Du das alles allein machen?

Nein! Die SteuerHelden helfen Dir gerne. Auf SteuerHelden.de findest Du viele kostenlose Artikel mit wichtigen Informationen zur Steuererklärung – z.B. wo und bis wann Du sie abgeben musst und welche Formulare Du brauchst.
Wenn Du maximal 28 Jahre alt bist und höchstens 25.000 Euro im Jahr verdienst, bekommst Du dort sogar eine kostenlose Software, mit der Du ganz einfach Deine Steuererklärung oder den Verlustvortrag selbst erstellen kannst.


Warum spart man und lohnt sich das überhaupt?

Wenn Du eine Steuererklärung abgibst, zahlt Dir das Finanzamt einen Teil Deiner Ausgaben für das Studium zurück. Wie viel das ist, hängt von Deinem persönlichen Steuersatz ab, der sich aus deinem Verdienst ergibt. Das Finanzamt berechnet diesen Steuersatz automatisch!
Einfach ausgedrückt: Bei einem Steuersatz von 20% bekommst Du entsprechend 20% von Deinen Werbungskosten zurück. Ein Lehrbuch für 60 Euro kostet Dich dann also nur noch 48 Euro. Lohnt sich, oder?!

 

Die Top 5 Sparmöglichkeiten für Studenten bei der Steuererklärung

1. Gebühren
Alle Ausgaben für Semester-, Studien-, Kurs-, Repetitoriums-, Lehrgangs-, Zulassungs-, Prüfungsgebühren usw. gehören zu den Werbungskosten!

 

2. Lehrbücher
Alle Bücher, die Du für die Uni kaufst, gibst Du in der Steuererklärung an. Dabei ist es egal, ob Du das Buch neu oder gebraucht gekauft hast!

 

3. Fahrtkosten
Für die Fahrt zur Uni darfst Du Fahrtkosten geltend machen. Hier gilt: Das Finanzamt akzeptiert die sogenannte Entfernungspauschale, das sind 30 Cent pro Entfernungskilometer. "Entfernungskilometer" heißt: Nur die einfache Strecke spart Steuern.

 

 

Rechenbeispiel: Laut Routenplaner beträgt die Entfernung vom Studentenwohnheim zur Uni 6 Kilometer. Du Darfst bei den Werbungskosten Fahrtkosten in Höhe von 6 × 30 Cent = 1,80 Euro angeben für jeden Tag, den Du an der Uni verbracht hast. Dabei ist es egal, ob Du den Bus nimmst, das Fahrrad oder mit dem Auto fährst. Du bekommst die Entfernungspauschale sogar dann, wenn Du nur Mitfahrer im Auto bist. Und auch, wenn Du zu Fuß gehst. Dass Du ein Semesterticket hast, mit dem Du rein rechnerisch weniger als 1,80 Euro für die Fahrt ausgegeben hast, ist für die Steuererklärung egal.

 

4. Telefon und Internet
Internet- und Telefonkosten, die durch Dein Studium entstehen, gehören ebenfalls zu den Werbungskosten. Wie viel Du angeben darfst, berechnest Du anhand eines Einzelverbindungsnachweises selbst: Wenn Du beispielsweise mit Kommilitonen telefonierst, um Dich für eine Lerngruppe zu verabreden, deinen Professor oder das Prüfungsamt anrufst, dann berechnest Du, wie viel Prozent Deiner insgesamt am Telefon verbrachten Zeit das war. Den entsprechenden Prozentsatz Deiner Rechnung gibst Du bei den Werbungskosten an.

 

5. Auslandssemester und Auslandspraktika
Solange Du Deinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hast, sind Miete plus Nebenkosten für Deine Unterkunft im Ausland Werbungskosten. Der Lebensmittelpunkt ist an dem Ort, an den Du persönlich gebunden bist: beispielsweise dort, wo Du Mitglied in einem Verein bist oder wo Deine Familie oder Deine / e Partner / in wohnt.
Für die ersten drei Monate gibt es außerdem einen pauschalen Betrag für sogenannte Verpflegungsmehraufwendungen. Pauschal bedeutet: Es ist egal, wie viel Du tatsächlich für Essen und Trinken ausgegeben hast. Es kann also mehr oder weniger gewesen sein. Du darfst 24 Euro angeben, wenn Du den ganzen Tag (24 Stunden) weg warst und jeweils 12 Euro für den An- und Abreisetag.

 

 


In Kooperation mit SteuerHelden


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