grünes Dollarzeichen steht auf einer Wiese, im Hintergrund eine Skyline

Welche Berufe gibt es bei Banken?

Das Image der Banken hat in den letzten Jahren ordentlich gelitten. Wir zeigen dir, warum sich ein Einstieg trotzdem lohnt.

Karriere machen im Bankensektor

Früher mal gab es Zeiten, da waren Banker eine richtig angesehene Spezies. In Zeiten der Finanzkrise aber hätten manche Menschen eher der Mafia ihr Geld anvertraut als dem Herrn Müller von der XYZ-Bank. Nun hat sich dieses Bild wieder ein wenig relativiert, schließlich verurteilt man ja auch nicht alle Amerikaner als Demagogen, bloß weil’s Kollege George Bush mit der Wahrheit nicht immer so genau genommen hat.

Will heißen: Mitnichten sind alle Banker Gauner – ganz das Gegenteil ist der Fall. Wir gucken mal rein in die verschiedenen Facetten eines Kreditinstitutes, nehmen ein paar Bank-Berufsbilder unter die Lupe und nehmen dich mit auf einen Ausflug ins Privatkundengeschäft.

Relationship Manager

Eine klassische Tätigkeit für Akademiker im Privatkundengeschäft ist die des Relationship Managers. Er ist dafür zuständig, die Beziehung zum Kunden aufund auszubauen. Zusätzlich zu seinen empathischen Fähigkeiten – schließlich braucht eine Rentnerin eine andere Ansprache als eine etablierte Geschäftsfrau, ein Student eine andere Beratung als ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer – ist er auch fachlich gefordert: Er erarbeitet Finanzpläne und entwickelt individuelle Lösungen für den Kunden, zum Beispiel in Sachen Vermögensanlage oder Altersvorsorge. »Konzeptionelles und lösungsorientiertes Denken und Handeln « nennt Alfred Burkhart, Leiter der Abteilung Personalmanagement beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), in dieser Hinsicht als Grundvoraussetzungen. Sie sind für die beratende Tätigkeit im Privatkundengeschäft ebenso notwendig wie für die Steuerung eines speziellen Anlagevermögens des Kunden im Rahmen des Asset Management, die Durchführung von Finanzanalysen und die Beobachtung der Märkte.

Anlageberater 

Anlageberater zeigen Kunden aus dem Privat- und dem Firmenkundengeschäft mögliche Investitionsmöglichkeiten auf, beispielsweise Immobilien, Aktien oder Fonds. Die Anlageberatung ist im so genannten Kreditwesengesetz geregelt und wie folgt definiert: »Die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird.« Klingt komplizierter als es logisch ist.

Bankrevisor

Bankrevisoren sind so etwas wie das Gewissen einer Bank. Sie kontrollieren die Arbeitsprozesse und Vorgänge im jeweiligen Kreditinstitut. Fallen Unregelmäßigkeiten auf, geben die Revisoren in ihren Revisionsberichten Ansatzpunkte zur Optimierung der Arbeitsabläufe. Zudem überprüfen sie, ob die Unternehmensleitung die geschäftspolitischen Ziele und Unter nehmensgrundsätze einhält. 

Firmenkundenbetreuer

Im Gegensatz zu Privatkundenbetreuern kümmern sich Firmenkundenbetreuer speziell um die Unternehmenskunden der Bank. Meist sind sie spezialisiert auf die Betreuung kleinerer, mittelständischer oder größerer Unternehmen und erarbeiten direkt auf ihre Kunden zugeschnittene Produkte. Entsprechend sollten sie die Geschäftssfelder ihrer Kunden, Chancen, Risiken und die Sinnhaftigkeit von Investitionen beurteilen können.

Fondsmanager

Fondsmanager handeln mit Wertpapieren wie Aktien, Derivaten oder Zertifikaten (die im Zuge der Wirtschaftskrise ja allesamt nicht so richtig gut weggekommen sind) und erwirtschaften für ihre Kunden oder das Unternehmen selbst höchstmögliche Erträge oder Kursgewinne.

Konsortialreferent

›Konsortial‹ leitet sich von Konsortium ab, das aus dem Lateinischen stammt und so viel wie  Schicksalsgenosse‹ bedeutet. Konsortialreferenten ermöglichen Großkunden, zusammen mit anderen Geldgebern ein Projekt zu finanzieren. Hierfür nehmen sie Kontakt mit möglichen Geschäftspartnern auf und handelnVerträge aus.

Kreditmanager

Kreditmanager sind die Menschen, die es einem immer so schwer machen, einen Kredit zu erhalten. Sie überprüfen die Kreditwürdigkeit von Kunden, sprich: Sie analysieren, ob der Kunde in der Lage sein wird, der Bank den Kredit in der festgelegten Zeit zurückzuzahlen. Kreditmanager berechnen Kreditlimits, erstellen Ratings, legen Konditionen fest und überwachen die Zahlungsvorgänge.

Risikomanager

Die Aufgabe von Risikomanagern ist es, das Risiko von möglicherweise auftretenden Schäden für das Unternehmen abzuschätzen, zu analysieren und Optionen aufzuzeigen, die Risiken zu mindern. Dazu identifizieren, analysieren, kommunizieren, steuern, kontrollieren und dokumentieren sie Situationen im eigenen Unternehmen, bei Partnern und im Markt.

Wealth Manager

Vermögensverwalter betreuen Privatpersonen und Familien, die üblicherweise etwas mehr Geld haben als der Otto- Normalstudent. Also richtig viel mehr Geld. Wealth Manager sorgen sich folglich um etwas, um das sich Studenten keinen so großen Kopf machen müssen – beispielsweise die optimale Strukturierung des Anlageportfolios im In- und Ausland. Ihr Ziel ist es, das Vermögen ihrer Kunden zu schützen (böse Zungen behaupten ›vor dem Finanzamt‹, aber das ist wirklich böse!) und das Geld natürlich zu vermehren.

Wertpapieranalyst

Analysten von Wertpapieren untersuchen die Entwicklung von – wer hätte das gemutmaßt? – Wertpapieren, bingo! Mit Hilfe von Unternehmensdaten leiten sie Prognosen ab, die dann auch schon mal in einer kleinen Finanzkrise enden können. Mit ihrer Wertpapierbewertung unterstützen sie die Anlageentscheidungen von privaten und institutionellen Geldgebern.
 


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