Asset Manager: Gehalt, Berufsbild und Karrierechancen

Viele Wege führen zum Ziel, doch Asset Manager müssen den besten finden, um eine zusätzliche Rendite für ihre Anleger herauszuholen. Risiko und Verwantwortung sind hoch

Viel Spielraum und Eigenverantwortung. Dazu gutes Gehalt, Dienstreisen, ein Hauch von Jet-Set. Wer von uns wünscht sich das nicht bei der Arbeit? Ein Beruf, bei dem Eigenständigkeit besonders groß geschrieben wird und dem oft ein glamouröses, weltgewandtes Image anhaftet, ist der des Asset Managers.

Asset Manager sind Vermögensverwalter

Vermögensverwalter, die einen oder mehrere, meist äußerst wohlhabende Anleger betreuen, indem sie deren Vermögen anlegen und überwachen. Anleger können Banken und Unternehmen sein oder aber Privatpersonen, deren Vermögen so umfangreich ist, dass sie es nicht selbst verwalten können oder möchten. Dr. Peter König, Geschäftsführer der Finanzakademie der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), wird genauer:

»Der Asset Manager ist für die Verwaltung von Kundenvermögen und die Anlage dessen am Kapitalmarkt, also in Aktien, Renten, andere Wertpapiere oder alternative Anlageformen, verantwortlich.«

Asset-Manager entwickeln eine Portfoliostruktur

Hört sich erst einmal weniger komplex an als es tatsächlich ist. »Zunächst müssen diese Märkte und Einzeltitel nämlich analysiert und eine Meinung über die Rendite und Risikoaussichten gebildet werden, um dann die Portfoliostruktur zu entwickeln und umzusetzen«, erklärt Dr. König. Als Portfolio bezeichnet man eine Kombination verschiedener Anlagemöglichkeiten. Diese sind mit ebenso vielen Risiken verbunden. Durch Streuung, also die Zusammenstellung verschiedener Anlagen, soll das finanzielle Risiko verringert werden. Daher sind Asset- oder Portfoliomanager gleichzeitig auch Risikomanager.

Ihr Ziel ist immer das selbe: Es gilt, stets eine zusätzliche Rendite für die Kunden zu erwirtschaften – salopp gesagt, aus viel Geld noch mehr Geld zu machen. Die Wege, dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältig. Vermögensverwalter managen die Portfolios ihrer Anleger nach eigenem Ermessen – nur geleitet von zuvor mit dem Kunden vereinbarten Vermögensrichtlinien.Bei so viel Eigeninitiative sind die Anforderungen an junge Asset Manager hoch – jeder Fehler kann schließlich schwerwiegende Auswirkungen auf das Vermögen des Mandanten haben.

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Berufsbild Asset Manager: Was du können musst. Foto: OpenClips / Quelle: Pixabay.com unter CC0
Berufsbild Asset Manager

Voraussetzungen als Asset Manager

Sprachkenntnisse

Um eine der begehrten Stellen im Asset Management bei Versicherungsunternehmen, Fondsgesellschaften, Immobilienunternehmen oder natürlich bei Banken zu ergattern, müssen daher einige Voraussetzungen erfüllt werden. So sind sehr gute Sprachkenntnisse unverzichtbar. Gemeint sind damit allerdings nicht bloß verhandlungssichere Englischkenntnisse, ohne die du auf dem internationalen Kapitalmarkt hoffnungslos verloren bist, sondern auch die Finanzsprache. Die muss sowohl fließend gesprochen als auch für Mandanten und Kunden verständlich übersetzt werden. Schließlich hast du es bei ihnen oft nicht mit Experten in Sachen Vermögensanlage zu tun.

Studium & Praxiserfahrungen

Aber nicht nur Sprachkenntnisse solltest du bereits zum Berufseinstieg im gepäck haben: als angehender Asset Manager benötigst du eine Menge Vorwissen, das du dir nicht einfach nebenbei ›on-the-job‹ aneignen kannst. Ein wirtschaftswissenschaftliches oder mathematisches Studium, das zügig und erfolgreich abgeschlossen wurde, ist ein Muss, genau wie erste relevante Praxiserfahrung in Form von Werkstudententätigkeiten oder Praktika, am besten bei renommierten Kapitalanlagegesellschaften oder Asset-Management-Unternehmen. logisch ist auch, dass deine Frühstückslektüre nicht mehr (nur) aus der Tageszeitung, sondern vielmehr aus Finanz- und Börsenzeitungen besteht. Denn nur, wer sich ständig auf dem Laufenden hält, kann erfolgreich Anlageentscheidungen treffen.

Fachwissen als Asset Manager: Weiterbildungen & Zertifikate

Studium, Praxiserfahrungen und Interesse an der Finanzwelt – fertig ist das Grundgerüst für den Berufseinstieg. Das war’s aber längst nicht! Da der Beruf des Asset Managers ein sehr spezialisierter ist, der extrem tiefgehendes Fachwissen verlangt, sind Weiterbildungen und Zertifikate unumgänglich. Das Diplom zum Certified International Investment Analyst (CIIA) beispielsweise beinhaltet eine Spezialisierung auf den Kapitalmarkt und kann innerhalb von sechs Monaten berufsbegleitend absolviert werden. Eine andere Qualifikation, die es sich draufzusatteln lohnt, ist die dreijährige Weiterbildung zum Chartered Financial Analyst (CFA), die weltweit angesehen ist. Die meisten Unternehmen greifen dir dafür finanziell unter die Arme, eine Menge Zeit muss dennoch investiert werden.

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Gehalt als Asset Manager

Das Fixgehalt eines Asset Managers ist nur ein Baustein der Entlohnung: Beinahe immer bekommen Asset Manager neben dem normalen Gehalt Provisionen und Bonuszahlungen, die im Arbeitsvertrag vereinbart werden. Das Gehalt ist sehr variabel und gestaltet sich je nach Einstiegslevel unterschiedlich, weshalb zum Gehalt eines Asset Managers keine pauschalen Aussagen getroffen werden können.

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