Angebotsposten eines Supermarktes

Marketing im Handel

Ohne Marketing wüssten wir gar nicht, was der Handel uns zu bieten hat und warum ein Slogan ausreicht, um in uns Kindheitserinnerungen zu wecken. Tauch ein in die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten im Einzelhandel!

›... macht Kinder froh. Und Erwachsene ebenso!‹, ›Quadratisch. Praktisch. ...‹

Schon erstaunlich, dass manchmal zwei Wörter ausreichen, um zu wissen, was gemeint ist. Manche Slogans sind über Generationen hinaus bekannt, manche sind gut, manche weniger und ein paar wenige schrammen komplett am eigentlichen Sinn vorbei oder werden mit Glück eben aus diesem Grund zum Kult.

Auch wenn sich diese Werbesprüche zumeist locker-flockig anhören – oft steckt harte Arbeit dahinter

Schließlich muss der Slogan zum Produkt und zur Zielgruppe passen, muss kurz und prägnant sein, sollte nicht etwas versprechen, was das Produkt nicht halten kann und so weiter und so weiter. Doch was in den 1960ern unter ›Absatzwirtschaft‹ lief und sich die für Unternehmen wichtigen Parameter lediglich auf Preis und Menge beschränkt haben, wurde mit der wachsenden Produktvielfalt ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument, um ein Produkt erfolgreich zu vermarkten. Heute gibt es quasi kein Produkt, keine Leistung, kein Unternehmen mehr, das ohne Marketing auskommt. Von Politikern, Schauspielern oder Pop-Sternchen mal ganz abgesehen. Wenn auch das Ziel das gleiche geblieben ist, so hat sich das Sprachrohr verändert: von der Litfasssäule über Werbespots hin zum heutigen allgegenwärtigen Online-Marketing. Dabei ist Letztgenanntes mehr als nur Inhalte einpflegen und hoffen, dass es den Endverbraucher erreicht. Marketing stellt einen milliardenschweren Bereich dar. 2011 lagen die Bruttoinvestitionen alleine in Deutschland im Online-Werbemarkt bei 5,74 Milliarden Euro. Tendenz steigend. 2012 sollen die Investitionen in diesem Bereich bei rund 6,34 Milliarden Euro liegen.

Demzufolge bietet diese Branche mannigfaltige Möglichkeiten

Vor allem für Einsteiger. In sämtlichen Bereichen – denn Marketing ist nicht gleich Marketing. »Bei eBay existieren Marketing-Rollen in vielen verschiedenen Bereichen, sowohl in den Länderorganisationen, wie in den wichtigsten europäischen Standorten Berlin und London, als auch in der Marketing-Operations-Advertising Organisation in Zürich und Prag«, erklärt Jan Waltenbauer, Marketing Director bei eBay Europe, und zählt weiter auf, was das Unternehmen zu bieten hat:

»Von Relationship-Marketing über Internet-Marketing, Affiliate Program Management, Paid Search, Social Media Mobile Marketing hin zu Strategischem Marketing & Brand.«

Eine sehr breite Palette, aus der vor allem Absolventen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Informatik und Kommunikation wählen können – denn Einsteiger aus diesen Fachrichtungen haben beste Chancen. Vor allem, wenn sie gute Kommunikationsfähigkeiten, fließende Englischkenntnisse, Teamfähigkeit, Verantwortungsgefühl, Agilität und Anpassungsfähigkeit für ein sich schnell änderndes Umfeld mitbringen. Noch was? »Grundverständnis für Business-Analyse und -Strategie, den ›Drive‹, Dinge und Projekte schnell umzusetzen. Außerdem sollten sie eBay bereits als aktiver Käufer oder Verkäufer genutzt haben. Nichts ersetzt den täglichen Umgang mit der Plattform, um nahe am Kunden dran zu sein.« 

Wer dies alles mitbringt, bekommt die Chance sehr früh bereits Verantwortung zu tragen. Romy Friedl macht diese Erfahrung Tag für Tag. Die 24-Jährige ist Anfang 2011 als Praktikantin bei eBay eingestiegen und arbeitet nun seit Juli 2012 als Junior Marketing Managerin.

»Selbst Praktikanten oder Berufseinsteiger können Projekte selber gestalten«, erklärt Friedl, die International Business & Marketing an der HTW Dresden und am Dublin Institute of Technology studiert hat.

Das Spannende an ihrer Arbeit ist der stete Wandel, dem alles unterliegt. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handel lösen sich rasend schnell auf – vor allem durch mobile Anwendungen, was das Kaufverhalten der Konsumenten wesentlich verändert hat und weiter verändern wird.

»Wir arbeiten an der Zukunft des Handels – das ist äußerst spannend. Nicht nur für Markeeters«, erklärt Friedl.

Eine Tätigkeit im Marketing im Handelsbereich zeigt aber nicht nur auf, inwieweit sich der Handel und das Konsumentenverhalten ändert, es gibt den Marketing-Fachleuten auch eine direkte Rückmeldung über ihre eigene Tätigkeit. Inga Tanzmann erklärt, dass sie sofort sieht, ob sie gute oder schlechte Arbeit leistet. Bereits während ihres Praktikums bei quelle.de im E-Mail-Marketing, in dem sie viel über die Erstellung von Newslettern, Kundenbeziehungsmanagement und Direktmarketing gelernt hat, konnte sie dies feststellen:

»Gerade im E-Mail-Marketing erhält man immer direktes Kundenfeedback. Die Newsletter werden weder geklickt noch geöffnet, wenn man keine relevanten Angebote bietet. Im Umkehrschluss bietet sich mir dadurch aber die Möglichkeit, viel über die Kunden und deren Präferenzen zu lernen – und die eigenen Angebote immer weiter nach den Wünschen der Kunden zu optimieren«, sagt Tanzmann, die nach ihrem Praktikum als Junior Marketing Managerin eingestiegen ist. 

Zukünftig sieht die 24-Jährige, die einen Bachlorabschluss in Business Administration hat, ihren Tätigkeitsbereich weg vom reinen Abverkauf hin zur Kundenbindung:

»Wenn der Kunde eine persönliche Bindung zum Unternehmen hat, kommt er gerne wieder und schaut sich häufiger nach interessanten Produkten um. In meiner täglichen Arbeit ist es daher besonders wichtig, zu eruieren, mit welchen Mitteln ich die Kundenbindung optimieren kann. Unser Newsletter soll ein Highlight im Posteingang sein«, sagt Tanzmann.

Es gilt also, am Kunden dranzubleiben und seinen Wünsche gerecht zu werden. Dementsprechend wandelt sich auch das Tätigkeitsprofil für Einsteiger, wie auch Janine Jauert, Personalreferentin bei quelle.de, bestätigt:

»Wir sehen wachsende Anforderungen an vernetztes Denken. Wenn im Rahmen von Branding-Maßnahmen weitere Internetnutzer unseren Marktplatz besuchen, muss der zuständige Marketing-Manager auch daran denken, was diesen neuen Besuchern auf unserer Seite geboten wird. Einsteiger müssen verstärkt Markt-Know-how mitbringen und in Themen wie Social Media wirklich fit sein.« 

Das heißt, dass Studenten und Absolventen, die überlegen, ins Marketing einzusteigen, vor allem Spaß und Interesse am E-Commerce mitbringen sollten – ebenso wie eine ausgeprägte Hands-on-Mentalität. Wer dann noch ein guter Teamplayer ist und die Courage mitbringt, neue Ideen einzubringen und diese umzusetzen, hat die Möglichkeit, in direkter Zusammenarbeit mit Experten schnell Verantwortung zu übernehmen und Schritt für Schritt die Karriereleiter nach oben zu klettern. Manchmal ist auch ein wenig Spontanität gefragt. Also ran an die Buletten oder, um es kurz zu machen: Just do it! 


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