So geht sales

Wie steht es im Bereich Sales und Vertrieb um Gehalt, Skills, Karrierechancen & Co? Wir klären dich auf.

Money, money, money

Du bist extrovertiert, verlässlich, hast ein selbstsicheres Auftreten und bist stressresistent sowie kommunikativ? Dann erfüllst du laut Joachim Pfülb, Vertriebsleiter bei Beck Elektronik, bereits einige der wichtigsten Voraussetzungen für deinen Einstieg im Vertrieb. »Für Einsteiger bietet sich der Beginn als ›Inside Sales‹ an«, so Pfülb. Hier verdienst du ein Bruttojahresgehalt von etwa 30.000 bis 48.000 Euro. Mit etwas Berufserfahrung steigert sich dein Einkommen auf bis zu 65.000 Euro. Eine Stufe weiter, als ›Senior Inside Sales Consultant‹, kannst du sogar mit 70.000 bis 90.000 Euro brutto im Jahr rechnen. 

Außerdem besteht die Möglichkeit, dich in den Außendienst zu entwickeln. »In entsprechender Organisation mit Stellen für mittleres Management bietet sich auch die Möglichkeit zum Gebietsverkaufsleiter oder Key Account Manager«, erklärt Joachim Pfülb von Beck Elektronik. Als Junior Key Account Manager startest du bei 43.000 Euro Bruttojahresgehalt – als Senior kannst du bis zu 132.000 Euro jährlich erzielen. 

Zeig, was du kannst 

Was du für den Einstieg im Sales und Vertrieb mitbringen solltest? Einerseits spielen fachliche Fähigkeiten eine bedeutende Rolle: »Ein gewisses betriebswirtschaftliches Know-how sollte vorhanden sein, da tagtäglich mit Zahlen, Daten und Fakten jongliert wird«, weiß Thomas Haag, Trainee im Vertrieb bei Storck. Doch natürlich sollte dir der Verkauf auch liegen – spezifische Soft Skills sind in diesem Bereich also ebenso gefragt. Jonathan Miske, stellvertretender Vertriebsleiter bei Suxxeed, meint: »Es zählt hauptsächlich der Wille: Wer richtig Lust auf den Job hat, scheut keine Herausforderungen, erlernt schnell Vertriebstechniken und tritt vor den Kunden überzeugend auf.« 

Das nötige Fachwissen ist sicherlich von Vorteil, doch als unverzichtbar empfindet auch Haag gewisse Fähigkeiten: »Ohne Empathiefähigkeit gegenüber dem Ansprechpartner, Durchsetzungsvermögen sowie Leidenschaft für die Produkte und den direkten Kundenkontakt wirst du kein erfolgreiches Verkaufsgespräch führen.« Joachim Pfülb von Beck Elektronik fügt hinzu: »Die Fähigkeiten, Prioritäten und Entscheidungen zu treffen sowie gut moderieren zu können sind sehr wichtig.«

Die Karriereleiter hochklettern

»Die Entwicklungschancen im Vertrieb empfinde ich als sehr gut. Kaum ein anderer Bereich im Unternehmen hat einen vergleichbar direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Als Vertriebler bringen meine Aktivitäten bares Geld ins Unternehmen und sind transparent abbildbar. Gute Vertriebler sind aufgrund dieser Einflussgröße sehr gefragt«, erzählt Jonathan Miske, stellvertretender Betriebsleiter bei Suxxeed. 

Er selbst ist vor drei Jahren im Vertriebsbereich des Unternehmens gestartet und hat bereits innerhalb dieser Zeit einen starken Aufstieg erfahren: Zu Beginn betreute er als Salesmanager einen Kundenstamm von 350 Geschäftskunden, mittlerweile leitet er als Führungskraft ein elfköpfiges Vertriebsteam. »Von ursprünglich 350 Kunden in meiner Verantwortung sind es mittlerweile 3.850 Kunden. Die Betreuung übernehme ich hier auch nicht mehr selber, sondern indirekt durch meine Mitarbeiter.« Mit dem nötigen Know-how, Durchsetzungsvermögen und Spaß am Vertrieb steht es um deine Aufstiegschancen in dieser Branche also ziemlich gut. 

Vielseitige Aufgaben

»Eine Hauptaufgabe im Vertrieb bei Storck ist die Planung, Konzeption und Durchführung von Vermarktungen beim Kunden. Für den Vertrieb im Bereich ›Fast Moving Consumer Goods‹ ist ein wichtiger Treiber die Listung der eigenen Produkte beim Kunden, damit sie in deren Regalen in den Märkten zu finden sind. Die Absprache von Handzettelwerbungen ist ebenso ein Faktor in der Vermarktung. Um einen Überblick in der Handelslandschaft zu behalten, gehört es ebenso zu meinen Aufgaben, regelmäßige Store-Checks durchzuführen, um aktuelle Trends am Point of Sale zu kennen.«
Thomas Haag, Trainee im Vertrieb bei Storck

»Zu meinen Aufgaben als Salesmanager gehörte im entscheidenden Maße die Präsenz beim Kunden. Das heißt: regelmäßiger Kontakt mit meinem Ansprechpartner auf Kundenseite und Beratung in Bezug auf den aktuellen Bestand sowie das Perspektivgeschäft. Nur durch diesen regelmäßigen Austausch ist es mir möglich gewesen, eine Kundenbindung herzustellen und mit dem Kunden gemeinsam Lösungen zu eruieren.«
Jonathan Miske, stellvertretender Vertriebsleiter & ehemaliger Salesmanager bei Suxxeed

Highlight Kundenkontakt

Für den Bereich Sales und Vertrieb solltest du neben anderen Aspekten vor allem eins mitbringen: Spaß am Kundenkontakt. Nur wer gerne auf Menschen zugeht, dabei selbstbewusst ist und an das glaubt, was er im Auftrag des Unternehmens an die Kunden verkauft, kann auch überzeugen und fühlt sich im Vertrieb richtig aufgehoben. Thomas Haag, Trainee im Vertrieb bei Storck, betont: »Besonderen Spaß macht mir der direkte Kundenkontakt, egal ob im persönlichen Gespräch, per Telefon oder E-Mail.« 

Zum Job des Vertrieblers gehört zudem das regelmäßige Reporting über Ergebnisse und Umsatzgenerierung, sodass die Arbeit für den Vorgesetzten und die Kollegen transparent bleibt. »Diese beiden Eckpfeiler gestalten das Arbeiten im Vertrieb zwar herausfordernd, bereiten mir aber viel Spaß und führen dazu, dass kein Tag wie der andere ist«, erklärt Haag. Auch Jonathan Miske, stellvertretender Vertriebsleiter bei Suxxeed, empfindet gerade die Hauptaufgabe spannend, die individuellen Anforderungen der Kunden mit seinem Lösungsportfolio in Einklang zu bringen: »Wenn hier am Ende ein Win-win erzeugt wird, macht mir die Arbeit besonders Spaß.«
 

 


Anzeige

Anzeige