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So wichtig ist deine Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Karriereberater Walter Feichtner verrät Tipps und Tricks rund um deine Körpersprache im Vorstellungsgespräch

5 Tipps zur Körpersprache auf einen Blick

Tipp 1: Nimm eine aufrechte und entspannte Körperhaltung ein.

Tipp 2: Triff Vorkehrungen, um dich bei einem Bewerbungsgespräch so wohl wie möglich zu fühlen.

Tipp 3: Beobachte deinen Gesprächspartner. Häufiger Blickkontakt und das Zuwenden der Handflächen verraten dir, dass er dich sympathisch findet.

Tipp 4: Analysiere deine Körpersprache mittels Videotraining.

Tipp 5: Bleib authentisch.


 

Körpersprache für das Vorstellungsgespräch perfektionieren, deuten und gezielt einsetzen – Walter Feichtner erzählt wie's geht

Herr Feichtner, welche Signale senden wir unseren Gesprächspartnern über unsere Körpersprache?

Die Körperhaltung verrät sehr viel über einen Menschen: seine Stimmung, seine Werte, seine Einstellung. Von außen positiv bewertet wird im Allgemeinen eine aufrechte und entspannte Körperhaltung, die Gelassenheit, Kompetenz, und Selbstbewusstsein ausdrückt. Als negative Signale wirken beispielsweise eine verkrampfte oder starre Körperhaltung oder eine hektische und unruhige Körpersprache, die häufig als unsicher oder nicht umgänglich gedeutet wird.

Wie wichtig ist Körpersprache im Vorstellungsgespräch?

Unsere Körpersprache spielt im Bewerbungsgespräch eine entscheidende Rolle: Sie macht unser Innenleben nach außen hin sichtbar und zeigt zudem, ob wir das, was wir sagen, auch wirklich so meinen. Wichtig ist daher, dass Bewerber Vorkehrungen treffen, um sich bei einem Bewerbungsgespräch so wohl wie möglich zu fühlen. Die Körpersprache sollte die Inhalte beziehungsweise verbalen Botschaften unterstützen sowie diesen Nachdruck verleihen.

Kann ein Bewerber während des Gesprächs erkennen, ob er seinem Gegenüber sympathisch ist?

Ja. Menschen, die sich gegenseitig sympathisch sind, zeigen dies durch ihre Körpersprache. Für Sympathie spricht dabei zum Beispiel die Ausrichtung des Oberkörpers zu seinem Gegenüber, ein häufiger Blickkontakt und das Zuwenden der Handflächen. Ist einem Menschen sein Gesprächspartner dagegen unsympathisch, zeigt er dies häufig durch zusammengepresste Lippen, verengte Pupillen, körperliches Zurückweichen oder vor der Brust verschränkte Arme.

Wie können Bewerber die eigene Körpersprache trainieren und perfektionieren?

Sie können sich Wissen anlesen. Ein bekanntes Beispiel ist das Spiegeln seines Gegenübers zur Erzeugung von Sympathie – was jedoch schnell künstlich wirkt und daher mit Vorsicht zu genießen ist. Auch ein Videotraining, bei dem Bewerber sich und ihre Wirkung mit einem Profi analysieren, kann wichtige Aufschlüsse geben.


 

Expertentipp von Walter Feichtner zum idealen Verhalten im Vorstellungsgespräch

Gut kommt im Bewerbungsgespräch derjenige Interessent an, der auf der einen Seite selbstbewusst und kompetent auftritt und auf der anderen Seite seine Motivation bezeugt, Neues dazulernen zu wollen. Der Arbeitgeber zeichnet so das Bild eines jungen Arbeitnehmers, der bereits einiges an Wissen und Erfahrung mitbringt und zudem das Potenzial sowie die richtige innere Haltung besitzt, um sich im Unternehmen bestens weiterzuentwickeln. Wichtig ist immer ein authentisches Auftreten. Wer versucht, sich zu sehr zu verstellen, wird fast immer durchschaut.

Walter Feichtner ist Karriere­berater und Inhaber von Karrierecoach München.


 

Nützliche Lektüre zum Thema Körpersprache

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