Crossaints mit Tasse Caffee

Die Arbeit von Personaldienstleistungen

Vom Suchen und Finden: So bringen Personalberater Unternehmen und Kandidaten glücklich zusammen

Wer kennt es nicht, dieses Bild der Grande Dame, die missbilligend auf ihr neues Dienstmädchen blickt, weil diese zuerst über den Teppich stolpert, dabei die Hälfte des Tees verschüttet und noch unterm Gehen versucht, den restlichen Tee in die Kaffeetasse zu schütten. Mit resigniertem Schulterzucken blickt die Hausherrin dabei ihren Besuch an und sagt beiläufig: »Entschuldigen Sie bitte, aber ich denke, Sie wissen nur zu gut, dass gutes Personal äußerst schwer zu finden ist«.

Der Vorteil von Personalberatungen

Diese Diskussion um das gute Personal ist dabei nicht nur auf den Dienstleistungssektor beschränkt. Experten, Facharbeiter und gut ausgebildete Kräfte werden gesucht und können sich – im besten Fall – zurücklehnen, der Dinge harren, die da auf sie zukommen und sich die Rosinen herauspicken. Allerdings gibt es Unternehmen, die es zeitlich oder auch personell nicht schaffen, sich die Mitarbeiter ins Boot zu holen, die sie bräuchten. Aus diesem Grund setzen die Personalverantwortlichen immer häufiger auf Personalberatungen. Vorteile hat dies viele – für beide Seiten:

»Unternehmen ist es häufig nicht möglich, potenzielle Kandidaten anzusprechen, die noch anderweitig beschäftigt sind. Gleichzeitig verhindern Positionen, die noch besetzt sind, oftmals eine öffentliche Suche. Personalberater haben hier den Vorteil, vertraulich und zielgerichtet für ihre Kunden agieren zu können«, erklärt Goran Barić, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland.

Einen weiteren Pluspunkt sieht der 42-Jährige in der Optimierung der Mitarbeiterauswahl:

»Personalberater bringen eine höhere Objektivität mit. Eine strukturierte Bedarfsanalyse, fachliche sowie persönliche Kompetenzprofile sind die Grundlage für das Perfect Match.«

So kommt es zum ›Perfect Match‹

Damit das Perfect Match überhaupt zustande kommen kann, müssen die passenden Kandidaten von der jeweiligen Seite manchmal zuerst einmal erfahren. Dies bedeutet für Personalberater: suchen, suchen und nochmals suchen! Denn zumeist ist es nicht der Fall, dass »die Bewerber und die Unternehmen uns die Türen einrennen«, wie Sven Hennige beschreibt. Hennige ist als Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half tätig und unter anderem für die Bereiche Festvermittlung, Zeitarbeit, Interimsmanagement und Officepositionen verantwortlich. Es sei ein akquisitorischer Job in beide Richtungen, der mit sehr viel Vertriebs- und Überzeugungsarbeit verbunden ist, um die Menschen auf beiden Seiten für sich zu gewinnen. Aktives Netzwerken steht daher auf der Tagesordnung: »Wir sind täglich in Kontakt mit potenziellen Kandidaten aus unseren Fachbereichen.«

Personalberatung heißt demnach permanentes Netzwerken: ob klassisch über Stellenanzeigen und Einträge auf der Homepage oder über Social Media Kanäle. Amadeus Fire baut auf eine professionelle Onlinepräsenz und verlässt sich in Zeiten des Fachkräftemangels nicht darauf, dass die Bewerber zum Unternehmen finden: »Wir warten nicht auf Bewerber – wir gehen auf sie zu«, sagt Jan Trouvain, Leiter Marketing & Kommunikation von Amadeus Fire. Hinzu kommt eine stete Präsenz auf Messen und Events.

Mehr als nur Vermittler

Ist der richtige Kandidat mittels dieser Maßnahmen gefunden, sind die Personalberater dem Perfect Match einen großen Schritt nähergekommen. Doch gleichzeitig stellt dies viele Bewerber vor einige Herausforderungen. Denn woher kann man wissen, ob das suchende Unternehmen zu einem passt, welche Anforderungen und Erwartungen es stellt und womit sich am besten punkten lässt? Auch hier können Personalberater Antworten liefern – schließlich haben sie viele persönliche Kontakte zur Unternehmensseite und können Softfaktoren wie Persönlichkeit, Umfeld, die nicht aus einer Stellenanzeige hervorgehen, mit den Kandidaten besprechen: »Wir lernen den Menschen hinter dem Lebenslauf kennen und schauen gemeinsam nach vorne, wohin die Reise gehen soll, welche Entwicklungsmöglichkeiten erwartet werden und welche inhaltlichen Schwerpunkte die Tätigkeit haben soll. Dinge, die man mit Personalberatern ganz offen besprechen kann«, sagt Hennige.

Es gilt also, sowohl den passgenauen Job für den Bewerber als auch den besten Kandidaten für die jeweils offene Stelle zu finden. Auf dem Weg zu diesem Ziel befindet sich allerdings auch so mancher Stolperstein, über den einige Kandidaten stolpern können. Auch hier stehen Personalberatungen zur Seite: »Nicht jeder Bewerber weiß, wie man sich richtig präsentiert. Am Ende ist ein Vorstellungsgespräch ein Verkaufsgespräch in eigener Sache. Dies kann nicht jeder – hier ist der Personalberater eine gute Hilfe, um Tipps zu geben«, betont der Personalberater Hennige.

Auch Amadeus Fire begleitet seine Kandidaten von Anfang an:

»Wir beraten und coachen Bewerber rund um ihre Karriere entsprechend dem Werdegang und individuellen Zielen – gerne ein Berufsleben lang«, sagt Jan Trouvain.

Qualifizierte Einschätzung und Beratung zu Bewerbungsunterlagen und Gehaltsvorstellungen gehören dabei ebenso dazu wie Unterstützung bei Vertragsverhandlungen und individuelle Tipps zu Dresscode, Anreisehinweisen, Ansprechpartnern und wie das Vorstellungsgespräch voraussichtlich ablaufen wird.

»Mit diesem Wissensvorsprung können Bewerber leichter überzeugen«, stimmt Barić von der PageGroup zu und fügt hinzu: »Unsere Personalberater geben dem Kandidaten eine realistische Einschätzung, ob ihn die Position über- oder unterfordern wird. Sie haben auch die Erfahrung, zu sehen, ob der Bewerber in die Unternehmenskultur passt.«

Personalberater müssen Bescheid wissen

Allerdings ist es nicht damit getan, sich gut in die Unternehmenskultur einzufügen – denn dort zählt vor allem die Expertise des Bewerbers. Aber können die Personalberater diese überhaupt einschätzen? Sie können nicht nur, sie müssen! Schließlich lässt sich ein IT-Fachmann nur schwer vermitteln, wenn der Berater mit dessen Berufsbild und fachspezifischen Ausdrücken nichts anzufangen weiß.

»Durch unsere konsequente Spezialisierung auf den kaufmännischen und IT-Bereich können wir Unternehmen eine qualifizierte Bedarfsanalyse und passgenaue Besetzung der Vakanzen garantieren«, so Trouvain von Amadeus Fire.

Dank ihrer fachlichen Spezialisierung punkten auch die Personalberater der PageGroup – waren sie doch oftmals vor ihrer Tätigkeit als Personalberater selbst in den Berufen und Themen unterwegs, die sie nun täglich vermitteln.

Es gilt, die Sprache der Menschen zu sprechen, mit denen man zusammenarbeitet, erklärt Hennige:

»Wenn mir der Kunde eine sehr komplexe Anforderungsbeschreibung zu einer gesuchten Person liefert, sollte ich das als Berater verstehen. Selbstverständlich kann man ab und an nachfragen, aber überhaupt nicht zu wissen, worum es geht, macht das Ganze schwierig.«

Profundes Wissen reiche. Man müsse nicht in der Lage sein, die Steuerberaterposition selbst auszuführen, aber man solle genau verstehen, worauf es ankomme.

Daher gilt es für Personalberater, gut zuzuhören und richtig zu verstehen, um letztlich das zusammenzubringen, was zusammengehört – und sich ohne externe Hilfe nicht zusammenfinde würde. Somit ist auch das beste Personal nicht schwer einzustellen.


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