Junge Frau im Spiegel
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Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch – Aufbau & Tipps

Die Selbstpräsentation ist Teil jeden Bewerbungsprozesses. Du hast es geschafft und wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Hier fällt der Satz: ›Erzählen Sie doch mal etwas über sich‹. Du weißt nicht wie du darauf reagieren würdest? Dir bleiben nur wenige Augenblicke, um von dir zu überzeugen – wie du das machst, liest du bei uns!

Selbstpräsentation – Warum?

Die Selbstpräsentation oder -vorstellung hat eine wichtige Bedeutung im Vorstellungsgespräch. Personaler möchten die Bewerber live erleben, sie beobachten und überprüfen, ob Widersprüche zur Bewerbung bestehen. ›Passt die persönliche Vorstellung zu der Bewerbung?‹, ›Wie überzeugend tritt der Bewerber auf?‹, ›Welche Persönlichkeit hat der Kandidat?‹, ›Wie sieht es mit Soft Skills aus?‹ – diese Fragen versucht der Personaler durch deine Selbstpräsentation zu beantworten.  

Selbstpräsentation – Wie formulierst du und was gehört rein?

Folgende Botschaften solltest du versuchen während deiner Selbstpräsentation zu vermitteln: Ich bin, Ich will, Ich kann

  • Ich bin: Stelle dich kurz vor und beschreibe deine aktuelle berufliche Situation.
  • Ich will: Beschreibe deine Ziele der nächsten Jahre und deine Erwartungen an die ausgeschriebene Stelle. Was möchtest du durch den Beruf lernen? Welche Erfahrungen möchtest du in dem Beruf machen?
  • Ich kann: Zeige wichtige Stationen deines Lebenslaufs auf und erläutere diese etwas genauer. Außerdem kannst du dem Personaler von Fähigkeiten erzählen, die für diesen Job wichtig sind.

Selbstpräsentation – 8 wichtige Tipps

  1. Erzähle nicht deinen Lebenslauf nach! Eine chronologische und lückenlose Wiedergabe deines Lebenslaufs wollen die Personaler nicht von dir hören. Diese Informationen kennen sie bereits aus deinen Bewerbungsunterlagen. Deine Aufgabe ist es, innerhalb von 3 bis 7 Minuten über die schriftliche Bewerbung hinaus prägende Erfahrungen zu nennen und sie strukturiert zu präsentieren. Bestenfalls stimmst du die Fähigkeiten, die du erwähnst, auf die stellenbezogenen Anforderungen ab.

  2. Üben, üben, üben! Frage Freunde, Familie oder Bekannte und trage ihnen deine Selbstvorstellung vor. Das ist wichtig, um zu sehen, wie dein Gegenüber auf dich reagiert und gibt dir Sicherheit. Auch das Üben vor dem Spiegel und Selbstbeobachtung können dir helfen, dein Auftreten zu optimieren.

  3. Nenne deine Erfolge! Stelle dir die Frage: Was sind meine bisherigen Erfolge? Egal ob beruflich oder privat, beschreibe alle Meilensteine, die für die Stelle relevant sind. Dazu kannst du dir eine Liste deiner Erfolge schreiben, die du dann nach Relevanz sortierst. Du kannst dir zum Beispiel die 5 wichtigsten Stichpunkte aussuchen und diese in deiner Selbstvorstellung ausformulieren.

  4. Bereite dich vor!  Vorbereitung ist alles! Ein Personaler merkt, wenn du dir deiner Sache sicher bist und deine Selbstpräsentation bereits geübt hast. Erstelle dir beispielsweise eine Art Drehplan von 3 bis 7 Minuten. Welche Aspekte sind doch nicht relevant? Welche Themen solltest du genauer ausführen und welche nur kurz ansprechen? Stelle dir diese und weitere Fragen und bereite dich so optimal auf dein Vorstellungsgespräch vor!

  5. Blickkontakt! Viele Bewerber vermeiden direkten Blickkontakt und schauen die meiste Zeit in die Luft, aus dem Fenster oder auf den Boden. Nutze deine Selbstvorstellung, um deine Ansprechpartner mithilfe deiner Blicke anzusprechen. Lasse dazu deinen Blick zwischen den Gesprächspartnern schweifen und ziehe so die Aufmerksamkeit auf dich und deine Selbstpräsentation!

  6. Körpersprache Gerade sitzen, Kopf, Schultern und Oberkörper gerade halten. Auch die richtige Körpersprache und das richtige Sitzen während deiner Selbstpräsentation kannst du gut vor dem Spiegel üben. Deine Körpersprache sagt viel über deine Gefühlslage aus und lässt dich mit etwas Übung selbstbewusst und offen wirken.

  7. Begeisterung zeigen Wenn du über Projekte, Erfolge, dein Studium oder andere Themen sprichst, zeige, dass du dich dafür begeisterst. Negativ ist es, neutral oder sogar negativ über deinen Beruf zu sprechen. Der Personaler fragt sich, ob du fähig bist, Begeisterung für deinen Beruf aufzubringen. Zeige ihm, dass das der Fall ist! Du bist überzeugt von dir und der ausgeschriebenen Stelle!

  8. Lücken ansprechen! Mut zur Lücke! Trau dich, Lücken deines Lebenslaufs anzusprechen. Um authentisch zu wirken sollst du zeigen, dass du zu deinen Schwächen und schwierigen Phasen deines Lebens stehst, diese überwunden hast und daran gewachsen bist. Zeige deinem Gegenüber, welche wertvollen Erfahrungen du durch diese Zeiten gewonnen hast.

Denk dran: Mach dich nicht kleiner als du bist, versuch aber trotzdem authentisch und nicht arrogant zu wirken.


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