Pat Whelen/unsplash

Handels- und Logistikwissen quer durchs ABC

Schlau verhandelt: Der große Infoguide von A wie Allroundtalent bis Z wie Zukunftsmusik

A wie ALLROUNDTALENT
Als Handelslogistiker*in bist du in verschiedenen Aufgabengebieten gefragt. Egal, ob Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen, Beratung oder IT: Ziel ist es, einen reibungslosen Waren- und Informationsfluss zu garantieren, sodass Unternehmen ihre Lagerfläche effizient nutzen und Produkte am gefragten Ort für ihre Käufer verfügbar machen. Dabei stets im Blick: Die wandelnden Interessen der Kund*innen.

B wie BERATUNG
Vor allem BWLer*innen kommen in der Beratung auf ihre Kosten. Sie unterstützen Firmen beim Aufbau und der Verbesserung ihrer Logistik. Dabei geht es nicht nur um reibungslose Abläufe, sondern natürlich spielt auch eine mögliche Kosteneinsparung eine entscheidende Rolle. Oft werden dabei Kenntnisse im Umgang mit der Unternehmenssoftware SAP gefordert, in die die Abläufe eingebaut werden.

C wie CROSS-CHANNEL-LOGISTIK
Den stationären Handel durch Onlineshops retten? Das Cross-Channel-Konzept macht es möglich. Kund*innen haben so die Wahl, ob das bestellte Produkt nach Hause oder in die Filiale geliefert wird. Auch der Rückversand über den lokalen Laden ist möglich, außerdem kann man online die örtliche Verfügbarkeit prüfen. Eine echte Herausforderung für Logistiker*innen, die alle Liefer- und Retourenwege verknüpfen und im Überblick behalten müssen.

E wie EINSATZGEBIETE
Nach dem Studium in Handel und Logistik warten verschiedene Möglichkeiten auf dich. Ob Beschaffung, Transport oder Prozessmanagement – überall werden Handelslogistiker*innen gebraucht. Auch die Art des Betriebs reicht dabei vom Großund Einzelhandel über internationale Handelskonzerne bis zu Logistikdienstleistern und Unternehmensberatungen.

F wie FUNKTIONEN
Die Logistik eines Handelsunternehmens setzt sich aus den Gebieten Beschaffungs-, Lager-, Distributions- und Filiallogistik zusammen. Zu den Leistungen gehören zum Beispiel Lieferantenmanagement, Qualitätskontrolle, Nachfrageprognose oder Zwischenlagerung. Während von Beschaffung bis Distribution die meisten Aufgaben in den Händen des Herstellers liegen, wird die Filiallogistik vor Ort in der Vertriebsabteilung gemanagt.

G wie GEHALT
Als studierte*r Berufsanfänger*in verdienst du zu Beginn circa 3.200 Euro brutto pro Monat. Natürlich sind keine allgemeinen Aussagen möglich, da der Verdienst durch Unterschiede im Aufgabengebiet, der Verantwortung und des Unternehmens variiert. In größeren Unternehmen sind die Gehälter oft höher als in kleinen regionalen Betrieben. Mit steigender Berufserfahrung und Führungsverantwortung sind aber bis zu 7.000 Euro Monatslohn möglich.

H wie HERAUSFORDERUNGEN
Als Dienstleister müssen Handel und Logistik den neuesten Trends und Anforderungen nachkommen. Aktuelle Challenges sind zum Beispiel der wachsende Online-Handel, individuelle Kundenwünsche oder das Interesse an nachhaltigen Lösungen. Eine Chance für Berufseinsteiger*innen, die digital up to date sind und mit kreativen Ansätzen überzeugen.

K wie KOORDINATION
An den Schalthebeln aller Waren- und Informationsströme sitzen Logistikkoordinator*innen, deren Mission es ist, hochkomplexe Abläufe noch effizienter zu gestalten. Kosten und Zeit einsparen sind dabei die Gebote der Stunde, logisches Denken Voraussetzung Nummer eins.

P wie PERSPEKTIVEN
Die Berufsaussichten für qualifizierte Mitarbeitende der Logistik- und Handelsbranche sehen rosig aus. Auf der einen Seite gehört der Wirtschaftszweig zu einem der drei stärksten in Deutschland – Tendenz steigend – zum anderen fehlen an vielen Stellen Fach- und Führungskräfte. Nur knapp 18 der benötigten 20 bis 25 Prozent an Akademikerstellen sind besetzt. Die Nachfrage ist also da und wird so schnell nicht gesättigt sein.

Q wie QUALIFIKATIONEN
Im Bereich Handelslogistik bietet sich eine breite Auswahl an Studiengängen. Spezialisiert sind zum Beispiel die Fächer Logistikmanagement, Handel und Logistik oder Supply Chain Management, aber auch ein allgemeinerer Studiengang wie BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen ermöglicht den Einstieg in die Branche. Unabhängig vom Studienfach sind strategisches Denken, Organisationstalent und Kreativität drei Schlüsselqualifikationen, die eine*n erfolgreiche*n Handelslogistiker*in ausmachen.

S wie SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
An der Schnittstelle von IT und Logistik sorgen Supply Chain Manager*innen für den reibungslosen Materialf luss. Sie stellen sicher, dass alle Waren vorhanden und lieferbar sind. Dabei geht es zum Beispiel um automatisierte Nachbestellungen, wenn der Lagerbestand rar wird, oder die Sicherstellung von On-Time-Delivery. Generell tragen sie mit digitalen Konzepten zur Optimierung interner Abläufe des Unternehmens bei.

U wie UNSICHTBAR WERTVOLL
Vor leeren Regalen zu stehen, war vor der Corona-Pandemie mit den Hamsterkäufen im Frühjahr beinahe unvorstellbar. Das zeigt, wie wichtig funktionierende Logistiksysteme sind und gleichzeitig, wie unsichtbar die Arbeit guter Logistik vonstatten geht. Was auch nach der Krise bleiben wird, sind flexible Anpassungen an aktuelle Situationen. Langweilig wird es sicher nicht.

V wie VERNETZUNG
Einzelgänge und starre Lieferketten gehören in der Logistik 4.0 der Vergangenheit an. Stattdessen verknüpfen sich Unternehmen und Wertschöpfungsketten zu einem gemeinsam agierenden Netzwerk, in dem alle relevanten Daten miteinander geteilt werden. Aufträge werden so gebündelt, Prozesse beschleunigt und Lieferwege eingespart. Hört sich an wie der perfekte Zeitpunkt, um den Schritt ins neue Zeitalter live mitzuerleben.

W wie WIRTSCHAFTSFAKTOR
Als drittgrößter Wirtschaftsbereich in Deutschland beschäftigt die Logistikbranche mehr als drei Millionen Menschen. Die Hälfte davon agiert in der Bewegung von Gütern, die andere in Planung, Steuerung und Umsetzung in den Unternehmen. Mit einem Anteil von 25 Prozent ist Deutschland Spitzenreiter am europäischen Logistik- Markt. 2019 belief sich der Umsatz auf 279 Milliarden Euro, die die 60.000 deutschen Logistikunternehmen gemeinsam erwirtschaftet haben.

Z wie ZUKUNFTSMUSIK
Ein Thema, das in der Logistikbranche immer präsenter wird, ist die Umweltfreundlichkeit. Gewünscht wird ein schonender Umgang mit Ressourcen und die Reduktion von Schadstoffen. Deswegen spezialisiert sich zum Beispiel das Behältermanagement genau auf diese Aufgabe und entwickelt Transportsysteme, die wiederverwendbar, reparierbar, langlebig und recyclebar sind.


Anzeige

Anzeige