Foto: Ella Olsson/Pexels

Start-up des Monats: Kuchentratsch

›Kuchentratsch‹ ist ein soziales Start-up aus München, bei dem Senioren mit Liebe leckeren Kuchen backen. In der Münchner Backstube können die Omas und Opas Kontakte knüpfen und sich etwas zur Rente dazuverdienen. Der Kuchen wird an Münchner Cafés verkauft sowie deutschlandweit an Firmen- und Privatkunden versendet.

Katharina, wie bist du auf die Idee für ›Kuchentratsch‹ gekommen?
Ich habe mich während meines BWL-Studiums fernab der Heimat gefragt, warum es so leckeren Kuchen wie den von meiner Oma eigentlich nirgends zu kaufen gibt. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass der Verkauf von ›Omakuchen‹ auch Seniorinnen zu Gute kommen könnte: Sie können ihre Backleidenschaft ausleben, neue Leute kennenlernen und sich ihre Rente aufbessern. So habe ich dann mit 
24 Jahren beschlossen, alles auf eine Karte zu setzen und Kuchentratsch zu gründen.  

Welche Apps oder Ratgeber helfen dir im Gründeralltag? 
Ich bin ein großer Fan von lebenslangem Lernen und habe immer mindestens ein Buch auf meinem Nachttisch liegen. Zur Zeit lese ich ›Great by choice‹ von Collins und Hansen. Die Menschen, die ich so treffe, frage ich immer nach ihren Buchempfehlungen. Hilfreiche Apps sind zum Beispiel ›Slack‹ für die Kommunikation, ›Trello‹ für die Sortierung der To-dos und die ›Preview App‹ für das Planen der Instagram-Posts.

Was ist für dich als Gründerin besonders spannend, was herausfordernd?
Toll finde ich, was eine kleine Idee, die umgesetzt wird, so alles bewirken kann. Manchmal halte ich inne und schaue darauf zurück, was in diesen vier Jahren passiert ist – und bin total überwältigt. Als herausfordernd empfinde ich es, unterwegs nicht den Mut zu verlieren. Bei mir kamen die großen Herausforderungen erst auf dem Weg, es lässt sich einfach nicht alles planen. Da hilft es unheimlich, ein Optimist zu sein und ein gutes soziales Netzwerk aus Freunden und Familie zu haben, das einen auch mal auffangen kann. 

Welche Tipps würdest du jemandem geben, der ein Unternehmen gründen möchte? 
Es lohnt sich, sein Ding durchzuziehen – egal, ob man es vor Familie und Freunden verteidigen muss, am Anfang das Geld fehlt oder es Rückschläge gibt. Am Ende wird es niemand bereuen.  Drauf loslegen und einfach machen ist meist der beste Weg, denn auch wenn Dinge schief gehen, lernt man auf diese Weise am meisten. Gleichzeitig sollten Gründer ihre Zahlen kennen und eine klare Vision haben – mit diesen beiden Punkten überzeugen gerade junge Frauen ihr Gegenüber am schnellsten. 


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